Studie von Blackhawk Network: Bankzugang prägt das Erlebnis bei Verbraucherauszahlungen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die neue Studie von Blackhawk Network zeigt, dass der Grad des Bankzugangs von Verbrauchern erheblich beeinflusst, wie sie Unternehmensauszahlungen erhalten und nutzen möchten.
- •Geschwindigkeit und sofortige Nutzbarkeit sind gemeinsame Prioritäten: 53 Prozent der befragten Verbraucher halten einen schnellen Erhalt der Mittel für wichtig, 45 Prozent legen Wert auf die sofortige Nutzung.
- •Bargeldähnliche Auszahlungen und Geschenkkarten erwiesen sich in allen Verbrauchergruppen als bevorzugte Optionen, wobei unbanked und underbanked Verbraucher insgesamt stärkere Präferenzen äußerten.
- •Die Frustration über Auszahlungen per Papiercheck ist bei unbanked und underbanked Verbrauchern mit 63 Prozent ausgeprägter als bei 46 Prozent der Verbraucher mit vollständigem Bankzugang; Empfänger ohne Bankkonto sehen sich zudem häufig Gebühren bei Check-Einlösediensten Dritter gegenüber.
- •Knapp die Hälfte (46 Prozent) der unbanked und underbanked Befragten gab an, dass die Möglichkeit, digitales Guthaben von Geschenkkarten zu einer digitalen Geldbörse hinzuzufügen, sehr wichtig sei – gegenüber 29 Prozent der Verbraucher mit vollständigem Bankzugang.

Blackhawk Network (BHN), ein weltweit führendes Unternehmen für Marken-Zahlungslösungen (Branded Payments), hat eine neue Studie veröffentlicht, die zeigt: Während Verbraucher einen schnellen Zugang zu Unternehmensauszahlungen erwarten, beeinflusst ihr Grad an Bankzugang erheblich, wie sie diese Mittel erhalten und nutzen möchten.
Unternehmensauszahlungen sind Geldmittel, die Organisationen direkt an Einzelpersonen auszahlen. Dazu gehören Versicherungs- und Garantieansprüche, Rabatte, Rückerstattungen, Vergleiche aus Rechtsstreitigkeiten, zurückgezahlte Kautionen, Anreizzahlungen und weitere betriebliche Auszahlungen. Für Versicherer, Einzelhändler und andere Organisationen, die solche Auszahlungen veranlassen, ist jede Auszahlung zugleich ein direkter Kontaktpunkt zum Empfänger, und die Auszahlungsart bestimmt, wie schnell und einfach die Mittel genutzt werden können.
Bei allen Befragten erwiesen sich Geschwindigkeit und sofortiger Zugang als gemeinsame Prioritäten. 53 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Geld schnell zu erhalten, während 45 Prozent Wert darauf legten, die Mittel sofort nutzen zu können. Über diese gemeinsamen Erwartungen hinaus ergab die Studie deutliche Unterschiede bei den Zahlungsvorlieben, den Erfahrungen mit Papierchecks und der Bedeutung von Funktionen digitaler Geldbörsen.
„Unternehmen konzentrieren sich häufig darauf, wie schnell sie Auszahlungen leisten können“, sagte Stacie Monjauze, Sr. Director Business Development bei BHN. „Unsere Studie zeigt, dass dies nur ein Teil der Gesamtrechnung ist. Empfänger haben unterschiedliche Bedürfnisse, je nachdem, wie sie auf ihr Geld zugreifen und es verwalten. Flexibilität und die Wahlfreiheit der Empfänger sind daher wichtige Faktoren bei der Gestaltung von Auszahlungsprogrammen.“
Verbraucherauszahlungen kommen in einem breiten Spektrum von Branchen zum Einsatz. Da Organisationen diese Programme weiter ausbauen, legt die Studie nahe, dass das Verständnis dafür, wie Empfänger auf Geldmittel zugreifen und sie nutzen, dabei helfen kann, Auszahlungserlebnisse zu schaffen, die schneller, flexibler und besser auf die Bedürfnisse der Verbraucher abgestimmt sind.
Der Bankzugang bestimmt die bevorzugte Auszahlungsmethode
Das Ausmaß dieser Zielgruppe wird auf nationaler Ebene erfasst: Die nationale Erhebung der FDIC aus dem Jahr 2023 zu Haushalten ohne und mit eingeschränktem Bankzugang (National Survey of Unbanked and Underbanked Households) ergab, dass 4,2 Prozent der US-Haushalte unbanked waren; in der Erhebung wurden zudem historisch weitere Haushalte als underbanked erfasst. Vor diesem Hintergrund unterschieden sich die Präferenzen der Verbraucher auch bei den Arten von Auszahlungen, die die Befragten erhalten wollten. In allen untersuchten Verbrauchergruppen erwiesen sich bargeldähnliche Auszahlungen und Geschenkkarten als bevorzugte Optionen. Verbraucher ohne oder mit nur eingeschränktem Zugang zu traditionellen Bankdienstleistungen – „unbanked“ und „underbanked“ – äußerten insgesamt stärkere Präferenzen bei allen Auszahlungsmethoden. Diese Präferenzen unterstreichen den Wert größerer Flexibilität und Wahlfreiheit für die Empfänger.
Digitaler Zugang ist Teil des Auszahlungserlebnisses
Die Studie ergab zudem, dass es auch darauf ankommt, wie Empfänger nach dem Erhalt auf die Geldmittel zugreifen und sie nutzen. Digitale Geldbörsen wie Apple Pay, Google Pay und PayPal sind zu weit verbreiteten Zahlungsinstrumenten geworden, und viele digitale Geschenkkarten von Einzelhändlern lassen sich inzwischen direkt in Smartphone-Wallets speichern. 46 Prozent der unbanked und underbanked Befragten gaben an, dass die Möglichkeit, digitales Guthaben von Geschenkkarten zu einer digitalen Geldbörse hinzuzufügen, für sie sehr wichtig ist – gegenüber 29 Prozent der Verbraucher mit vollständigem Bankzugang.
Für viele Empfänger endet das Auszahlungserlebnis nicht mit der Auszahlung der Mittel. Die Möglichkeit, Geldmittel digital zu speichern und zu nutzen, kann ein wichtiger Faktor dafür sein, ob eine Auszahlung praktisch und sofort nutzbar ist.
Papierchecks bedeuten für unbanked und underbanked Verbraucher größere Hürden
Papierchecks bleiben für viele Organisationen eine gängige Auszahlungsmethode, doch Empfänger ohne Bankkonto haben in der Regel keine Möglichkeit der Direkteinlösung; der Zugriff auf das Checkgeld erfordert meist Check-Einlösedienste von Drittanbietern, die üblicherweise Gebühren erheben. Papierchecks gehörten in der Studie zu den deutlichsten Beispielen dafür, wie der Bankzugang das Auszahlungserlebnis beeinflusst. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der befragten unbanked und underbanked Verbraucher gaben an, sich frustriert zu fühlen, wenn sie einen Papiercheck als Auszahlung erhalten – gegenüber 46 Prozent der Verbraucher mit vollständigem Bankzugang.
Der vollständige Bericht enthält weitere Ergebnisse zu Auszahlungspräferenzen bei unterschiedlichen Zahlungsbeträgen, zur Zahlungsbereitschaft für einen schnelleren Zugang zu Geldmitteln, zu Händlerkrediten, Prepaid-Karten und Geschenkkarten, zu Funktionen digitaler Geldbörsen sowie zu weiteren Verhaltensweisen bei Verbraucherauszahlungen.
Quelle: GlobalFinTechSeries