Bitget registriert sich als Finanzdienstleister in Neuseeland und baut globale Compliance-Präsenz aus
Wichtige Erkenntnisse
- •Bitget ist nun im neuseeländischen Financial Service Providers Register registriert, wodurch die Börse Devisen-, Verwahrungs- und Geldverwaltungsdienste anbieten darf.
- •Das Unternehmen trat einem lokalen Streitbeilegungssystem bei, um den neuseeländischen Rahmen für Verbraucherschutz einzuhalten.
- •Bitget entwickelt ein Universal-Exchange-Modell, das den Handel mit Kryptowährungen neben tokenisierten Wertpapieren und anderen herkömmlichen Finanzanlagen ermöglichen soll.
- •Die Plattform rangiert weltweit als sechstgrößte Kryptobörse und sichert sich aktiv regulatorische Genehmigungen in mehreren internationalen Rechtsordnungen.
- •Anfang des Jahres kündigte Bitget Pläne an, sein europäisches Hauptquartier in Wien, Österreich, unter der Leitung des neu ernannten CEO Oliver Stauber einzurichten.

Die Kryptowährungsbörse Bitget hat sich offiziell als Finanzdienstleister in Neuseeland registriert und erweitert damit den Umfang der Finanzaktivitäten, die über ihre lokale Plattform verfügbar sind.
Die Registrierung im neuseeländischen Financial Service Providers Register (FSPR) umfasst Devisengeschäfte, Geldtransfers, Verwahrung und Anlageverwaltungsdienste für Kunden im ganzen Land. Im Rahmen der aufgeführten Kategorien ist Bitget berechtigt, inländische und internationale Zahlungen, Verwahrungsdienste, Portfoliomanagement und Geldverwaltungsdienste anzubieten. Die Börse darf außerdem Transaktionen mit Finanzinstrumenten und Fremdwährungen im Auftrag von Kunden durchführen.
Das FSPR dient als öffentliches Register Neuseelands für Unternehmen, die im Land Finanzdienstleistungen erbringen. Für Firmen, die vom Kryptohandel in Zahlungen, Verwahrung, Devisengeschäfte und anlagebezogene Dienstleistungen expandieren, hilft die Registrierung, die lokal zulässigen Aktivitäten zu definieren und diese Aktivitäten mit dem neuseeländischen Rahmen für Verbraucherstreitbeilegung zu verknüpfen.
Stärkung der Compliance in Neuseeland
Im Rahmen seiner Aktivitäten in Neuseeland wurde Bitget Mitglied des Insurance and Financial Services Ombudsman Dispute Resolution Scheme des Landes. Diese Mitgliedschaft bietet Kunden einen formellen Weg, Beschwerden einzureichen, und erleichtert die Streitbeilegung zwischen Verbrauchern und Finanzdienstleistern, die an dem Programm teilnehmen.
We are happy to announce that Bitget is now officially registered as a Financial Service Provider on New Zealand's Financial Service Providers Register (FSPR). The registration forms part of Bitget's work to build the operational and compliance infrastructure required for its… pic.twitter.com/usCAu8Pyea — Bitget TradFi (@Bitget_TradFi) July 23, 2026
Die Registrierung ist ein zentraler Bestandteil von Bitgets umfassenderer Compliance- und Betriebsstrategie. Das Unternehmen entwickelt die Systeme, Infrastruktur und Werkzeuge, die erforderlich sind, um eine Reihe von Finanzdienstleistungen zu unterstützen, darunter solche, die über herkömmliche Marktinstrumente, Fremdwährungsinstrumente und tokenisierte reale Vermögenswerte erbracht werden.
Gracy Chen, CEO von Bitget, erklärte, dass Finanzdienstleistungsplattformen Compliance-Mechanismen aufrechterhalten müssen, die in der Lage sind, eine wachsende Bandbreite an Vermögenswerten und Dienstleistungen abzudecken.
„The registration adds another layer to our international financial services framework as the platform continues connecting digital assets with established markets,“ fügte Chen hinzu.
Bitgets Universal-Exchange-Modell
Bitget entwickelt sein Universal-Exchange-Modell, das allgemein als UEX-Design bezeichnet wird. Das System soll den Austausch mehrerer Anlageklassen auf einer einzigen Plattform ermöglichen, darunter Kryptowährungen, tokenisierte Wertpapiere, Rohstoffe, Devisenprodukte und andere Finanzinstrumente.
Laut Daten von CoinMarketCap ist Bitget nach täglichem Handelsvolumen die sechstgrößte Kryptobörse der Welt; dieses liegt bei etwa $402 million. Diese Größenordnung steht im Einklang mit den laufenden Bemühungen des Unternehmens, Registrierungen und regulatorische Genehmigungen in mehreren Rechtsordnungen zu sichern.
Die Registrierung in Neuseeland fügt sich zudem in ein breiteres Branchenmuster ein, bei dem große Börsen lokale Registrierungen und Genehmigungen anstreben, um Dienstleistungen zu unterstützen, die digitale Vermögenswerte mit regulierten Finanzprodukten verbinden. Umfang und Status dieser Erlaubnisse unterscheiden sich je nach Rechtsordnung, wodurch die länderspezifische Compliance zu einem zentralen Bestandteil der Expansionsstrategien von Börsen wird.
Im Juni 2025 erhielt Bitget die regulatorische Genehmigung für den Betrieb in Georgien, die sowohl den Austausch digitaler Vermögenswerte als auch Verwahrungs-Wallet-Dienste abdeckt.
Europäische Expansion und Führung
Archax, ein mit der Plattform verbundenes Unternehmen, ist von der britischen Financial Conduct Authority zugelassen. Es ist bei Italiens Organismo Agenti e Mediatori registriert und operiert als Anbieter virtueller Vermögenswertdienste in Polen, Bulgarien, Litauen und der Tschechischen Republik. Diese Registrierungen sind Teil der breiteren regulatorischen Präsenz des Unternehmens in Europa.
Im Januar kündigte Bitget Pläne an, sein europäisches Hauptquartier in Wien, Österreich, einzurichten. Die Börse ernannte Oliver Stauber zum Chief Executive ihrer europäischen Aktivitäten. Stauber war zuvor Rechtschef von Bitpanda.