Senatoren Lummis und Alsobrooks bestätigen: Parteübergreifende Arbeit am Clarity Act geht trotz Verzögerung der Abstimmung weiter
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Abstimmung des Senats über den Clarity Act wurde auf September verschoben, nachdem die Gesetzgeber nicht vor der fünfwöchigen Pause des Parlaments abstimmen konnten.
- •Die Gesetzgebung zielt darauf ab, einen umfassenden bundesweiten Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte zu schaffen, indem die Aufteilung der Aufsicht zwischen SEC und CFTC geklärt wird.
- •Die Senatorinnen Cynthia Lummis und Angela Alsobrooks bestätigten die parteiübergreifende Unterstützung und versprachen, den Gesetzentwurf bei der Wiedereröffnung des Senats weiter voranzutreiben.
- •Die Verhandlungen wurden durch Meinungsverschiedenheiten über Ethikbestimmungen, Bedenken hinsichtlich Stablecoin-Renditen und die Überprüfung der Kryptowährungsunternehmungen der Familie Trump durch die Demokraten erschwert.
- •Der Clarity Act wurde zuvor vom Repräsentantenhaus verabschiedet und ist Teil einer breiteren Kongressinitiative zur Festlegung klarer Regeln für digitale Vermögenswerte neben einer separaten Stablecoin-Gesetzgebung.

Die lang erwartete Abstimmung des Senats über den Clarity Act, ein umfassendes Gesetz zur Marktstruktur für Kryptowährungen, wurde auf September verschoben, doch die parteiübergreifende Unterstützung für die Gesetzgebung bleibt fest.
Der Clarity Act zielt darauf ab, einen umfassenden bundesweiten Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte zu schaffen, einschließlich der Klärung der Aufteilung der Aufsichtspflichten zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission – ein rechtlicher Graubereich, der seit Jahren zu Durchsetzungsmaßnahmen und Unsicherheit in der Krypto-Branche geführt hat.
Die Gesetzgeber hatten gehofft, vor der fünfwöchigen Pause des Senats eine entscheidende Abstimmung durchzuführen, aber Berichte bestätigten am Freitag, dass der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte. Die demokratische Senatorin Angela Alsobrooks schloss sich der republikanischen Senatorin Cynthia Lummis – weithin als „Bitcoin-Senatorin“ bekannt – an, um die Öffentlichkeit zu beruhigen, dass die Arbeit am Gesetzentwurf weitergeht.
Senatorin Lummis veröffentlichte nach Nachrichten über die Verzögerung eine Erklärung: „Es wird eine Zeit geben, in der ich mehr sagen kann, aber vorerst möchte ich Folgendes sagen: Wir sind zu weit gekommen, um aufzugeben. Ich werde weiterhin mit meinen Kollegen zusammenarbeiten, um dies zu Ende zu bringen – dieser Kampf ist noch lange nicht vorbei.“
Senatorin Alsobrooks betonte in ihrer eigenen Erklärung die parteiübergreifenden Bemühungen: „Wir haben über ein Jahr lang auf parteiübergreifender Basis gearbeitet, um Verbraucher zu schützen, Kapitalflucht zu begrenzen, illegale Finanzgeschäfte zu bekämpfen und ein faires Angebot im Bereich Ethik einzubinden.“
Der Clarity Act wurde im vergangenen Jahr vom Repräsentantenhaus verabschiedet und hat seitdem erheblich an Umfang gewonnen. Das Wachstum des Gesetzentwurfs spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen Lobbyisten der Bankenbranche und Krypto-Börsen wider, insbesondere hinsichtlich der Bedenken, dass Börsen übermäßig hohe Renditen für Stablecoin-Produkte anbieten. Die Demokraten haben sich zudem für strengere Ethikbestimmungen innerhalb der Gesetzgebung eingesetzt.
Im Juli zirkulierte unter den Gesetzgebern ein Entwurf, der Regierungsbeamten die Werbung für und die Profitierung von digitalen Vermögenswerten verbietet, obwohl einige Abgeordnete argumentierten, dass er nicht weit genug gehe.
Senatorin Lummis, die zuvor die Demokraten dafür kritisiert hatte, den Fortschritt des Gesetzentwurfs zu blockieren, erklärte letzte Woche, dass sie „zu kämpfen habe, um zu verstehen“, welche weiteren Zugeständnisse die Demokraten suchten. Beobachter haben angedeutet, dass politische Erwägungen im Vorfeld der Zwischenwahlen die Verhandlungsdynamik beeinflussen könnten.
Mehrere Demokraten haben Bedenken hinsichtlich der finanziellen Beteiligung der Familie Trump an digitalen Vermögenswerten geäußert, darunter auch die Memecoin des Präsidenten, $TRUMP, und das World Liberty Financial-Projekt. Trump und das Weiße Haus haben stets bestritten, dass ein Interessenkonflikt besteht, wobei der Präsident darauf hinwies, dass Demokraten ebenfalls im Aktienhandel aktiv gewesen seien.
Der Clarity Act ist Teil einer breiteren Kongressinitiative zur Festlegung klarer Regeln für digitale Vermögenswerte und steht neben einer separaten Stablecoin-Gesetzgebung, die ebenfalls den Ausschuss passiert hat. Für die Krypto-Branche, die immer wieder auf regulatorische Unklarheiten als Hindernis für institutionelle Akzeptanz und inländische Operationen verwiesen hat, wird das Ergebnis dieser Gesetzentwürfe weithin als entscheidend für die Entwicklung des Sektors in den Vereinigten Staaten angesehen.
Trotz der Verzögerung bekräftigten beide Senatorinnen ihr Engagement, den Clarity Act voranzutreiben, wenn der Senat im September wieder zusammentritt.