Bybit stärkt seine Sicherheitsvorkehrungen gegen sich wandelnde Krypto-Bedrohungen und verhindert potenzielle Nutzerverluste in Höhe von 700 Millionen US-Dollar
Wichtige Erkenntnisse
- •Der Einbruch vom Februar 2025, bei dem rund 1,46 Milliarden US-Dollar über eine manipulierte Signaturschnittstelle aus Bybits Multisig-Cold-Wallet gestohlen wurden, bleibt der größte dokumentierte Kryptowährungsdiebstahl und wurde vom FBI öffentlich der Lazarus-Gruppe aus Nordkorea zugeschrieben.
- •Im ersten Halbjahr 2026 blockierte Bybit mehr als 30.000 verdächtige Auszahlungsanfragen und schützte damit fast 20.000 Nutzer vor potenziellen Verlusten von über 700 Millionen US-Dollar; 95 Prozent der Prüfungen wurden innerhalb von zehn Minuten abgeschlossen.
- •Bybit weitete die Überwachung auf 100 Prozent der geschäftsrelevanten On-Chain-Aktivität aus und bearbeitete im ersten Halbjahr 2026 zehn Sicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit gelisteten Token-Projekten, ohne dass der Plattform Verluste entstanden.
- •Die KI-gestützte Sicherheitsprüfung identifizierte hochkritische Schwachstellen drei- bis fünfmal so häufig wie manuelle Überprüfungen, und die Automatisierung verkürzte die Zeit vom Sicherheitsassessment bis zum Test von etwa zwei Wochen auf zwei Stunden.
- •Über technische Kontrollen hinaus hat Bybit rechtliche Schritte gegen Nordkorea und die Lazarus-Gruppe eingeleitet und arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden und Blockchain-Intelligence-Firmen zusammen, um gestohlene Vermögenswerte nachzuverfolgen und wiederzuerlangen.

DUBAI, VAE, 19. Aug. 2026 /PRNewswire/ — Bybit, die nach Handelsvolumen zweitgrößte Kryptobörse der Welt, hat ihre Sicherheitssysteme nach dem Diebstahl von rund 1,46 Milliarden US-Dollar an digitalen Vermögenswerten im Februar 2025 verstärkt und ausgebaut. Die Börse bewegt sich damit auf ein Modell zu, das Bedrohungen früher erkennen, schneller reagieren und sich kontinuierlich anpassen soll, während Angreifer neue Techniken einsetzen – darunter auch künstliche Intelligenz.
Dieser Diebstahl vom Februar 2025 bleibt der größte dokumentierte Kryptowährungsdiebstahl der Geschichte. Die Angreifer manipulierten die Signaturschnittstelle, die für Transaktionen aus Bybits Multisig-Cold-Wallet verwendet wurde – eine Speicherebene, die lange als eine der für Außenstehende am schwersten zugänglichen galt –, und das FBI führte den Vorfall öffentlich auf die Lazarus-Gruppe aus Nordkorea zurück. Der Verlust fiel zudem in eine breitere Welle von Vorfällen in der Branche: Blockchain-Analysefirmen verzeichneten allein im Jahr 2024 mehr als 2 Milliarden US-Dollar an durch Hacks gestohlenen Kryptovermögenswerten, deren Großteil Akteuren mit Verbindungen zu Nordkorea zugeschrieben wurde.
In ihrem Risiko- und Sicherheitsbericht für das erste Halbjahr 2026, der den Zeitraum vom 1. Januar bis 15. Juni abdeckt, beschreibt Bybit die Funktionsweise von drei Schutzebenen: Nutzer- und Kontosicherheit, Echtzeit-On-Chain-Überwachung sowie KI-gestützte Sicherheitsabläufe. Ziel sei es, so die Börse, nicht einfach, weitere Kontrollen hinzuzufügen, sondern ein Sicherheitssystem aufzubauen, das kontinuierlich aus neu entstehenden Bedrohungen lernen und die Zeitspanne zwischen Erkennung und Eingriff verkürzen kann.
„Das Wettrüsten in der Cybersicherheit ist in ein Zeitalter von Minuten eingetreten. Künstliche Intelligenz zur Stärkung unserer Sicherheits- und Risikokontrollfähigkeiten einzusetzen und zugleich die KI-Systeme selbst zu sichern, ist unsere oberste Priorität – wobei menschliches Urteilsvermögen im Mittelpunkt kritischer Sicherheitsentscheidungen bleibt“, sagte David Zong, Head of Group Risk Control and Security bei Bybit.
Von der Vorfallsreaktion zur durchgängigen Abwehr
Geübte Angreifer können Schwachstellen im Zusammenspiel von Technologie, menschlichem Verhalten und operativen Prozessen ausnutzen. Angesichts anhaltender Sicherheitsrisiken hat Bybit seine Sicherheitsarchitektur in den Bereichen Kontoschutz, On-Chain-Überwachung, Betrugserkennung, Sicherheitstests und Vorfallsreaktion kontinuierlich ausgebaut. Das Ergebnis sei, so die Börse, ein Wandel von der reaktiven Vorfallsreaktion hin zu einer durchgängigen Abwehr.
Im ersten Halbjahr 2026 fingen die Systeme von Bybit mehr als 30.000 verdächtige Auszahlungsanfragen ab und schützten damit fast 20.000 Nutzer vor potenziellen Verlusten von mehr als 700 Millionen US-Dollar. Die durchschnittliche Ersteinschätzung dauerte 4,7 Minuten; 95 Prozent der Prüfungen wurden innerhalb von 10 Minuten abgeschlossen.
Das Unternehmen identifizierte zudem rund 212 Millionen US-Dollar an potenziell betrugsbedingten On-Chain-Geldern und setzte mehr als 10.000 schadhafte Adressen auf eine Sperrliste. Mithilfe von On-Chain-Verhaltensanalyse und KI-gestützter Überwachung wurden neu auftretende Betrugsmuster erkannt.
Die Blockchain im Blick – ebenso wie die Plattform
Bybit hat die Überwachung auf 100 Prozent der geschäftsrelevanten On-Chain-Aktivität ausgeweitet, einschließlich gelisteter Token-Verträge, Ökosystem-Verträgen sowie der Cold, Warm und Hot Wallets des Unternehmens. Cold Wallets werden offline aufbewahrt und gelten allgemein als sicherste Ebene der Speicherung bei Börsen, während Hot Wallets mit dem Internet verbunden bleiben, um tägliche Auszahlungen zu ermöglichen.
Im ersten Halbjahr 2026 identifizierte und bearbeitete Bybit zehn Sicherheitsvorfälle im Zusammenhang mit gelisteten Token-Projekten, ohne dass der Plattform Verluste entstanden. In acht Fällen schloss Bybit die entsprechenden Notfallmaßnahmen früher ab als andere große Börsen, bei zwei Vorfällen wurden die Angriffe erkannt, bevor die betroffenen Projekte selbst die Angriffe identifiziert hatten.
KI verkürzt den Abwehrzyklus
Während Angreifer Automatisierung und KI nutzen, um Aufklärung und die Suche nach Sicherheitslücken zu beschleunigen, setzt Bybit KI in den Bereichen Sicherheitsabläufe, Code-Audits und Penetrationstests ein. Diese Sorge teilt die gesamte Branche: Sicherheitsteams bei Microsoft und OpenAI haben Forschungsarbeiten veröffentlicht, die belegen, dass staatlich unterstützte Bedrohungsgruppen mit generativer KI experimentieren, um Aufklärung, Schwachstellenforschung und Social Engineering zu beschleunigen.
Im ersten Halbjahr wurden mehr als 100.000 Sicherheitswarnungen mit KI-gestützter Analyse verarbeitet. Bybits KI-gestützte Sicherheitsaudits identifizierten hochkritische Schwachstellen drei- bis fünfmal so häufig wie manuelle Überprüfungen. Die Automatisierung verkürzte zudem die Zeit vom Sicherheitsassessment bis zum Test von rund zwei Wochen auf zwei Stunden, sodass die Börse potenzielle Schwachstellen deutlich schneller erkennen und untersuchen kann.
Die automatisierte Red-Team-Plattform des Unternehmens prüfte 1.489 öffentlich zugängliche Assets und identifizierte mehr als 100 hochkritische Schwachstellen. Die durchschnittliche Zeit von der Entdeckung eines Assets bis zum ersten Penetrationstest wurde auf unter 24 Stunden gesenkt – im Vergleich zu einem traditionellen manuellen Zyklus, der in Wochen gemessen wurde.
KI wird vor allem eingesetzt, um Reichweite und Geschwindigkeit von Erkennung und Tests zu erhöhen, während menschliche Sicherheitsspezialisten weiterhin für komplexe Bedrohungsentscheidungen verantwortlich bleiben. Die Kombination aus KI-gestütztem Umfang und menschlicher Aufsicht spiegelt die im Bericht beschriebene dreistufige Architektur wider.
Ein weltweiter Kampf, um Angreifer zur Rechenschaft zu ziehen
Bybits Antwort geht über technische Kontrollen hinaus. Die Börse hat mit Strafverfolgungsbehörden, Blockchain-Intelligence-Firmen und Branchenpartnern zusammengearbeitet, um gestohlene Vermögenswerte nachzuverfolgen und wiederzuerlangen, und sie hat rechtliche Schritte gegen Nordkorea und die Lazarus-Gruppe eingeleitet, mit dem Ziel der Rechenschaft und der Rückführung von Vermögenswerten, die mit dem Angriff in Zusammenhang stehen. Wie schwierig dieser Weg ist, zeigte sich nach dem Diebstahl im Jahr 2025: Öffentliche Blockchain-Nachverfolgungen ließen erkennen, wie die Erlöse über Mixer und Cross-Chain-Bridges verteilt wurden, und nur ein kleiner Teil der gestohlenen Gelder wurde in den Folgemonaten eingefroren.
Für Bybit besteht das übergeordnete Sicherheitsziel darin, Angriffe schwieriger durchführbar und weniger profitabel zu machen. Das bedeutet nicht nur, die Plattform selbst zu stärken, sondern auch die Koordination zwischen Börsen, Blockchain-Netzwerken, Ermittlern und Strafverfolgungsbehörden zu verbessern.
Sicherheit ist ein fortlaufender Prozess
Der Sicherheitsbericht für das erste Halbjahr 2026 ist ein Beleg für Bybits Transparenzversprechen und markiert ein Kapitel in der sicherheitsbezogenen Entwicklung der Börse. Da Angreifer neue Technologien und Methoden übernehmen – zunehmend unterstützt durch die wachsende Verbreitung von KI –, sind Bybits Abwehrsysteme laut eigener Angaben darauf ausgelegt, sich entsprechend weiterzuentwickeln. Für Leser liefern die Kernkennzahlen des Berichts – Prüfzeiten für Auszahlungen, abgefangene Beträge, Vorfallzahlen und Raten der Schwachstellenentdeckung – messbare Referenzwerte, an denen künftige Sicherheitsberichte gemessen werden können, während sich Angriffstechniken und Abwehrmaßnahmen gleichermaßen weiterentwickeln.
Die detaillierte Sicherheitsarchitektur, die Methoden und die zugehörigen Kennzahlen sind im Risiko- und Sicherheitsbericht für das erste Halbjahr 2026 verfügbar.
Haftungsausschluss: Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Zahlen auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 15. Juni 2026 und basieren auf den internen Sicherheits-, Risiko- und Engineering-Systemen von Bybit. Die Kennzahlen werden von Bybit selbst berichtet und sollen Transparenz über seine Sicherheitsabläufe schaffen. Sie sollten weder als Garantie für künftige Sicherheitsleistung noch als vergleichendes Ranking von Börsen interpretiert werden.
Über Bybit
Bybit ist The New Financial Platform. Auf der Überzeugung basierend, dass jeder Mensch Zugang zu jeder finanziellen Gelegenheit auf der Welt haben sollte, baut die Börse nach eigenen Angaben die erste intelligente Plattform, die jeden Menschen an jedem Ort mit der Welt der Finanzen verbindet. Von mehr als 80 Millionen Nutzern weltweit vertraut, vereint Bybit Investitionen, Handel, Zahlungen und Vermögensaufbau in einem einzigen sicheren und intelligenten Ökosystem. Durch die Kombination von KI-gestützter Technologie, tiefer globaler Liquidität, robuster Sicherheit und transparenten Abläufen möchte Bybit die globale Finanzwelt für alle zugänglicher, effizienter und bereichernder machen.
Für alle gebaut. Von Intelligenz angetrieben. Der Welt offen.
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