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CFTC beantragt Abweisung der CME-Klage zu Krypto-Perpetual-Futures

Autor: Hokanews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die CFTC hat einen Antrag auf Abweisung der Klage der CME Group eingereicht, mit der die Entscheidung der Behörde angefochten wird, Krypto-Perpetual-Kontrakte als Futures listen zu lassen.
  • Die CFTC argumentiert, dass der CME die Klagebefugnis fehlt, da dasselbe Rahmenwerk der CME ermöglicht, vergleichbare Perpetual-Futures selbst zu listen.
  • Die CME reichte am 18. Juni Klage ein mit der Auffassung, dass Perpetual-Kontrakte nach dem Dodd-Frank-Gesetz als Swaps statt als Futures reguliert werden sollten.
  • Der Streit entstand durch die Entscheidung der CFTC vom 29. Mai, die KalshiEX die Listung eines Bitcoin-Perpetual-Kontrakts als Futures-Produkt erlaubte.
  • Die Gerichtsentscheidung könnte beeinflussen, wie regulierte US-Börsen sich im Markt für Krypto-Perpetual-Derivate positionieren und konkurrieren.
CFTC beantragt Abweisung der CME-Klage zu Krypto-Perpetual-Futures

Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat ein Bundesgericht gebeten, die Klage der CME Group abzuweisen, mit der die Entscheidung der Behörde angefochten wird, Kryptowährungs-Perpetual-Kontrakte als Futures listen zu lassen – dies nach Angaben von Wu Blockchain (X-Post).

In ihrem Antrag argumentiert die CFTC, dass der CME die Klagebefugnis für die geltend gemachte Wettbewerbsschädigung fehlt, da dasselbe regulatorische Rahmenwerk, das konkurrierenden Handelsplattformen das Angebot von Krypto-Perpetual-Futures erlaubt, auch der CME – dem größten Derivatemarktplatz der Welt – ermöglicht, vergleichbare Produkte selbst zu listen. Die Behörde führt daher an, dass mindestens ein Teil des von der CME behaupteten Wettbewerbsnachteils auf die eigene Entscheidung der Börse zurückgeht, solche Kontrakte nicht anzubieten.

CFTC verteidigt regulatorische Behandlung von Krypto-Perpetual-Futures

Der Streit geht auf die Entscheidung der CFTC vom 29. Mai zurück, der KalshiEX die Listung eines Bitcoin-Perpetual-Kontrakts als Futures-Produkt zu erlauben. Die Behörde gab anschließend eine Policy-Erklärung heraus, die ihren Ansatz zu Perpetual-Kontrakten erläuterte, und erklärte, dass Kontrakte, die auf Anlageklassen außerhalb des Geltungsbereichs ihrer ursprünglichen Anordnung verweisen, in der Regel eine einzelfallbezogene Prüfung nach Regulation 40.3 erfordern würden.

Die CME reichte ihre Klage am 18. Juni ein und argumentierte, dass Perpetual-Kontrakte stattdessen als Swaps im Rahmen des Dodd-Frank-Gesetzes behandelt werden sollten. Die CME kritisierte zudem das Verfahren der CFTC sowie die Entscheidung der Behörde, konkurrierenden Plattformen das Angebot dieser Produkte als Futures zu gestatten. Die Einordnung als Future oder Swap ist relevant, da die beiden Kategorien nach Dodd-Frank unterschiedliche regulatorische Anforderungen mit sich bringen, die beeinflussen, wie und wo solche Produkte angeboten werden können und wer mit ihnen handeln darf.

In ihrem jüngsten Antrag bezieht die CFTC eine engere Position zur behaupteten Wettbewerbsschädigung. Selbst wenn das Gericht feststellen sollte, dass Krypto-Perpetual-Kontrakte als Swaps statt als Futures einzuordnen sind, argumentiert die Behörde, dass konkurrierende Plattformen weiterhin potenziell ähnliche Produkte anbieten könnten. In diesem Szenario würde die von der CME beanspruchte Wettbewerbsbeeinträchtigung nicht zwangsläufig entfallen.

Gerichtsverfahren könnte den US-Krypto-Derivatemarkt prägen

Der Fall fällt in eine Zeit, in der US-Aufsichtsbehörden daran arbeiten, ein klareres Rahmenwerk für Perpetual-artige Derivate auf digitalen Vermögenswerten zu schaffen. Im Juni gewährte die CFTC eine No-Action-Relief-Erleichterung, die es Designated Contract Markets erlaubt, bestimmte bestehende Perpetual-artige Digital-Commodity-Futures unter Kunden- und Verfahrensauflagen in echte Perpetual-Futures umzuwandeln.

Perpetual-Futures, die kein Verfallsdatum haben und über Funding-Rate-Mechanismen den zugrunde liegenden Preisen folgen, gehören seit langem zu den meistgehandelten Krypto-Derivaten auf Offshore-Plattformen; ihre begrenzte Verfügbarkeit an regulierten US-Börsen war in der Branche ein Punkt wettbewerbsbedingter Spannungen.

Der Ausgang der Klage der CME könnte daher Auswirkungen über die beteiligten Parteien hinaus haben. Eine gerichtliche Entscheidung über die Befugnisse der CFTC und die Klassifizierung von Krypto-Perpetuals könnte beeinflussen, wie regulierte US-Börsen sich in diesem sich rasch entwickelnden Derivatemarkt positionieren und konkurrieren – und ob die Produkte weiter in CFTC-regulierte Handelsplätze verlagert werden.

Der nächste unmittelbare Schritt ist die Prüfung des Abweisungsantrags der CFTC durch das Bundesgericht, die darüber entscheidet, ob die Klage der CME in die nächste Phase geht.