BitGo Korea erhält VASP-Registrierung für den Einstieg in den südkoreanischen Kryptomarkt
Wichtige Erkenntnisse
- •BitGo Korea erhielt von der Korea Financial Intelligence Unit in Südkorea die VASP-Registrierung und kann damit Dienste zur Verwahrung und Übertragung von Kryptowährungen anbieten.
- •Laut The Korea Times ist BitGo Korea die erste ausländische Digital-Asset-Einheit, die in Südkorea eine VASP-Lizenz erhalten hat.
- •BitGo Korea erhielt im Juni 2025 ein vorläufiges ISMS-Zertifikat, bevor es den Registrierungsprozess fortsetzte.
- •Hana Financial Group hält einen Anteil von 25 % an BitGo Korea, SK Telecom einen Anteil von 10 %; beide Beteiligungen wurden im September 2024 erworben.
- •Südkoreas Kryptosektor unterliegt strengen AML-, Sicherheits- und Anlegerschutzregeln, darunter die verpflichtende KoFIU-Registrierung und zusätzliche Pflichten nach dem Virtual Asset User Protection Act.

BitGo Korea hat von South Koreas Korea Financial Intelligence Unit (KoFIU) die Registrierung als Virtual Asset Service Provider (VASP) erhalten und kann damit Dienstleistungen zur Verwahrung und Übertragung von Kryptowährungen im Land anbieten, laut The Korea Times.
Die Genehmigung ist ein wichtiger Schritt für BitGo, einen in den Vereinigten Staaten ansässigen Verwahrer digitaler Vermögenswerte, der 2013 gegründet wurde und institutionellen Kunden qualifizierte Verwahrung sowie Wallet-Infrastruktur anbietet, während das Unternehmen versucht, sich im wachsenden Digital-Assets-Sektor Südkoreas zu etablieren. Die Korea Times berichtete, dass BitGo Korea die erste ausländische Digital-Asset-Einheit ist, die in dem Land eine VASP-Lizenz erhalten hat; die Genehmigung bedeutet zudem, dass BitGo zu einer kleinen Gruppe ausländischer Krypto-Verwahrer gehört, die Südkoreas strenge regulatorische Vorgaben erfolgreich erfüllt haben.
BitGo Korea schließt zentrale regulatorische Schritte ab
Der Einstieg in den südkoreanischen Kryptomarkt bedeutet weit mehr als die Gründung einer lokalen Gesellschaft. Eine Reihe von Bedingungen muss erfüllt werden, darunter das ISMS-Zertifikat — eine Akkreditierung des Information Security Management Systems für Daten- und Sicherheitsstandards —, das vor der VASP-Registrierung erforderlich ist.
BitGo Korea erhielt im Juni 2025 ein vorläufiges ISMS-Zertifikat, bevor das Unternehmen mit dem VASP-Registrierungsprozess fortfuhr. Die Prüfung durch KoFIU, die unter der Financial Services Commission Südkoreas arbeitet, dauert in der Regel einige Monate — ein Zeitraum, der den Erwartungen von BitGo Korea entsprach.
BitGo Korea erhielt zudem erhebliche Unterstützung von einigen der führenden Unternehmen Südkoreas. Hana Financial Group hält einen Anteil von 25 % an dem Unternehmen, während SK Telecom einen Anteil von 10 % besitzt. Beide Unternehmen wurden im September 2024 Anteilseigner. Diese Partnerschaft verschafft BitGo Korea Verbindungen sowohl in die Finanz- als auch in die Technologiebranche Südkoreas.
Südkorea hält an strengen Kryptoregeln fest
Südkorea verfügt über eines der fortschrittlichsten Regulierungsregime in Asien für Virtual-Asset-Unternehmen. Kryptofirmen müssen Anforderungen an Geldwäschebekämpfung und Sicherheitsstandards erfüllen, bevor sie ihre Dienste legal anbieten dürfen; dieser Rahmen wurde durch Änderungen am Act on Reporting and Use of Specified Financial Transaction Information gestützt, die im März 2021 in Kraft traten und die KoFIU-Registrierung verpflichtend machten. Der seit Juli 2024 geltende Virtual Asset User Protection Act hat für Dienstleister seither weitere Anlegerschutzpflichten hinzugefügt.
Das Land legt seit Langem Wert auf Real-Name-Banking und Anlegerschutz, was ausländischen Kryptofirmen die Tätigkeit dort erschwert hat. Die Verwahrung von Kryptowährungen im institutionellen Bereich ist zudem im Vergleich zum Handel auf Retail-Ebene begrenzt geblieben. Der koreanische Won zählt im globalen Kryptomarkt regelmäßig zu den meistgehandelten Fiat-Währungen, wobei sich die Privatanlageaktivität auf lokale Börsen wie Upbit konzentriert. Historisch haben viele Anleger in Südkorea diese Börsen für die Verwahrung von Kryptowährungen genutzt, und die Registrierung von BitGo Korea könnte dazu beitragen, entsprechende Verwahrungsdienste zu erleichtern.
Hana Financial könnte neue Chancen eröffnen
Die Beteiligung von Hana Financial Group könnte wichtig sein, da Südkorea beginnt, seine eigenen Gesetze für digitale Vermögenswerte zu regulieren. Die Beteiligung der Bank bedeutet nicht zwangsläufig die sofortige Einführung eigener kryptobasierter Dienstleistungen. Dennoch verschafft sich die Finanzgruppe durch ihren Anteil an einem registrierten Krypto-Verwahrer einen Einstieg in einen entstehenden Markt.
Regeln zu Stablecoins und anderen Klassifizierungen digitaler Vermögenswerte befinden sich in Südkorea weiterhin in der Entwicklung, wobei entsprechende Gesetzesentwürfe in der Nationalversammlung beraten werden. Die Lizenzierung solcher Unternehmen wird es BitGo Korea erleichtern, sich an mögliche Änderungen anzupassen, die aus diesen Regulierungsvorhaben entstehen könnten.
Aus Sicht von BitGo bietet die Lizenz einen regulatorischen Eintrittspunkt in den südkoreanischen Markt. Zudem eröffnet sie dem Unternehmen die Möglichkeit, in eine Branche in Südkorea einzusteigen, in der die institutionelle Nachfrage nach Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte steigt und in der die Verwahrungsangebote bislang hinter dem Retail-Handel zurückgeblieben sind.