Philippinische Bank BPI plant Stablecoin-Zahlungspilotprojekt für grenzüberschreitende Überweisungen
Wichtige Erkenntnisse
- •BPI arbeitet mit dem globalen digitalen Clearinghaus Meridian zusammen, um ein Stablecoin-Abwicklungssystem zu entwickeln, das die Kosten und Bearbeitungszeiten eingehender grenzüberschreitender Zahlungen senken soll.
- •Stablecoins würden im Pilotprojekt als Brücken-Asset dienen, wobei die Gelder letztendlich in philippinische Pesos umgewandelt und direkt auf die BPI-Konten der Empfänger gutgeschrieben werden.
- •BPI plant eine breitere Einführung vor dem 49. ASEAN-Gipfel im November, was mit regionalen Bemühungen zur Stärkung der Konnektivität grenzüberschreitender Zahlungen in Südostasien übereinstimmt.
- •Eine weitergehende Einführung hängt von der Abstimmung mit der Bangko Sentral ng Pilipinas und der Einhaltung von Verbraucherschutz-, Reservetransparenz- und anderen regulatorischen Schutzmaßnahmen ab.
- •Die persönlichen Überweisungen auf die Philippinen überstiegen 2024 die Marke von 37 Milliarden US-Dollar, wodurch selbst kleine Reduzierungen der Transaktionskosten potenziell erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben könnten.

Die Bank of the Philippine Islands (BPI) bereitet ein Pilotprojekt für ein Stablecoin-basiertes Abwicklungssystem für grenzüberschreitende Zahlungen vor. Es richtet sich an Freelancer, virtuelle Assistenten und andere Arbeitnehmer, die Einkommen aus dem Ausland beziehen, wie lokale Medien berichten.
Das System wird in Partnerschaft mit dem globalen digitalen Clearinghaus Meridian entwickelt. Es zielt darauf ab, sowohl die Kosten als auch die Bearbeitungszeit eingehender Zahlungen zu senken und gleichzeitig die Sicherheitsvorkehrungen beizubehalten, die bei traditionellen Banktransaktionen üblich sind, berichten ABS-CBN und der Philippine Daily Inquirer.
Nach dem vorgeschlagenen Rahmenwerk würden Stablecoins als Abwicklungsinstrument dienen. Die Gelder würden anschließend in philippinische Pesos umgewandelt und direkt auf die BPI-Konten der Empfänger gutgeschrieben. Durch den Einsatz von Stablecoins als Brücken-Asset soll das Pilotprojekt die mehrstufigen Korrespondenzbankbeziehungen umgehen, die traditionell für hohe Überweisungsgebühren verantwortlich waren — Kosten, die die Weltbank im globalen Durchschnitt für eine 200-US-Dollar-Überweisung bei über 6 % verzeichnet hat.
BPI-Präsident und CEO Jose Teodoro Limcaoco bezeichnete die Prüfung von Stablecoin-Systemen als eine natürliche Erweiterung der umfassenderen Digitalisierungsstrategie der Bank. Er betonte, dass das Ziel der Bank darin bestehe, Gelder schneller und kostengünstiger eintreffen zu lassen, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Das Pilotprojekt wird sich zunächst auf Lohnzahlungen und andere Kategorien von Auslandseinkünften konzentrieren. BPI plant eine breitere Einführung vor dem 49. ASEAN-Gipfel, der für November angesetzt ist — ein Zeitplan, der mit übergeordneten regionalen Bemühungen zur Stärkung der Konnektivität grenzüberschreitender Zahlungen zwischen den südostasiatischen Nationen übereinstimmt.
Die Bank erklärte, dass sie mit der Bangko Sentral ng Pilipinas, der philippinischen Zentralbank, zusammenarbeiten werde. Eine breitere Einführung würde von Verbraucherschutzstandards, Transparenz der Stablecoin-Reserven und anderen regulatorischen Schutzmaßnahmen abhängen.
Die 1851 gegründete BPI ist eine der ältesten durchgehend operierenden Banken in Südostasien und gehört zu den größten Commercial Banks auf den Philippinen gemessen an ihren Vermögenswerten. Die Philippinen gehören durchschnittlich zu den weltweit führenden Empfängerländern von Überweisungen, wobei BSP-Daten für 2024 persönliche Überweisungen von über 37 Milliarden US-Dollar ausweisen — Zuflüsse, die einen wesentlichen Bestandteil der heimischen Wirtschaft darstellen. Selbst eine Reduzierung der Transaktionskosten um einen Bruchteil eines Prozentpunktes könnte bei diesem Volumen beträchtliche Einsparungen bedeuten.
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