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NYDIG verkauft institutionelles Trading-Geschäft für rund 42,5 Millionen US-Dollar an BitGo

Autor: CoinLineup·

Wichtige Erkenntnisse

  • NYDIG verkauft sein institutionelles Trading-Geschäft für rund 42,5 Millionen US-Dollar in Bargeld und Aktien an BitGo, zuzüglich eines leistungsgebundenen Earnouts von 15 Millionen US-Dollar.
  • Der Verkauf umfasst nur NYDIGs Trading-Sparte; NYDIG betreibt seine übrigen Geschäfte weiter, darunter Custody-Dienstleistungen für Kunden wie Riot Platforms.
  • BitGo, ein 2013 gegründetes Krypto-Verwahrungsunternehmen, erhält Trading-Funktionen, die sein Angebot für institutionelle Kunden erweitern.
  • Die Bedingungen der Transaktion sind in einer Anlage zum Fusionsvertrag dokumentiert, die bei der U.S. Securities and Exchange Commission eingereicht wurde.
  • Der Deal spiegelt die Konsolidierung in der institutionellen Krypto-Infrastruktur wider, da Unternehmen Verwahrung, Trading und verwandte Dienstleistungen für große Kunden bündeln.
NYDIG verkauft institutionelles Trading-Geschäft für rund 42,5 Millionen US-Dollar an BitGo

NYDIG, ein auf Bitcoin spezialisiertes Finanzdienstleistungsunternehmen, plant, sein institutionelles Trading-Geschäft für rund 42,5 Millionen US-Dollar an das Krypto-Verwahrungsunternehmen BitGo zu verkaufen. Der Deal verlagert einen Teil des institutionellen Trading-Markts von einem großen Marktteilnehmer zu einem anderen.

Was NYDIG verkauft

NYDIG ist in dieser Transaktion der Verkäufer. Es gibt ausschließlich sein institutionelles Trading-Geschäft ab – nicht das gesamte Unternehmen – und wird seine übrigen Dienstleistungen weiterhin betreiben.

BitGo ist der Käufer. Das Unternehmen ist vor allem dafür bekannt, Krypto-Assets für große Kunden sicher zu verwahren – ein Dienstleistungsbereich, der als Custody bezeichnet wird. BitGo wurde 2013 gegründet, bedient seit Langem institutionelle Kunden und hat in den letzten Jahren eine Expansion durch Übernahmen und neue Geschäftsbereiche vorangetrieben. Die beiden Unternehmen gaben den Deal in einem Beitrag auf BitGos Website bekannt.

Der genannte Preis von rund 42,5 Millionen US-Dollar sollte als ungefähr und nicht als endgültig betrachtet werden. Laut Berichten von CoinDesk setzt sich die Zahlung aus Bargeld und Aktien zusammen, zusätzlich zu einem weiteren, an die Leistung geknüpften Earnout von 15 Millionen US-Dollar. Ein Earnout bedeutet, dass ein Teil der Zahlung erst später geleistet wird, wenn bestimmte Ziele erreicht werden.

Die Transaktion ist zudem in einer Einreichung bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) dokumentiert, der Behörde, die die Wertpapiermärkte beaufsichtigt. Die vollständigen Bedingungen finden sich in der an die SEC überreichten Anlage zum Fusionsvertrag.

Warum der Deal für beide Unternehmen sinnvoll sein könnte

Für BitGo bietet der Erwerb eines bestehenden institutionellen Trading-Geschäfts einen schnelleren Weg zum Wachstum als der Aufbau einer eigenen Sparte – und ergänzt ein Geschäft, das bereits auf die Betreuung großer institutioneller Kunden ausgerichtet ist, um Trading-Funktionen.

Für NYDIG kann der Verkauf der Sparte eine Neuausrichtung auf die verbleibenden Prioritäten signalisieren. NYDIG bietet auch andernorts in der Branche Custody-Dienstleistungen an; so verwahrt es beispielsweise Bitcoin für Unternehmen wie Riot Platforms. Die Abgabe des Trading-Geschäfts ermöglicht es NYDIG, seine Ressourcen zu bündeln.

Diese Beweggründe sind eine Analyse auf Grundlage der Struktur des Deals, keine von einem der beiden Unternehmen bestätigten Aussagen. Bestätigt sind der Verkauf selbst und seine ungefähre Größenordnung.

Was der Deal für das institutionelle Krypto-Trading bedeuten könnte

Der Deal betrifft die institutionelle Trading-Infrastruktur – gewissermaßen die Rohrleitungen, über die große Investoren Krypto kaufen und verkaufen. Wenn ein Unternehmen die Trading-Sparte eines anderen übernimmt, bedienen weniger unabhängige Anbieter diesen Markt, und eine solche Konsolidierung kann verändern, wie institutionelle Kunden ihre Partner wählen. Dieses Muster zeigt sich auch in anderen Bereichen der Krypto-Branche, in denen Unternehmen Verwahrung, Trading und verwandte Dienstleistungen unter einem Dach bündeln, um Institutionen einen zentralen Zugangspunkt zu bieten.

Die Transaktion fällt zudem in eine Zeit, in der sich die Branche insgesamt weiter um große Kunden herum neu ordnet – zu sehen etwa an der Entwicklung wie dem Wachstum von Krypto-ETFs und sich wandelnden Regulierungsvorschlägen für Börsen. Da über diese Kanäle zunehmend institutionelles Geld in den Markt fließt, ist die Nachfrage nach der zugrunde liegenden Trading- und Verwahrungsinfrastruktur gestiegen, und die Unternehmen, die diese Nachfrage bedienen, positionieren sich entsprechend.

Für einzelne Krypto-Besitzer ändert der Deal nichts an ihren eigenen Coins. Er betrifft vor allem Institutionen und alle, die verfolgen, wie sich die Unternehmen hinter dem Markt zusammenschließen. Zu beobachten bleibt, ob die Transaktion zu den genannten Bedingungen abgeschlossen wird – einschließlich des leistungsgebundenen Earnouts – und ob weitere Konsolidierungen unter institutionellen Krypto-Dienstleistern folgen. Die klarste Erkenntnis ist einfach: Zwei etablierte Unternehmen konsolidieren einen Teil des institutionellen Tradings, und die Bedingungen liegen nun öffentlich vor.