Chainalysis schätzt 457 Milliarden US-Dollar an weltweiter steuerpflichtiger Krypto-Aktivität für 2025 – 86 % außerhalb von CARF
Wichtige Erkenntnisse
- •Chainalysis prognostiziert für 2025 weltweit 457 Milliarden US-Dollar an potenziell steuerpflichtiger Krypto-Aktivität, wobei die Vereinigten Staaten mit 112,6 Milliarden US-Dollar alle Länder anführen.
- •Da Trades zwischen Nutzern derselben Handelsplattform nicht berücksichtigt werden, stellt die Zahl von 457 Milliarden US-Dollar eine Untergrenzen-Schätzung dar.
- •Das Crypto-Asset Reporting Framework der OECD, das seit dem 1. Januar 2026 in 48 Rechtsräumen gilt, wird voraussichtlich nur rund 14 % der steuerpflichtigen On-Chain-Transaktionen abdecken.
- •Die übrigen 86 % der steuerpflichtigen Aktivität laufen über dezentrale Börsen, Peer-to-Peer-Käufe, Self-Custody-Wallets und Stablecoin-Zahlungen, bei denen kein Vermittler Daten erhebt.
- •Nordamerika und Europa führen die regionalen Gesamtwerte mit 134,6 bzw. 125,1 Milliarden US-Dollar an; Deutschland, China und das Vereinigte Königreich liegen direkt hinter den Vereinigten Staaten.

Chainalysis hat der Krypto-Besteuerung eine neue Perspektive hinzugefügt und prognostiziert, dass die steuerpflichtige Krypto-Aktivität bis 2025 weltweit 457 Milliarden US-Dollar betragen wird. Auf die Vereinigten Staaten entfallen davon 112,6 Milliarden US-Dollar. Die Transparenzregeln der OECD werden jedoch nur einen kleinen Teil dieser Aktivität sichtbar machen, was die Lücke zwischen der On-Chain-Aktivität und dem, was Steuerbehörden über die Vermittlerberichterstattung erkennen können, verdeutlicht. Die Prognose wurde heute in einem Chainalysis-Bericht veröffentlicht.
Die Baseline von 457 Milliarden US-Dollar
Die Schätzung umfasst realisierte Gewinne, Einnahmen aus Mining, Staking, Lending und Glücksspiel sowie Krypto-Zahlungen über sechs Blockchains: Bitcoin, Ethereum, Solana, Tron, BNB Chain und Base.
Der interne Handel zwischen Nutzern von Handelsplattformen wird nicht mitgezählt, wodurch die Zahl eine Untergrenzen-Schätzung darstellt. Regional führt Nordamerika mit 134,6 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Europa mit 125,1 Milliarden US-Dollar. Deutschland, China und das Vereinigte Königreich liegen im Länderranking direkt hinter den Vereinigten Staaten.
CARF ist begrenzt, weil es nur 14 % erfasst
Das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF), das von der OECD geschaffen wurde, ist seit dem 1. Januar 2026 in 48 Rechtsräumen aktiv. Ein großer Teil des Marktes funktioniert jedoch ohne Vermittler, der Wohnsitzinformationen erheben oder nachverfolgen könnte, wie viel jemand für einen Token bezahlt hat.
The taxman is staring at a $457B crypto pile. Chainalysis says that's the lower bound for potentially taxable on-chain activity in 2025. CARF only covers about 14% of it though, so DeFi and P2P are still mostly in the dark. US led the list at $112B. pic.twitter.com/KFFpzr02Dx
— Jessica Gonzales (@lil_disruptor), August 27, 2026
Laut Chainalysis erfasst das System nur 14 % der steuerpflichtigen On-Chain-Transaktionen, während die übrigen 86 % auf dezentrale Plattformen ohne Beteiligung Dritter entfallen – einschließlich dezentraler Börsen, Peer-to-Peer-Käufen, Self-Custody-Wallets und Stablecoin-Zahlungen.
Jenseits der Vermittlerberichterstattung
Aus Sicht von Börsen, Verwahrern und Regulierern zeigt diese Diskrepanz, dass ein Verlassen auf die Vermittlerberichterstattung nicht immer tragfähig ist – insbesondere wenn ein großer Teil der Aktivität über Infrastrukturen läuft, die von Natur aus keine Wohnsitz- oder Anschaffungskostendaten erzeugen. Bei Investoren liegt die Last, Gewinne aus DeFi- und Peer-to-Peer-Aktivitäten selbst zu melden, während Institutionen Analysen durchführen müssen, um steuerpflichtige Ereignisse zu identifizieren.
Das IRS-Formular 1099-DA und das in Kürze in Kraft tretende Regime Südkoreas werden CARF ergänzen, doch die Regierungen müssen die von ihren Anbietern erhaltenen Berichte weiterhin mit einem Verständnis der zugrunde liegenden Aktivität kombinieren, um ein genaues Bild zu erhalten.