NachrichtenKryptoCLARITY Act steht vor Senatsabstimmung in 16 Tagen – parteiübergreifende Unterstützung schwindet

CLARITY Act steht vor Senatsabstimmung in 16 Tagen – parteiübergreifende Unterstützung schwindet

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der CLARITY Act (H.R. 3633) hat das Repräsentantenhaus passiert und den Ausschuss für Bankwesen des Senats durchlaufen; eine entscheidende Abstimmung im Senat ist in 16 Tagen angesetzt.
  • Das Gesetz würde digitale Vermögenswerte als Waren weitgehend unter die Aufsicht der CFTC stellen, während als Wertpapiere eingestufte Vermögenswerte bei der SEC verblieben.
  • Die Preisgestaltung auf Prognosemärkten impliziert derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von 13,5 %, dass der CLARITY Act bis Ende 2026 in Kraft tritt.
  • Berichte deuten darauf hin, dass die parteiübergreifende Unterstützung für den Entwurf geschwächt ist, was seine Chancen auf Verabschiedung beeinträchtigen könnte.
  • Aufsichtsbehörden wie SEC und CFTC entwickeln unabhängig vom Kongress Regeln für digitale Vermögenswerte, die die Marktstruktur unabhängig vom Schicksal des Gesetzes prägen könnten.
CLARITY Act steht vor Senatsabstimmung in 16 Tagen – parteiübergreifende Unterstützung schwindet

Der U.S. Digital Asset Market Clarity Act, bekannt als CLARITY Act (H.R. 3633), nähert sich einer entscheidenden Abstimmung im Senat, die in 16 Tagen angesetzt ist, und Anzeichen schwindender parteiübergreifender Unterstützung lenken erhebliche Aufmerksamkeit auf die Aussichten des Gesetzentwurfs.

Die Gesetzgebung hat bereits das Repräsentantenhaus passiert und den Ausschuss für Bankwesen des Senats durchlaufen. Ihr Kernziel ist es, eine klare Grenze zwischen den Zuständigkeiten der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) bei digitalen Vermögenswerten zu ziehen – eine Aufteilung der Befugnisse, die die Kryptobranche seit Langem vom Kongress fordert. Die Unklarheit, die das Gesetz adressiert, besteht seit Jahren: Ohne gesetzlichen Rahmen wurde die Einordnung digitaler Vermögenswerte häufig von Fall zu Fall anhand Jahrzehnte alter Wertpapierrechts-Tests und Durchsetzungsmaßnahmen beurteilt, was Börsen und Token-Emittenten ohne verbindlichen Weg zur Compliance ließ. Nach dem Rahmen des Gesetzentwurfs würden digitale Vermögenswerte als Waren weitgehend unter die Aufsicht der CFTC fallen, während als Wertpapiere eingestufte Vermögenswerte bei der SEC verblieben.

Trotz dieses legislativen Fortschritts bleibt das Schicksal des Gesetzes ungewiss. Die Aufsichtsbehörden haben unabhängig von den Kongressmaßnahmen weiterhin eigene Rahmenwerke entwickelt – ein Zeichen dafür, dass die Regulierungsbehörden sich auf die anhaltende gesetzgeberische Unsicherheit einstellen, anstatt auf gesetzliche Vorgaben zu warten.

Marktsignale deuten auf schwindende Unterstützung hin

Die aktuelle Marktpreisgestaltung deutet darauf hin, dass das Vertrauen in die Verabschiedung des Gesetzes sinkt. Die aktuellen Preise auf Prognosemärkten spiegeln eine Wahrscheinlichkeit von 13,5 % wider, dass der CLARITY Act bis Ende 2026 in Kraft tritt – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Niveaus. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten, wonach die parteiübergreifende Unterstützung für den Entwurf geschwächt ist, was seine Chancen, das Schreibtisch des Präsidenten zu erreichen, erheblich beeinträchtigen könnte. Die Verabschiedung eines Marktstrukturgesetzes hätte praktische Auswirkungen darauf, wie Handelsplattformen sich registrieren, welche Regulierungsbehörde sie prüft und welche Offenlegungspflichten für Token-Angebote gelten – Fragen, die derzeit stark vom Ermessen der Behörden abhängen.

Worauf zu achten ist

Die bevorstehende Abstimmung im Senat wird ein entscheidender Indikator für die Zukunft des Gesetzes sein, wobei besonderes Augenmerk auf den Positionen wichtiger politischer Akteure wie des Mehrheitsführers im Senat, Chuck Schumer, und des Senators Tim Scott liegt, des ranghöchsten Minderheitsmitglieds mit Bezug zur Zuständigkeit des Bankausschusses. Beobachter sollten außerdem alle Erklärungen und Schritte des Weißen Hauses verfolgen, insbesondere von Präsident Trump und seinen Beratern, die den Gesetzgebungsprozess in beide Richtungen beeinflussen könnten. Auch die Terminplanung im Senat, einschließlich begrenzter Plenarzeit und möglicher Verhandlungen über Änderungsanträge, ist relevant dafür, ob die Abstimmung wie geplant stattfindet.

Die sich weiterentwickelnde Regulierungslandschaft könnte zusätzliche Einblicke in den breiteren Verlauf der US-Kryptopolitik geben. Da Behörden wie die SEC und die CFTC proaktive Schritte bei Regeln für digitale Vermögenswerte unternehmen, könnten ihre Maßnahmen die Marktstruktur prägen – unabhängig davon, ob der CLARITY Act letztlich Gesetz wird.