CLARITY Act: Chancen auf Verabschiedung sinken auf 27 %, da sich die Prioritäten des Senats verschieben
Wichtige Erkenntnisse
- •Prognosemärkte schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des CLARITY Act nun auf etwa 27 %, was einen erheblichen Rückgang gegenüber früheren Erwartungen widerspiegelt.
- •Der Gesetzentwurf würde die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen der CFTC, die digitale Rohstoffe regulieren würde, und der SEC aufteilen, die die Befugnis über als Anlageverträge eingestufte digitale Vermögenswerte behielte.
- •Der CLARITY Act hat das US-Repräsentantenhaus und den Bankenausschuss des Senats passiert, aber noch keine Abstimmung im Senatsplenum erhalten.
- •Der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, und der Mehrheitsführer des Senats, Chuck Schumer, sind maßgeblich daran beteiligt, ob und wann der Gesetzentwurf das Senatsplenum erreicht.
- •Sollte die Gesetzgebung vor dem Ende der aktuellen Sitzungsperiode nicht vorankommen, müsste sie im nächsten Kongress erneut eingebracht werden, was möglicherweise eine Neuverhandlung bestehender Kompromisse erfordert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act den Kongress passiert, ist deutlich gesunken. Laut aktuellen Berichten in sozialen Medien, die sich auf Daten von Prognosemärkten beziehen, liegen die marktimplizierten Quoten nun bei 27 %. Der Rückgang erfolgt zu einem Zeitpunkt, da der US-Senat seine Aufmerksamkeit auf andere gesetzgeberische Prioritäten richtet, was den parteiübergreifenden Gesetzentwurf für digitale Vermögenswerte trotz früherer Dynamik im legislativen Schwebezustand belässt.
Der Digital Asset Market Clarity Act of 2025, allgemein als CLARITY Act bezeichnet, zielt darauf ab, einen klaren regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen, indem die Aufsichtsverantwortlichkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aufgeteilt werden. Nach dem vorgeschlagenen Rahmen würde die CFTC für digitale Rohstoffe zuständig sein, während die SEC die Befugnis über digitale Vermögenswerte behielte, die als Anlageverträge eingestuft werden. Für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte, die bislang unter einem Flickenteppich aus Durchsetzungsmaßnahmen und behördlichen Leitlinien anstelle eines umfassenden Gesetzes agiert haben, stellt der Gesetzentwurf dar, was Branchenteilnehmer seit Jahren fordern: einen definierten Weg zur Compliance, der das Risiko rückwirkender regulatorischer Maßnahmen verringert.
Der Gesetzentwurf hat bereits mehrere wichtige gesetzgeberische Meilensteine passiert. Er verabschiedete das US-Repräsentantenhaus und erhielt in diesem Jahr die Zustimmung des Bankenausschusses des Senats. Er wurde jedoch noch nicht zur Abstimmung im Senatsplenum vorgelegt und steht weiterhin vor verfahrenstechnischen und politischen Hürden, bevor er als Gesetz verabschiedet werden kann.
Die aktuelle Ausrichtung des Senats auf andere Prioritäten hat zu einer Abwärtsrevision der erwarteten Verabschiedungschancen des Gesetzentwurfs beigetragen. Prognosemärkte, die die Stimmung bezüglich der Wahrscheinlichkeit politischer Ergebnisse aggregieren, preisen die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung nun auf etwa 27 % – ein Rückgang gegenüber früheren Werten. Da nur noch wenige Gesetzgebungstage bis zum Ende der Sitzungsperiode verbleiben, verengt sich das Zeitfenster für Plenarabstimmungen weiter, da konkurrierende Prioritäten wie die Regierungsfinanzierung und Haushaltsgesetze in den Abschlussmonaten den Zeitplan des Senats dominieren.
Zu den Schlüsselfiguren, deren Handlungen den Verlauf des Gesetzentwurfs beeinflussen könnten, gehören der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, und der Mehrheitsführer des Senats, Chuck Schumer, die zentrale Rollen bei der Entscheidung spielen würden, ob und wann die Gesetzgebung das Senatsplenum erreicht. Öffentliche Erklärungen oder politische Positionen von Präsident Donald Trump und seiner Regierung könnten ebenfalls eine Rolle für die Aussichten des Gesetzentwurfs spielen.
Das Stocken des Fortschritts beim CLARITY Act spiegelt die breitere Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft der US-Kryptowährungsregulierung wider, einem Bereich, in dem Marktteilnehmer seit langem mehr gesetzgeberische Klarheit fordern. Sollte der Gesetzentwurf in dieser Sitzungsperiode nicht vorankommen, müsste er wahrscheinlich im nächsten Kongress erneut eingebracht werden, was den Gesetzgebungsprozess zurücksetzen und möglicherweise eine Neuverhandlung der bereits zwischen den Verhandlungsführern von Repräsentantenhaus und Senat erzielten Kompromisse erfordern würde.