Blackstone prüft neue Investition in KI-Coding-Firma Factory bei über 3,5 Mrd. Dollar Bewertung
Wichtige Erkenntnisse
- •Blackstone erwägt die Beteiligung an einer neuen Finanzierungsrunde für Factory, die das KI-Coding-Startup mit über 3,5 Milliarden Dollar bewerten würde.
- •Factorys Bewertung ist von 300 Millionen Dollar im September auf 1,5 Milliarden Dollar im April und in der aktuellen Runde möglicherweise über 3,5 Milliarden Dollar gestiegen.
- •Factory entwickelt autonome KI-Agenten namens Droids, die die Softwareerstellung für wichtige Kunden wie Morgan Stanley, EY und Nvidia automatisieren.
- •Blackstone hat kürzlich rund 35 Milliarden Dollar an KI-bezogenen Infrastrukturinvestitionen angekündigt, darunter Rechenzentren in Japan und eine Partnerschaft mit Google.
- •Das 2023 von ehemaligen Princeton-Studenten gegründete Unternehmen Factory hat sich international mit Büros in London und Sydney ausgerichtet und seinen Umsatz Berichten zufolge bis April jeden Monat verdoppelt.

Blackstone prüft eine frische Kapitalzuführung an Factory, ein von Nvidia unterstütztes Unternehmen für künstliche Intelligenz im Bereich Softwareentwicklung, in einem Deal, der das in San Francisco ansässige Startup voraussichtlich mit mehr als 3,5 Milliarden Dollar bewerten würde, wie City AM erfahren hat.
Das in New York ansässige Investmentgigant hat in den letzten Jahren erhebliches Kapital in KI-Unternehmen und digitale Infrastruktur gelenkt. Nun erwägt das Unternehmen die Beteiligung an einer neuen Finanzierungsrunde für Factory, wie Insider der Sache gegenüber mitteilten.
Factory entwickelt KI-gesteuerte autonome Agenten, sogenannte „Droids“, die die Softwareerstellung für Kunden wie Morgan Stanley, EY und Nvidia automatisieren. Nvidia ist ebenfalls bereits Investor im Unternehmen.
Sollte der Deal zustande kommen, wäre dies Factorys dritte Finanzierungsrunde seit September, als das Unternehmen bei einer Einlage von 50 Millionen Dollar mit 300 Millionen Dollar bewertet wurde, unterstützt von Investoren wie Nvidia und JPMorgan. Blackstone investierte anschließend in Factorys Series-C-Runde im April bei einer Bewertung von 1,5 Milliarden Dollar, alongside Sequoia Capital, Khosla Ventures und dem in London ansässigen 20VC.
Die aktuelle Runde soll Factory voraussichtlich mit mehr als 3,5 Milliarden Dollar bewerten, hieß es aus unterrichteten Kreisen.
Factory reagierte nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Blackstone lehnte eine Stellungnahme ab.
rasant steigende KI-Bewertungen
Ein Deal würde die rapide Wertsteigerung im gesamten KI-Sektor sowie Blackstones aggressive Expansion in die Branche unterstreichen. Der Sprung von einer Bewertung von 300 Millionen Dollar im September auf mehr als 3,5 Milliarden Dollar innerhalb von etwa einem Jahr zeigt, wie sehr Investoren darum wetteifern, vielversprechende KI-Coding-Startups zu unterstützen – selbst wenn viele noch nicht profitabel sind. Factory konkurriert in einem immer stärker umkämpften Feld, das gut kapitalisierte Akteure wie Anysphere, den Entwickler von Cursor, sowie GitHub Copilot und eine Welle neuer Marktteilnehmer umfasst, die alle auf die Automatisierung der Softwareentwicklung abzielen.
In einem Blogbeitrag im Mai identifizierte Blackstone-COO Rodney Zemmel Unternehmen, die KI-Agenten für die Unternehmensautomatisierung einsetzen, als einen von sechs strategischen Schwerpunktbereichen des Unternehmens – neben Content-Erstellung und Softwareentwicklung.
Blackstone investiert zudem stark in das, was das Unternehmen als die „Picks and Shovels“ des KI-Booms bezeichnet, darunter Rechenzentren und digitale Infrastruktur. Das Unternehmen ist der weltweit größte private Eigentümer von Rechenzentren und hat allein in den vergangenen zwei Monaten Pläne für Investitionen von rund 30 Milliarden Dollar in japanische Rechenzentren sowie 5 Milliarden Dollar in ein neues Dateninfrastrukturunternehmen mit Google bekannt gegeben.
Das 2023 von den ehemaligen Princeton-Studenten Matan Grinberg und Eno Reyes gegründete Unternehmen Factory zielt darauf ab, mit Unternehmen wie Anthropic und dessen KI-Modell Claude durch seine autonome Droid-Technologie zu konkurrieren. Das Startup hat seine internationale Expansion in den letzten Monaten beschleunigt und im März sein erstes Auslandsbüro in London eröffnet, gefolgt von einem Standort in Sydney.
Nach der Finanzierungsrunde im April erklärte Grinberg: „Alles, was auf einem Computer erledigt werden kann, kann von einem Droid erledigt werden.“ Er fügte hinzu, dass das Unternehmen in den sechs Monaten bis April seinen Umsatz jeden Monat verdoppelt habe.