Bits of Gold untersucht Sicherheitsverletzung bei Drittanbieter-System, die Daten von 200.000 Kunden enthüllen könnte; Kryptoguthaben bleiben sicher
Wichtige Erkenntnisse
- •Bits of Gold erklärte, dass ein unbefugter Zugriff auf ein Drittanbieter-System für Datenanalyse und Kundenunterstützung erfolgt ist.
- •Laut Unternehmen wurden Kundengelder, Kryptoassets, Passwörter, private Schlüssel und vollständige Kartendaten nicht offengelegt.
- •Möglicherweise zugängliche Informationen umfassen Namen, Ausweisnummern, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, IP-Adressen, Bankverbindungen und öffentliche Walletadressen.
- •Israelische Medien berichteten, dass bis zu 200.000 Kunden betroffen sein könnten, doch das Unternehmen hat keine endgültige Zahl bestätigt.
- •Bits of Gold erklärte, dass die Handelsdienste nicht beeinträchtigt sind und Kunden in dieser Phase keine Maßnahmen ergreifen müssen.

Bits of Gold, ein in Israel ansässiger Krypto-Broker, untersucht einen Sicherheitsvorfall, bei dem eine unbefugte Partei Zugriff auf ein Drittanbieter-System erlangt hat, das für Datenanalyse und Kundenunterstützung genutzt wird. Das Unternehmen erklärte, seine Kern-Kryptoassets und Kundenkonten seien weiterhin sicher, möglicherweise wurden jedoch einige persönliche Daten abgerufen. Nach Berichten israelischer Medien könnten bis zu 200.000 Kunden betroffen sein.
Unbefugter Zugriff auf ein Drittanbieter-System
Bits of Gold erklärte, der Vorfall habe sich einige Tage vor der Benachrichtigung der Kunden ereignet und sei mit einer umfangreicheren Cyberattacke verbunden, bei der ein Softwareanbieter kompromittiert wurde, der von mehreren Unternehmen weltweit eingesetzt wird. Dieses über Anbieter vermittelte Angriffsmuster ist zu einem wiederkehrenden Merkmal der Bedrohungslandschaft geworden, wie etwa bei den Angriffen auf die Dateiübertragungssoftware MOVEit im Jahr 2023, bei denen ein einziges kompromittiertes Anbieterprodukt auf Tausende nachgelagerte Organisationen ausgriff – häufig jenseits der Sicherheitsperimeter der betroffenen Unternehmen selbst.
Nach der Entdeckung der Verletzung blockierte das Unternehmen den unbefugten Zugriff und trennte das betroffene System von seinen Informationsquellen. Zudem hat es einen externen Cybersicherheitsexperten mit der Untersuchung des Angriffs beauftragt und die zuständigen Behörden informiert; in Israel unterliegen Sicherheitsvorfälle mit personenbezogenen Daten den Meldepflichten der Datenschutzvorschriften des Landes, die von der Privacy Protection Authority überwacht werden.
Zu den Informationen, die über das kompromittierte System möglicherweise zugänglich waren, gehören vollständige Namen, Ausweisnummern, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, IP-Adressen, Bankverbindungen und öffentliche Krypto-Walletadressen.
Bis zu 200.000 Kunden könnten betroffen sein
Berichten israelischer Medien zufolge könnten rund 200.000 Kunden betroffen sein; Bits of Gold hat jedoch keine endgültige Zahl der betroffenen Nutzer veröffentlicht, und die Angabe von 200.000 Kunden wurde nicht unabhängig bestätigt. Das Unternehmen erklärt, die Untersuchung des betroffenen Drittanbieter-Systems sei noch im Gange.
Nach Angaben in der lokalen Presse ist Bits of Gold eines der etablierten regulierten Krypto-Unternehmen Israels mit mehr als 300.000 registrierten Kunden. Das Unternehmen ist seit 2013 tätig und gehörte zu den ersten israelischen Krypto-Firmen, die unter dem Regulierungsrahmen lizenziert wurden, den die Israel Securities Authority seit 2019 auf Anbieter digitaler Vermögenswerte anwendet, wodurch diese Firmen unter formale regulatorische Aufsicht gestellt werden.
Das Unternehmen erklärte, es werde feststellen, welche Informationen eingesehen wurden, wie viele Kunden betroffen sind und ob Daten aus dem System gelöscht wurden. Die Antworten auf diese Fragen – ebenso wie Erkenntnisse darüber, wie der nicht genannte Softwareanbieter kompromittiert wurde – dürften den endgültigen Umfang des Vorfalls bestimmen.
Guthaben und Kryptoassets waren nicht betroffen
Bits of Gold erklärte, dass der Vorfall nicht mit Kundengeldern oder digitalen Währungen zusammenhing. Kontopasswörter, private Schlüssel, ID-basierte Zutrittsscans, vollständige Kreditkartendaten und CVV-Codes wurden nicht geleakt, so das Unternehmen, das zudem betonte, keine privaten Schlüssel oder vollständigen Kartendaten zu speichern.
Darüber hinaus gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die möglicherweise exponierten Daten gegen Kunden verwendet wurden. Die Handelsdienste von Bits of Gold sind nicht beeinträchtigt, und Kunden müssen aufgrund des Vorfalls keine Maßnahmen ergreifen, so das Unternehmen.
Nach dem möglichen Datenleck bleiben Phishing- und Impersonierungsangriffe eine zentrale Sorge für all jene, deren persönliche Daten möglicherweise abgerufen wurden. Diese Sorge hat in der Krypto-Branche einen Präzedenzfall: Nachdem der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger 2020 eine Verletzung seiner E-Commerce-Datenbank bekannt gegeben hatte, bei der persönliche Daten von rund einer Million Kunden offengelegt wurden, waren betroffene Nutzer über Jahre hinweg Ziel von Phishing-Versuchen und Betrugsnachrichten, die auf den geleakten Informationen basierten.
Quelle: Crypto Ninjas