Analyst: CLARITY-Gesetz verpasst womöglich das Senatsfenster, Druck auf XRP, XLM und HBAR möglich
Wichtige Erkenntnisse
- •Levi Rietveld sagte, das CLARITY-Gesetz werde den Senat vor der Sommerpause wahrscheinlich nicht passieren und möglicherweise auch 2026 nicht.
- •Er sagte, die Vorlage brauche 60 Stimmen und die republikanische Unterstützung allein reiche ohne demokratische Stimmen nicht aus.
- •Er warnte, dass eine mögliche Zinserhöhung der Federal Reserve XRP, XLM und HBAR kurzfristig unter Druck setzen könnte.
- •Er verband geopolitische Unsicherheit rund um die Straße von Hormus und höhere Transportkosten mit Inflationsrisiken, die für Krypto-Händler relevant sind.
- •Er sagte, dass die institutionelle Krypto-Adoption auch ohne ein verabschiedetes CLARITY-Gesetz weitergehen könne.

Levi Rietveld hat argumentiert, dass das US-CLARITY-Gesetz den Senat vor der Sommerpause — oder sogar im Jahr 2026 — mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht passieren wird, und warnte zugleich, dass eine mögliche Zinserhöhung der Federal Reserve kurzfristigen Druck auf XRP, XLM und HBAR ausüben könnte.
Die zentrale Botschaft der YouTube-Folge war, dass Anleger kurzfristige regulatorische und makroökonomische Risiken von der längerfristigen institutionellen Adoptionsgeschichte für digitale Vermögenswerte trennen sollten.
Levi bezeichnete die aktuelle Lage als „nothing short of insanity“ und sagte, Behauptungen in sozialen Medien, das Gesetz werde sicher verabschiedet, seien irreführend.
Die Senatsarithmetik bleibt vor der Pause das Hauptproblem
Nach Angaben von Levi Rietveld hatte der Senat drei Tage Zeit, das CLARITY-Gesetz vor der Sommerpause zu verabschieden. Er sagte, die Vorlage benötige 60 Stimmen und behauptete, dass zwar 53 Republikaner sie unterstützen, aber genug demokratische Senatoren nicht bereit seien, sie mitzutragen.
Er stellte den Streit als grundsätzlichen Konflikt über die Rolle von Krypto im Finanzwesen dar. Seiner Ansicht nach bevorzugen Befürworter des Gesetzes Stablecoins, weniger restriktive Märkte und mehr Nutzerkontrolle, während Gegner strengere Aufsicht und digitale Zentralbankwährungen bevorzugen.
Diese Einordnungen wurden als Meinung des Kommentators dargestellt, nicht als Positionen bestimmter Abgeordneter.
Trotz seiner Skepsis hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten des Gesetzes hielt er daran fest, dass die Krypto-Branche nicht vollständig von der Gesetzgebung abhängt. „We do not need the Clarity Act to pass“, sagte er und argumentierte, dass regulatorische „rules of the road“ auch über andere Wege entstehen könnten.
Öl, Inflation und Zinserwartungen könnten Token belasten
Der Analyst verwies außerdem auf geopolitische Unsicherheit rund um die Straße von Hormus und zitierte Äußerungen, die US-Außenminister Marco Rubio zugeschrieben wurden, wonach noch keine endgültige Vereinbarung zur Wiederöffnung erreicht worden sei, obwohl Fortschritte erzielt worden seien. Er verband Störungsrisiken und höhere Transportkosten mit anhaltender Inflation.
Diese Einschätzung veranlasste ihn zu der Prognose, dass bei der nächsten Sitzung der Federal Reserve die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung hoch sei. Er sagte, die Marktwahrscheinlichkeit liege über 60 %, wobei im Video jedoch keine Quelle, keine Daten zu Zinsderivaten und kein Datum für diese Schätzung genannt wurden.
Für XRP, XLM und HBAR erwartet Levi, dass dieser makroökonomische Druck und ein festgefahrenes CLARITY-Gesetz eine möglicherweise „last final“ große Kaufgelegenheit schaffen könnten. Das ist eine persönliche Markteinschätzung und keine dokumentierte Kursprognose; im Video wurden weder Kurscharts noch konkrete Kursziele gezeigt.
Institutionelle Adoption bleibt die langfristige These
Levi Rietveld hob die Bemühungen großer Finanzinstitute hervor, Krypto-Angebote auszuweiten, und verwies dabei auf Berichte über BNY Mellons Pläne zu Krypto-Staking sowie auf breitere Aktivitäten von Vermögensverwaltern in diesem Sektor. Er argumentierte, dass die institutionelle Integration unabhängig davon fortgesetzt werden könne, ob der Kongress das CLARITY-Gesetz verabschiedet.
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