Hougan sagt, dass Krypto weiter wachsen kann, selbst wenn der Clarity Act diese Woche scheitert
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Clarity Act steht vor einem engen Zeitfenster im Senat, bevor die Sommerpause am 10. Aug. beginnt.
- •Matt Hougan sagte, der Kryptomarkt könne auch ohne den Gesetzentwurf weiter voranschreiten, da die SEC entsprechende Regeln erlassen könnte.
- •Hougan argumentierte, dass SEC-geführte Regulierung innovationsfreundlicher sein könnte, aber von künftigen Führungskräften leichter rückgängig gemacht werden kann.
- •Er verwies auf BlackRock, Nasdaq, JPMorgan und Visa als Beispiele für große Unternehmen mit bereits bestehender Beteiligung an blockchainbezogenen Produkten und Dienstleistungen.
- •Hougan sagte, eine Verzögerung könnte den Gesetzentwurf in den späteren Verlauf von 2026 verschieben, möglicherweise über ein breiteres Ausgabenpaket zum Jahresende.

Bitwise Chief Investment Officer Matt Hougan sagte, dass Krypto weiter voranschreiten wird, selbst wenn der Clarity Act diese Woche nicht verabschiedet wird. Der Gesetzentwurf steht vor einem engen Zeitfenster, bevor der US-Senat am 10. Aug. in seine Sommerpause geht, und der Zeitpunkt macht die Abstimmung zu einem Test dafür, ob die Abgeordneten Marktstrukturregeln vor der Sitzungsunterbrechung voranbringen können.
Die Abgeordneten sollen am 11. Sept. zurückkehren, sodass nur wenige Tage bleiben, um den Entwurf durch die Kammer zu bringen. Hougan sagte, die Branche könne auch dann noch regulatorische Klarheit durch die Securities and Exchange Commission erhalten, wenn der Kongress die Gesetzgebung nicht verabschiedet. Das ist wichtig, weil es in der Debatte nicht nur um einen einzelnen Gesetzentwurf geht, sondern darum, welche Institution den Rahmen für die Aufsicht über digitale Vermögenswerte setzt.
Clarity Act steht vor knapper Senatsfrist
Hougan schrieb in einem Blogbeitrag am Dienstag, dass Krypto ohne den Gesetzentwurf „einen Weg nach vorne finden“ werde. Er sagte, die SEC könne Regeln für dieselben Bereiche schaffen, die auch der Gesetzentwurf abdeckt.
SEC-Vorsitzender Paul Atkins hat erklärt, die Behörde könne Marktprobleme durch Regulierung angehen. Hougan sagte, er erwarte, dass solche Regeln innovationsfreundlicher seien als ein überparteiliches Gesetz des Kongresses.
Gleichzeitig warnte er, dass SEC-Regeln für eine künftige Regierung leichter zu ändern sein könnten. Ein späterer Vorsitzender könnte eine weniger unterstützende Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten einnehmen, weshalb der gesetzgeberische Weg selbst dann wichtig bleibt, wenn Regulierung kurzfristig die Lücke füllen kann.
Wall-Street-Adoption stützt das Krypto-Wachstum
Hougan sagte, Finanzunternehmen seien zu weit in Blockchain-Märkte vorgedrungen, als dass Regulierer alle Fortschritte zurückdrehen könnten. Er nannte BlackRock, Nasdaq, JPMorgan und Visa.
Nach Hougans Darstellung bieten oder unterstützen diese Firmen bereits Produkte, die mit digitalen Vermögenswerten, Zahlungen, Handel und Tokenisierung verbunden sind. Diese breite Beteiligung zeigt, warum sich die politische Debatte inzwischen über reine Krypto-Unternehmen hinaus auf die etablierte Finanzinfrastruktur erstreckt. Dieses Engagement gebe dem Sektor Zeit zu wachsen, bevor eine neue Regierung einen weiteren SEC-Vorsitzenden ernenne, sagte er.
Hougan schätzte, dass Krypto unter SEC-geführten Regeln zweieinhalb Jahre Zeit zum Wachsen haben könnte. Bis dahin, so sagte er, könnte der Markt zu fest etabliert sein, um ihn vollständig zurückzudrehen.
Gesetzentwurf könnte später im Jahr 2026 zurückkehren
Hougan sagte, der Clarity Act könnte in einen längeren Stillstand geraten, wenn er die Abstimmung in dieser Woche verpasst. Gesetzgeber könnten ihn im Herbst oder Winter erneut prüfen.
Er sagte außerdem, der Gesetzentwurf könnte in ein größeres Ausgabenpaket zum Jahresende aufgenommen werden, was die Abgeordneten dazu zwingen würde, über mehrere Maßnahmen gleichzeitig abzustimmen.
Hougan sagte, eine lange Verzögerung würde professionelle Investoren vorsichtig halten. Polymarket gibt dem Gesetzentwurf derzeit eine 23%ige Chance, vor Ende 2026 Gesetz zu werden.
Politische Streitpunkte bleiben ungelöst
Demokratische Abgeordnete äußern weiterhin Bedenken hinsichtlich der Krypto-Interessen von Präsident Donald Trump. Auch Senatoren und Regulierungsbehörden der indigenen Glücksspielwirtschaft wollen Beschränkungen für Sportprognosemärkte.
Hougan sagte dennoch, der Kongress solle den Clarity Act verabschieden. Er erklärte, der Gesetzentwurf würde den Anlegerschutz, Ethikregeln und den Wettbewerb der USA im Onchain-Finanzwesen unterstützen.
Der Beitrag „Clarity Act Failure Will Not Stop Crypto Growth: Hougan“ erschien zuerst auf CoinCentral.