Cardone Capital kauft 1.200 weitere Bitcoin – Grant Cardone setzt weiter auf Immobilien und Krypto
Wichtige Erkenntnisse
- •Cardone Capital hat zusätzlich 1.200 Bitcoin erworben, wodurch die gemeldeten Bestände auf über 4.000 BTC steigen.
- •Das Unternehmen finanziert wiederkehrende Bitcoin-Käufe mit den Cashflows aus Mehrfamilienimmobilien statt primär über Schulden oder neue Aktienemissionen.
- •Es ist geplant, rund 2.000 weitere Wohnungseinheiten hinzuzufügen; das langfristig angepeilte Ziel liegt bei 10.000 BTC.
- •Cardone Capital hat keine detaillierten Transaktionsunterlagen zu genaue Kaufpreis oder Zeitpunkt veröffentlicht; als privates Unternehmen meldet es seine Bestände selbst.
- •Eine schwache Immobilienperformance – abhängig von Auslastung, Zinssätzen und Betriebskosten – könnte das Tempo der Bitcoin-Akkumulation verlangsamen.

Cardone Capital hat zusätzlich 1.200 Bitcoin erworben, während Gründer Grant Cardone die Strategie des Unternehmens ausbaut, Mehrfamilienimmobilien mit Kryptowährungen zu kombinieren. Der Kauf fällt mit Plänen zusammen, rund 2.000 weitere Wohnungseinheiten hinzuzufügen, was Cardones Wette auf Mieterträge und Bitcoin als sich ergänzende Anlageklassen unterstreicht.
Cardone kündigte die neuesten Käufe in den sozialen Medien an und erklärte, dass das Unternehmen angesichts einer Verschiebung anderer Institutionen hin zu Rechenzentren weiter auf Mehrfamilienhaus-Bestände und Bitcoin setze. Diese Verschiebung spiegelt die wachsende institutionelle Nachfrage nach digitaler Infrastruktur wider, die Kapital von traditionellen Anlageklassen wie Mietwohnungen abgezogen hat. Anfang des Monats hatte Cardone Capital einen Bestand von mehr als 2.800 BTC gemeldet.
In Kombination mit dem zuvor gemeldeten Bestand würde der neueste Zukauf die Bitcoin-Bestände des Unternehmens auf über 4.000 BTC erhöhen. Das Unternehmen hat jedoch keine detaillierten Transaktionsunterlagen veröffentlicht, die den genauen Kaufpreis oder Zeitpunkt bestätigen. Diese Lücke ist relevant, da die Sorgfalt von Bitcoin-Bestandsmeldungen von Unternehmen stark variiert: Börsennotierte Firmen melden ihre Bestände in der Regel über regulatorische Offenlegungen, während private Sponsoren wie Cardone Capital ihre Bestände überwiegend selbst melden, sodass Anleger auf Unternehmensangaben statt auf geprüfte Unterlagen angewiesen sind.
Mieterträge treiben die Bitcoin-Strategie an
Cardone Capital hat ein Modell beworben, bei dem die von Wohnanlagen erwirtschafteten Geldmittel wiederkehrende Bitcoin-Käufe finanzieren. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen, BTC zu erwerben, ohne primär auf neue Aktienemissionen oder Schulden zurückzugreifen.
Die Strategie ähnelt dem Cost-Average-Effekt: Statt den Bitcoin-Preis vorherzusagen, wandelt das Unternehmen verfügbare Immobilien-Cashflows im Zeitverlauf in BTC um. Sie unterscheidet sich damit auch vom bekannteren Playbook für Unternehmens-Treasuries, bei dem Firmen wie MicroStrategy große Bitcoin-Käufe über Wandelanleihen und Aktienemissionen finanziert haben. Cardones Variante koppelt die Akkumulation stattdessen an operative Erträge aus physischen Vermögenswerten.
Die Anlagematerialien von Cardone Capital beschreiben die Struktur als Kombination aus ertragsbringenden Mehrfamilienimmobilien und Bitcoin-Exposure. Das Unternehmen hat zudem Fonds vermarktet, bei denen monatliche Mieterträge zusätzliche BTC-Käufe tragen.
Die Strategie bringt einen klaren Zielkonflikt mit sich. Mietimmobilien können laufende Erträge liefern, während Bitcoin erhebliches Aufwärtspotenzial bietet, das Portfolio aber auch starken Kursschwankungen aussetzt. Da die Mieterträge selbst von Auslastung, Zinssätzen und Betriebskosten abhängen, könnte eine schwache Immobilienperformance das Tempo der Bitcoin-Akkumulation verlangsamen.
Mehrfamilienimmobilien bleiben Kernstück
Der Schritt unterstreicht zudem Cardones anhaltenden Fokus auf Wohnimmobilien. Das Unternehmen positioniert Mehrfamilienhäuser als Quelle wiederkehrender Cashflows, die den langfristigen Plan zur Bitcoin-Akkumulation stützen kann.
Cardone hat bereits zuvor erklärt, dass das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände langfristig auf 10.000 BTC ausbauen möchte. Dieses Ziel würde umfangreiche zusätzliche Käufe sowie anhaltende Erträge aus dem Immobilienportfolio erfordern. Beim derzeit gemeldeten Tempo hinge seine Erreichung stark davon ab, wie schnell die geplanten zusätzlichen 2.000 Wohnungseinheiten in Betrieb gehen und Erträge erwirtschaften.
Vorerst stellt der Zukauf von 1.200 BTC eine der größten gemeldeten Erweiterungen der Krypto-Reserven des Unternehmens dar. Er verdeutlicht zudem Cardones breitere Anlagethese: realwirtschaftliche, Erträge erwirtschaftende Vermögenswerte nutzen, um Bitcoin über Marktzyklen hinweg zu akkumulieren, statt vollständig auf die Kapitalmärkte angewiesen zu sein.
Quelle: CryptoMeter