Capital B nimmt 21 Millionen Euro zur Erweiterung seiner Bitcoin-Treasury ein – Adam Back unter den strategischen Investoren
Wichtige Erkenntnisse
- •Capital B nahm 21 Millionen Euro ein, angekündigt am 28. August 2026, gezielt zur Erweiterung seiner Bitcoin-Treasury.
- •Zu den strategischen Investoren zählt Adam Back, Erfinder von Hashcash sowie Mitgründer und CEO von Blockstream.
- •Als an Euronext Paris notiertes Unternehmen ermöglicht Capital B Privatanlegern über gewöhnliche Brokerage-Konten Exposure zu einer Bitcoin-Treasury.
- •Die Corporate-Bitcoin-Treasury-Strategie folgt dem Vorbild von MicroStrategy, das ab 2020 Bargeld in Bitcoin umwandelte.
- •Das Halten von Bitcoin konzentriert die Exposure des Unternehmens in einem volatilen Asset und garantiert keine Kursgewinne.

Capital B, ein an Euronext Paris unter dem Ticker ALXP notiertes Unternehmen, hat 21 Millionen Euro zur Erweiterung seiner Bitcoin-Treasury aufgenommen und dabei globale institutionelle Investoren angezogen – darunter den Bitcoin-Pionier Adam Back.
Das Unternehmen kündigte die Kapitalerhöhung am 28. August 2026 an und bezeichnete sie als Finanzierungsrunde mit globalen institutionellen Investoren, zu deren strategischen Investoren Adam Back zählt – eine bekannte Figur der Bitcoin-Geschichte. Back ist der Erfinder von Hashcash, dem Proof-of-Work-Konzept, das im Gründungs-Whitepaper von Bitcoin zitiert wird, sowie Mitgründer und CEO des Bitcoin-Infrastrukturunternehmens Blockstream, was der Investition bei langjährigen Bitcoin-Beobachtern besonderes Gewicht verleiht.
Als an Euronext Paris notierte Firma ist Capital B ein börsennotiertes Unternehmen und kein privater Kryptofonds. Dieser Status ist relevant, denn er gibt Privatanlegern die Möglichkeit, über ein gewöhnliches Brokerage-Konto Exposure zu einer betrieblichen Bitcoin-Treasury zu erhalten, ohne das Asset selbst direkt zu halten.
Was eine Bitcoin-Treasury-Kapitalerhöhung bedeutet
Eine Bitcoin-Treasury bedeutet, dass ein Unternehmen Bitcoin als Reserve-Asset in seiner Bilanz hält. Anstatt sein gesamtes Bargeld in Euro zu halten, plant Capital B, einen Teil seines Wertes in Bitcoin zu halten.
Die Kapitalerhöhung über 21 Millionen Euro stellt frisches Kapital bereit, das genau für diesen Zweck vorgesehen ist: Von den Investoren fließt neues Geld herein, und das Management beabsichtigt, einen Teil davon in Bitcoin-Bestände umzuwandeln.
Das unterscheidet sich vom gewöhnlichen Krypto-Handel. Eine Treasury-Strategie zielt auf langfristige Ansammlung und Haltung ab, nicht auf das Kaufen und Verkaufen von Coins für kurzfristige Gewinne – mit dem Ziel, die Menge an Bitcoin, die das Unternehmen kontrolliert, im Laufe der Zeit zu vergrößern.
Diese Corporate-Treasury-Strategie wurde von MicroStrategy (heute Strategy) populär gemacht, das ab 2020 begann, sein Bilanz-Bargeld in Bitcoin umzuwandeln, und seitdem der größte Unternehmenshalter des Assets geworden ist. Auch andere Unternehmen haben ähnliche Wege eingeschlagen. Genius Group etwa kündigte an, nach dem Verkauf von Coins zur Schuldentilgung seine eigene Bitcoin-Treasury wieder aufzubauen.
Warum das für Bitcoin-Inhaber relevant ist
Wenn ein notiertes Unternehmen gezielt Geld aufnimmt, um mehr Bitcoin zu kaufen, signalisiert das unternehmerisches Vertrauen in Bitcoin als Wertspeicher. Die Beteiligung globaler institutioneller Investoren verstärkt diese Lesart.
Für jemanden, der eine kleine Menge Bitcoin hält, fügt sich ein solcher Schritt in einen breiteren Trend ein, wonach Unternehmen Bitcoin als Reserve-Asset behandeln. Dieselbe Logik steckt hinter dem Ausbau des Zugangs durch große Institutionen, etwa als BlackRock die Mindestsumme für die Überführung selbst verwahrten Bitcoins in seinen IBIT-Fonds senkte.
Dennoch ist eine Treasury-Erweiterung keine Garantie für Kursgewinne. Bitcoin bleibt volatil, und ein Unternehmen, das es hält, übernimmt dasselbe Kursrisiko. Unternehmensseitige Akkumulation kann die Nachfrage stützen, beseitigt aber nicht die Auf und Abs. Zudem konzentriert sie das Schicksal des Unternehmens in einem einzigen volatilen Asset, was Schwankungen des Aktienkurses verstärken kann.
Das praktische Fazit: Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass ein börsennotiertes Unternehmen auf Bitcoin in seiner Bilanz setzt. Es spiegelt wachsendes institutionelles Interesse wider, sagt aber nichts über die weitere Kursentwicklung aus. Wer der Geschichte folgt, sollte darauf achten, wie viel des aufgenommenen Kapitals laut den Veröffentlichungen von Capital B tatsächlich in Bitcoin umgewandelt wird und ob weitere Treasury-orientierte Kapitalerhöhungen folgen.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Krypto- und digitale Asset-Märkte bergen erhebliche Risiken. Treffen Sie Entscheidungen erst nach eigener Recherche.