NachrichtenKryptoSEC-Chef erwartet Verabschiedung des Clarity Act im Senat – entscheidende Abstimmung am 15. September

SEC-Chef erwartet Verabschiedung des Clarity Act im Senat – entscheidende Abstimmung am 15. September

Autor: The Market Periodical·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der US-Senat wird am 15. September eine Cloture-Abstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act durchführen – eine Verfahrensabstimmung, keine finale Verabschiedung.
  • Der Clarity Act würde den ersten umfassenden US-Marktstruktur-Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen und die Zuständigkeiten von SEC und CFTC bei Krypto-Handel und Token-Klassifizierung klären.
  • Auf Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Clarity Act vor Ende 2026 in Kraft tritt, auf etwa 14 %–15 % gehandelt – der niedrigste Stand seit Einführung des Marktes.
  • Das Gesetz benötigt 60 Stimmen, und es gibt keine Anzeichen für parteiübergreifende Unterstützung; die Ethikbestimmungen bleiben ein zentraler ungelöster Streitpunkt.
  • Sollte die Cloture-Abstimmung scheitern, wird erwartet, dass sich der Fokus auf Regelwerke auf Behördenebene verlagert, darunter ein SEC-Entwurf, der Transferagenten die Nutzung von Blockchain-Technologie für offizielle Aufzeichnungen erlauben würde.
SEC-Chef erwartet Verabschiedung des Clarity Act im Senat – entscheidende Abstimmung am 15. September

Die Kryptoregulierung steht am 15. September vor einem entscheidenden Test im US-Senat, wenn die Abgeordneten eine Verfahrensabstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act durchführen – ein Gesetz, das den ersten umfassenden US-Marktstruktur-Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen und klären würde, wie sich SEC und CFTC die Zuständigkeit über den Krypto-Handel und die Token-Klassifizierung aufteilen.

SEC-Chef Paul Atkins sagte gegenüber FOX Business, dass er erwartet und hofft, dass das Gesetz letztlich den Senat passieren und den Schreibtisch von Präsident Donald Trump erreichen wird. Die für den 15. September angesetzte Abstimmung ist jedoch eine Cloture-Abstimmung über den Antrag auf Eintritt in die Beratung, keine finale Abstimmung über die Verabschiedung.

Die Markterwartungen sind deutlich weniger optimistisch als Atkins' öffentliche Haltung. Auf Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act vor Ende 2026 in Kraft tritt, derzeit auf etwa 14 %–15 % gehandelt (Polymarket-Markt).

Optimismus hinsichtlich der Verabschiedung des Clarity Act schwindet

Atkins' Optimismus steht im Gegensatz zur Stimmung unter Brancheninsidern. Da das Gesetz vor der Sommerpause keine Cloture-Abstimmung erreichen konnte, glauben einige inzwischen, dass das Zeitfenster verpasst wurde.

Die Polymarket-Quoten für eine Verabschiedung des Clarity Act im Jahr 2026 liegen nun bei 15 % – dem niedrigsten Stand seit Einführung des Marktes. Beteiligte haben davor gewarnt, dass das Ergebnis der Zwischenwahlen jede Chance auf eine Verabschiedung des Gesetzes beenden könnte – ein politischer Zeitplan, der relevant ist, da die aktuelle republikanische Mehrheit im Senat unter der für die meisten größeren Gesetzesvorhaben erforderlichen Schwelle von 60 Stimmen liegt.

Dennoch bleibt die Cloture-Abstimmung am 15. September ein mit Spannung erwartetes Ereignis, da ihr Auskommen die Richtung des Gesetzgebungsverfahrens bestimmen wird. Der Clarity Act benötigt 60 Stimmen, um weiterzubringen zu werden, wodurch parteiübergreifende Unterstützung erforderlich ist.

Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass parteiübergreifende Unterstützung erreicht wurde. Es liegt noch keine Information darüber vor, ob der zentrale Streitpunkt – die Ethikbestimmungen – zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst wurde. Berichten zufolge laufen jedoch weiterhin Gespräche darüber, wie vor dem Tag der Cloture-Abstimmung ein Kompromiss zu den wichtigsten Fragen erreicht werden kann.

https://x.com/bitcoinnews/status/2095147438025650476?s=46

US-Aufsichtsbehörden arbeiten unterdessen an Regelwerken, während der Clarity Act in der Schwebe bleibt

Inzwischen haben sich die US-Aufsichtsbehörden der Regulierung zugewandt – offenbar als Notfallplan für den Fall, dass der Clarity Act scheitert. Über die Regulation of Crypto Assets hinaus hat die SEC kürzlich einen neuen Entwurf zur Modernisierung der Vorschriften für registrierte Transferagenten vorgelegt.

Laut der Kryptojournalistin Eleanor Terret würde die vorgeschlagene Regel Transferagenten erlauben, Blockchain-Technologie für offizielle Aufzeichnungen zu verwenden, und enthält zudem Berichtspflichten für tokenisierte Wertpapiere (https://x.com/EleanorTerrett/status/2094839273086497105?s=20).

Kryptogruppen haben zudem ihre Forderungen an die Aufsichtsbehörden nach Leitlinien für innovative Produkte verstärkt. Der Crypto Council on Innovation (CCI) forderte die SEC kürzlich auf, Vorschriften zur Regulierung unkonventioneller börsengehandelter Fonds (ETFs) zu erlassen.

Darüber hinaus rief eine parteiübergreifende Gruppe ehemaliger Aufsichtsbeamte die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) auf, den Derivatemarkt angemessen zu regulieren, um diese Märkte in die USA zurückzuholen.

Die Abstimmung am 15. September ist der nächste konkrete Prüfstein: Sollte die Cloture erneut scheitern, dürfte sich die Aufmerksamkeit stärker auf diese Regelungsvorhaben auf Behördenebene als wichtigsten kurzfristigen Pfad der US-Kryptopolitik richten.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine rechtliche, finanzielle oder Anlageberatung dar.