NachrichtenKryptoCFTC-Chef: Behörde könnte bei Krypto-Regeln handeln, falls das Clarity Act stockt

CFTC-Chef: Behörde könnte bei Krypto-Regeln handeln, falls das Clarity Act stockt

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • Michael Selig erklärte, dass die CFTC mit ihren derzeitigen Befugnissen einen regulatorischen Rahmen für Krypto schaffen könnte, falls das Clarity Act weiterhin verzögert wird.
  • Das Clarity Act passierte im Juli 2025 das US-Repräsentantenhaus, ist jedoch im Senat aufgrund der Opposition der Demokraten blockiert.
  • Das Gesetz würde die primäre Aufsicht über digitale Rohstoffe auf die CFTC übertragen.
  • Nach geltendem Recht beaufsichtigt die CFTC die Krypto-Derivatemärkte, hat jedoch nur begrenzte Befugnisse über den Krypto-Spothandel.
  • Die Behörde ist zuvor bereits gegen Krypto-Plattformen vorgegangen, darunter ihr Verfahren gegen Binance im Jahr 2023.
CFTC-Chef: Behörde könnte bei Krypto-Regeln handeln, falls das Clarity Act stockt

Michael Selig, Vorsitzender der US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC), erklärte, dass die Behörde plane, ihre bestehenden Befugnisse zu nutzen, um einen regulatorischen Rahmen für die Kryptomärkte zu schaffen, falls das Clarity Act aufgrund der Opposition der Demokraten weiterhin verzögert wird.

Seligs Äußerungen zeigen, dass die CFTC bereit ist, in Fragen der Marktstruktur für digitale Vermögenswerte unabhängig voranzugehen, falls der Kongress das Gesetzgebungsvorhaben nicht voranbringt. Das Clarity Act ist ein bedeutender Gesetzentwurf, der die primäre Aufsicht über digitale Rohstoffe auf die CFTC übertragen würde, doch wurde er bisher nicht verabschiedet. Das Gesetz passierte im Juli 2025 mit parteiübergreifender Unterstützung das US-Repräsentantenhaus, ist seither jedoch im Senat blockiert, wo die Opposition der Demokraten das zentrale Hindernis darstellt.

Der Umfang der bestehenden Befugnisse der Behörde ist entscheidend dafür, was ein von der CFTC geführter Rahmen abdecken könnte. Nach dem Commodity Exchange Act reguliert die CFTC unmittelbar die Derivatemärkte, einschließlich der an regulierten US-Börsen notierten Bitcoin- und Ether-Futures, während ihre Befugnisse über Krypto-Spotmärkte im Wesentlichen auf die Bekämpfung von Betrug und Manipulation beschränkt sind. Diese Aufteilung hat dazu geführt, dass der Krypto-Spothandel außerhalb eines umfassenden bundesweiten Marktstruktur-Regimes bleibt, wobei viele US-Plattformen unter einem Flickenteppich aus Lizenzen einzelner Bundesstaaten operieren – eine Lücke, die das Clarity Act schließen soll, indem es die Spot-Aufsicht über digitale Rohstoffe der CFTC überträgt. Branchenverbände argumentieren seit langem, dass die ungeklärte Aufteilung zwischen der CFTC und der Securities and Exchange Commission darüber, welche Vermögenswerte unter welche Aufsichtsbehörde fallen, für Unternehmen auf dem US-Markt Unsicherheit geschaffen hat.

Die Äußerungen des Vorsitzenden deuten auf eine proaktive Haltung der CFTC hin, während die Gesetzgeber nach wie vor Hürden bei der Verabschiedung des Gesetzes bewältigen müssen. Sie spiegeln zudem die Auffassung der Behörde wider, dass regulatorische Fortschritte nicht zwangsläufig den Abschluss des Gesetzgebungsprozesses abwarten müssen. Die CFTC hat ihre derzeitigen Befugnisse bereits früher gegenüber Krypto-Plattformen angewandt, darunter ihr Verfahren gegen Binance aus dem Jahr 2023 wegen Verstößen im Zusammenhang mit Derivaten, ebenso wie ihre Registrierung und Aufsicht der Krypto-Futuresmärkte, auf denen seit 2017 Produkte an US-Börsen notiert sind.

Wichtige Erkenntnisse

Selig erklärte, dass die CFTC bereit ist, mithilfe ihrer bestehenden Befugnisse einen regulatorischen Krypto-Rahmen zu schaffen, falls das Clarity Act weiterhin blockiert bleibt.

Das Clarity Act würde der CFTC die primäre Aufsicht über digitale Rohstoffe übertragen, ist jedoch bisher nicht in Kraft getreten.

Die Marktaktivität im Zusammenhang mit dem Bitcoin-Preis deutet offenbar darauf hin, dass Marktteilnehmer regulatorische Klarheit als positiven Faktor ansehen.

Worauf zu achten ist

Beobachter sollten die Entwicklungen rund um das Clarity Act sowie sämtliche Maßnahmen der CFTC zur Umsetzung von Regeln für die Kryptomärkte verfolgen. Relevante Signale könnten öffentliche Äußerungen von CFTC-Vertretern oder Veränderungen in der Unterstützung des Gesetzes durch den Kongress umfassen.

Jede offizielle Ankündigung zu einem regulatorischen Rahmen könnte zudem die Preiserwartungen für Bitcoin beeinflussen, wobei klarere Regeln potenziell ein unterstützenderes Umfeld für digitale Vermögenswerte schaffen könnten, sofern sie erreicht werden.

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