Hyperliquid Policy Center fordert in zwei rechtlichen Argumenten die Abweisung der CME-Klage
Wichtige Erkenntnisse
- •Das Hyperliquid Policy Center hat einen Amicus-Curiae-Schriftsatz eingereicht und ein Bundesgericht aufgefordert, die Klage der CME Group gegen die Genehmigung eines von Kalshi angebotenen Bitcoin-Perpetual-Futures-Kontrakts durch die CFTC abzuweisen. Vertreten wurde die Gruppe von der ehemaligen US-Solicitor General Elizabeth Prelogar.
- •Die Policy-Gruppe argumentiert, CME sei nicht klagebefugt, weil die Genehmigung den Zugang zu Perpetual-Futures erweitert habe, anstatt den Wettbewerb zu verschärfen. Zudem betreibe Kalshi bereits seit 2020 eine von der CFTC regulierte Börse.
- •Der Schriftsatz führt aus, dass die Ansprüche der CME nicht unter den Commodity Exchange Act fallen, der nach Ansicht der Gruppe verantwortungsvolle Innovation, fairen Wettbewerb, Transparenz und regulatorische Aufsicht fördert.
- •CME argumentiert in ihrer Klage, dass Krypto-Perpetuals als Swaps und nicht als Futures eingestuft werden sollten. Die CFTC hat unterdessen ebenfalls die Abweisung beantragt und erklärt, CME könne selbst ähnliche Produkte anbieten.
- •Die Entscheidung des Gerichts könnte beeinflussen, wie sich Perpetual-Futures und andere blockchainbasierte Derivate an regulierten US-Märkten entwickeln.

Das Hyperliquid Policy Center hat ein US-Bundesgericht aufgefordert, die Klage der CME Group gegen die Genehmigung von Kryptowährungs-Perpetual-Futures an einer in den USA regulierten Börse durch die Commodity Futures Trading Commission abzuweisen.
In einem am Mittwoch eingereichten Amicus-Curiae-Schriftsatz benannte die Policy-Gruppe zwei zentrale Mängel, die sie in der Klage der CME sieht. Die ehemalige US-Solicitor General Elizabeth Prelogar, die inzwischen bei Cooley LLP tätig ist, vertrat die Gruppe bei der Einreichung. Im Mittelpunkt des Rechtsstreits steht die Genehmigung eines von Kalshi angebotenen Bitcoin-Perpetual-Futures-Kontrakts durch die CFTC.
Argument zur Klagebefugnis stellt CME-Klage infrage
Das erste Argument betrifft die Frage, ob CME einen Schaden erlitten hat, der dem Unternehmen die rechtliche Klagebefugnis verleiht.
Das Hyperliquid Policy Center erklärte, CME stütze sich offenbar auf die sogenannte Klagebefugnis von Wettbewerbern. Diese Rechtsdoktrin setzt im Allgemeinen voraus, dass staatliches Handeln den Wettbewerb in einem bestehenden Markt verschärft und der klagenden Partei einen wirtschaftlich unmittelbaren Schaden zufügt.
Nach Ansicht der Policy-Gruppe hatte die Entscheidung der CFTC den gegenteiligen Effekt. Anstatt einen begrenzten Markt aufzuteilen, habe die Genehmigung den Zugang zu Perpetual-Futures erweitert und könne Händler anziehen, die zuvor nicht an traditionellen Futures mit festen Laufzeiten teilgenommen hätten.
Der Schriftsatz führt außerdem aus, dass die CFTC keinen neuen Wettbewerber in den Markt eingeführt habe. Kalshi, so die Argumentation, betreibe bereits seit 2020 eine von der CFTC regulierte Börse.
Policy Center widerspricht den Argumenten der CME zum Commodity Exchange Act
Das zweite Argument stellt infrage, ob die Interessen der CME unter den Schutz des Commodity Exchange Act beziehungsweise des CEA fallen.
Das Policy Center erklärte, das Gesetz unterstütze verantwortungsvolle Innovation und fairen Wettbewerb zwischen Börsen. Zudem argumentierte es, dass die Bestimmungen des CEA zu Swaps darauf ausgelegt seien, Transparenz und regulatorische Aufsicht zu verbessern.
Der Versuch der CME, einen Wettbewerber an der Einführung eines innovativen Produkts zu hindern, stehe diesen Zielen laut dem Schriftsatz entgegen.
Der Rechtsstreit könnte die Entwicklung der US-Derivatemärkte beeinflussen. Die CFTC hat zunehmend geprüft, wie blockchainbasierte Finanzmärkte in die USA zurückgeholt werden können, darunter Märkte, auf denen über öffentliche Blockchains gehandelt, abgewickelt und verrechnet wird.
Die Klage der CME stellt die regulatorische Einstufung von Perpetual-Kontrakten infrage und argumentiert, dass Krypto-Perpetuals als Swaps und nicht als Futures behandelt werden sollten. Die CFTC hat das Gericht separat aufgefordert, den Fall abzuweisen, und argumentiert, dass CME selbst ähnliche Produkte anbieten könne.
Das Urteil des Gerichts könnte daher die Entwicklung von Perpetual-Futures und anderen blockchainbasierten Derivaten an regulierten US-Märkten beeinflussen.