CLARITY Act-Aussichten sinken, da die Uhr im Senat vor der August-Pause abläuft
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Montagsplan des Senats enthielt nur ein Ausgabengesetz, aber keine Zeit für den CLARITY Act.
- •Wenn am 5. August Cloture eingereicht wird, könnte die früheste Verfahrensabstimmung am 7. August stattfinden; selbst bei 60 Stimmen könnten vor der August-Pause bis zu 30 Stunden Debatte folgen.
- •Die Wahrscheinlichkeiten am Prognosemarkt für eine Verabschiedung des Gesetzes sind auf 33% gefallen, nahe einem Jahrestief, während die Frustration in der Krypto-Branche über die Verzögerung wächst.
- •Die Abgeordneten haben nicht bestätigt, welche Fassung des Gesetzentwurfs vorankommen soll; weiterhin ungelöst sind Streitpunkte über Ethikregeln, DeFi-Bestimmungen, Stablecoin-Renditen und Marktaufsicht.
- •Bernstein-Analysten weisen darauf hin, dass SEC und CFTC bei einem Stillstand des CLARITY Act ihre Regelsetzung über einen Notfallplan namens Project Crypto beschleunigen könnten, der Token-Klassifizierung, DeFi, Selbstverwahrung und Innovation-Ausnahmen umfasst.

Der CLARITY Act fehlt weiterhin auf dem Sitzungsplan des Senats, sodass den Abgeordneten nur noch ein enger Zeitrahmen bleibt, um das Gesetz zur Marktstruktur des Kryptomarkts vor Beginn der August-Pause am 10. August voranzubringen.
CLARITY Act fehlt auf dem Sitzungsplan des Senats
Der Montagsplan des Senats sah Maßnahmen zu einem Ausgabengesetz vor, aber keine Sitzungszeit für den CLARITY Act. Das Fehlen löste neue Fragen darüber aus, ob die Senatsführung das Gesetz vor dem Abgang der Abgeordneten aus Washington noch voranbringen kann.
Für den Gesetzentwurf ist vor Beginn der Debatte noch ein verfahrenstechnischer Schritt erforderlich. Wenn die Führung bis Mittwoch, den 5. August, mit der Cloture-Einreichung wartet, könnte die früheste Verfahrensabstimmung am Freitag, den 7. August, stattfinden. Diese Abstimmung würde das Gesetz nicht verabschieden — sie würde lediglich entscheiden, ob der Senat die Beratung des Vorhabens aufnimmt.
Selbst wenn der Antrag die erforderlichen 60 Stimmen erhält, könnten die Senatoren dennoch bis zu 30 Stunden debattieren. Dieser Zeitplan lässt bis zum Beginn der August-Pause am 10. August nur sehr wenig Spielraum.
Die Senatsführung könnte das Verfahren durch einstimmige Zustimmung oder eine andere verfahrensrechtliche Vereinbarung verkürzen. Ein solcher Schritt würde breite Zusammenarbeit und keine wesentlichen Einwände von Senatoren erfordern.
Der Druck aus der Branche wächst, während die Chancen sinken
Vertreter der Krypto-Branche zeigen sich zunehmend frustriert, da der Gesetzentwurf nicht im öffentlichen Sitzungsplan auftaucht. Anthony Scaramucci sagte, die Verzögerung werfe Fragen zur politischen Strategie vor den Wahlen auf.
Er sagte:
„So it now feels like the Republicans don’t want the CLARITY Act to pass so that they can blame the Democrats for not passing it and then seek donations from the crypto industry in the Fall.“
„So it now feels like the Republicans don’t want the CLARITY Act to pass so that they can blame the Democrats for not passing it and then seek donations from the crypto industry in the Fall.“
Scaramucci fügte hinzu: „Put this Bill on the floor.“ Seine Aussagen spiegelten die breitere Sorge von Marktteilnehmern wider, die den engen Senatskalender beobachten.
Auch die Wahrscheinlichkeiten am Prognosemarkt sind gesunken. Ein Händler merkte an, dass die Chancen für den CLARITY Act auf 33% gefallen seien, nahe einem Jahrestief, da die August-Pause näher rückt.
Der Weg des Gesetzes bleibt unklar, weil die Senatoren nicht bestätigt haben, welche Fassung vorangetrieben werden soll. Die Abgeordneten könnten die vom Repräsentantenhaus verabschiedete H.R. 3633 oder den überarbeiteten Senatstext verwenden, der von Sen. Cynthia Lummis unterstützt wird.
Der ungeklärte Verfahrensweg erhöht den Druck auf einen ohnehin engen Zeitplan. Die Abgeordneten müssen weiterhin Streitfragen zu Ethikregeln, DeFi, Stablecoin-Renditen und Marktaufsicht klären.
SEC- und CFTC-Regelsetzung könnte sich beschleunigen
Bernstein-Analysten sagten, schwächere Aussichten für den CLARITY Act 2026 könnten die Krypto-Regelsetzung durch Bundesbehörden beschleunigen. Das Unternehmen erwartet, dass die Aufsichtsbehörden aggressiver vorgehen, falls der Kongress den Gesetzentwurf nicht verabschiedet.
Die Securities and Exchange Commission und die Commodity Futures Trading Commission könnten dann auf einen Notfallplan namens Project Crypto zurückgreifen. Dieser Ansatz würde Regeln durch Behördenhandeln statt durch ein Gesetz liefern.
Project Crypto könnte die Einstufung von Token, dezentrale Finanzierung, Selbstverwahrung und Ausnahmeregeln für Innovationen abdecken. Die Aufsichtsbehörden könnten außerdem Leitlinien zu Handelsplattformen und zum Marktverhalten bei digitalen Vermögenswerten veröffentlichen.
Behördliche Regelsetzung würde nicht dieselbe Rechtssicherheit wie ein Bundesgesetz mit sich bringen. Allerdings könnten die Aufsichtsbehörden schneller handeln als der Kongress, falls der Gesetzgebungsprozess erneut ins Stocken gerät.
Der CLARITY Act bleibt das wichtigste Gesetz zur Marktstruktur des Kryptomarkts im Senat. Befürworter sagen, das Gesetz würde den Aufsichtsbehörden klarere Rollen zuweisen und die Unsicherheit für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte verringern.
Der nächste entscheidende Moment ist, ob die Senatsführung bis Mittwoch Cloture einreicht. Ohne schnellere Schritte wird sich die Chance des Gesetzes, vor der Pause voranzukommen, weiter verringern.
Der Beitrag „CLARITY Act Odds Sink as Senate Clock Runs Out Before August Recess Deadline“ erschien zuerst auf CoinCentral .