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Citi startet Custody+-Suite und plant die Einführung der Digital-Asset-Verwahrung noch in diesem Jahr

Autor: CoinLineup·

Wichtige Erkenntnisse

  • Citi hat Custody+ gestartet, eine bereits verfügbare Suite von Near-Time- und Echtzeit-Verwahrungslösungen für traditionelle Assets.
  • Die Bank kündigte an, noch in diesem Jahr eine Bitcoin-Verwahrung für institutionelle Kunden anzubieten.
  • Verwahrung gilt als zentrale Voraussetzung für große Institutionen, bevor sie digitale Assets in großem Umfang halten können.
  • Citi verfügt bereits über digitale Asset-bezogene Infrastruktur, darunter Citi Token Services und Arbeiten an tokenisierten Fonds.
  • Die geplante Einführung steht noch aus, daher sind Details zu Umfang, Kundenzugang und Zeitplan noch zu bestätigen.
Citi startet Custody+-Suite und plant die Einführung der Digital-Asset-Verwahrung noch in diesem Jahr

Citi hat Custody+ gestartet, eine Suite von Near-Time- und Echtzeit-Verwahrungslösungen, und signalisiert, dass eine umfassendere Einführung der Verwahrung digitaler Assets noch in diesem Jahr geplant ist. Der Start positioniert die Bank – eine der größten Verwahrbanken der Welt mit Dutzenden Billionen US-Dollar an verwahrten und administrierten Vermögenswerten – dafür, ihre langjährig etablierte Verwahrungsfranchise in Richtung digitaler Assets auszubauen, während die institutionelle Nachfrage nach Abwicklung rund um die Uhr weiter wächst.

Was Citi mit Custody+ angekündigt hat

Laut der Ankündigung des Unternehmens hat Citi Custody+ als eine Suite von Near-Time- und Echtzeit-Verwahrungslösungen vorgestellt, die darauf ausgelegt sind, dem zu entsprechen, was die Bank als eine „Always-on“-Branche beschrieb. Der Start konzentriert sich auf traditionelle Verwahrungsinfrastruktur mit schnelleren und kontinuierlicheren Abläufen und nicht auf ein neues Digital-Asset-Produkt. Der Druck in Richtung schnellerer Verwahrung ist für die Marktinfrastruktur nichts Neues: US-Aktien sind im Mai 2024 zur T+1-Abwicklung übergegangen, und Märkte für digitale Assets werden rund um die Uhr gehandelt und abgewickelt – Serviceerwartungen, für die herkömmliche Verwahrungszyklen ursprünglich nicht ausgelegt waren.

Darüber hinaus plant Citi, noch in diesem Jahr eine Bitcoin-Verwahrung für institutionelle Kunden einzuführen, wie zuerst von CoinDesk berichtet. Diese Einführung im Bereich digitaler Assets ist ein eigenständiger, zukunftsgerichteter Schritt, der getrennt vom Custody+-Start zu sehen ist, der bereits live ist.

Citi hat Details zu Custody+ über seine offizielle Pressemitteilung veröffentlicht, während der Zeitpunkt für die Verwahrung digitaler Assets weiterhin als Plan und nicht als abgeschlossene Einführung dargestellt wird.

Warum die Verwahrung digitaler Assets für die institutionelle Adoption wichtig ist

Verwahrung ist ein Kernbestandteil der institutionellen Digital-Asset-Infrastruktur, denn große Anleger benötigen eine regulierte Partei zur Sicherung der Vermögenswerte, bevor sie in großem Umfang investieren. Das Engagement einer globalen Bank in diesem Bereich spiegelt dasselbe Thema institutioneller Bereitschaft wider, das bereits sichtbar wurde, als Citi zuvor Pläne für eine institutionelle Bitcoin-Verwahrung bis Jahresende umriss – eine Richtung, die die Bank in ihrer Digital-Assets-Strategie darlegt.

Mit dem Einstieg in die Bitcoin-Verwahrung würde Citi nicht bei null anfangen, sondern sich zu vergleichbaren Instituten gesellen. BNY Mellon, die größte Verwahrbank der USA, begann 2022, institutionellen Kunden die Verwahrung von Bitcoin und Ether anzubieten, und andere globale Banken haben ähnliche Dienste erprobt. Citi selbst betreibt bereits angrenzende Digital-Asset-Infrastruktur, darunter Citi Token Services für tokenisierte Einlagen sowie seine Tätigkeit als Transferagent bei tokenisierten Fonds, die gemeinsam mit Wellington Management und WisdomTree aufgelegt wurden.

Von Banken angebotene Verwahrungsdienste können das institutionelle Vertrauen und den operativen Zugang beeinflussen, indem digitale Assets in vertraute, regulierte Rahmen eingebettet werden. Die Entwicklung verläuft zudem parallel zu anderen Infrastrukturdebatten, mit denen Institutionen umgehen müssen, etwa den operativen Veränderungen rund um Stablecoin-Verwahrung und Abwicklungswege – ein Bereich, dem in den Vereinigten Staaten durch das 2025 verabschiedete Stablecoin-Gesetz GENIUS Act ein bundesweiter Rahmen gegeben wurde.

Dennoch belegt eine einzelne Ankündigung keine Adoptionsergebnisse. Citis Digital-Assets-Strategie beschreibt eine Absicht und keinen Nachweis für die Marktaufnahme, und die Bedeutung des Schritts ist als richtungsweisend und nicht als entscheidend zu lesen.

Worauf vor der geplanten Einführung zu achten ist

Die Lücke zwischen einem angekündigten Plan und einer abgeschlossenen Einführung ist der zentrale Vorbehalt. Citi hat seine Verwahrung digitaler Assets als für später in diesem Jahr geplant beschrieben, was bedeutet, dass die Umsetzungsdetails noch ausstehen.

Leser, die die Einführung verfolgen, werden Klarheit zu Umfang, Kundenfokus und Zeitplanaktualisierungen erwarten: welche institutionellen Segmente zuerst Zugang erhalten, welche Assets über Bitcoin hinaus unterstützt werden und ob der genannte Zeitplan hält. Diese Umsetzungspunkte werden letztlich mehr Gewicht haben als die ursprüngliche Ankündigung selbst.

Der Schritt steht zudem im Kontext eines breiteren regulatorischen Umfelds, das den institutionellen Krypto-Zugang prägt, darunter Vorschläge wie das Reg-Crypto-Rahmenwerk der SEC mit gestaffelten Ausnahmen sowie die Bestätigung der Bankenaufsicht aus dem Jahr 2025, dass nationale Banken Krypto-Verwahrungsdienste anbieten dürfen. Vorerst ist Custody+ live, und der Plan zur Verwahrung digitaler Assets bleibt eine Entwicklung, die in der Krypto-Finanzinfrastruktur zu beobachten ist.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und Digital-Asset-Märkte bergen erhebliche Risiken. Treffen Sie Entscheidungen immer erst nach eigener Recherche.