NachrichtenKryptoBitcoin: Unverrealisierter Verlust sinkt unter 40-%-Tiefstressband und verringert Marktdruck

Bitcoin: Unverrealisierter Verlust sinkt unter 40-%-Tiefstressband und verringert Marktdruck

Autor: CoinoMedia·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der prozentuale unverrealisierte Verlust von Bitcoin ist unter die 40-%-Tiefstressschwelle gesunken, ein zentraler On-Chain-Indikator, der von Unternehmen wie Glassnode und CryptoQuant verfolgt wird.
  • Die Kennzahl des unverrealisierten Verlusts misst den Anteil der gesamten Bitcoin-Supply, der aktuell unter dem Kaufpreis gehalten wird, getrennt von realisierten Verlusten, die nur bei Verkauf durch die Halter anfallen.
  • Trotz der Verbesserung bleibt ein erheblicher Anteil der Bitcoin-Halter mit ihren Positionen unter Wasser, was bedeutet, dass der aggregierte Stress nachgelassen hat, aber nicht verschwunden ist.
  • Historische Daten zeigen, dass anhaltende Überschreitungen über das 40-%-Band in früheren Bärenzyklen oft ausgedehnte Rückgänge vorausgingen, während die aktuelle Messung auf ein Nachlassen des Stresses statt auf Kapitulation hindeutet.
  • Analysten betonen, dass ein Rückgang unter das Tiefstressband keine unmittelbare Preiserholung garantiert und gemeinsam mit anderen On-Chain-Indikatoren bewertet werden sollte.
Bitcoin: Unverrealisierter Verlust sinkt unter 40-%-Tiefstressband und verringert Marktdruck

Der prozentuale unverrealisierte Verlust von Bitcoin ist unter das 40-%-Tiefstressband gesunken – eine Schwelle, die von On-Chain-Analysten als zentraler Indikator für Marktstress weitreichend beobachtet wird. Die Kennzahl, popularisiert durch On-Chain-Analyseunternehmen wie Glassnode und CryptoQuant, steht in enger Verbindung zum Market-Value-to-Realised-Value- (MVRV-) Rahmen, der einen Großteil der On-Chain-Marktanalyse grundlegt. Die neueste Messung signalisiert, dass sich die Bedingungen nach einer längeren Phase erhöhten Drucks auf die Halter möglicherweise stabilisieren.

Die Kennzahl des unverrealisierten Verlusts misst den Anteil der gesamten im Umlauf befindlichen Bitcoin-Supply, der aktuell mit Verlust gehalten wird – das bedeutet, dass der letzte Kaufpreis der Coins über ihrem aktuellen Marktwert liegt. Sie unterscheidet sich von realisierten Verlusten, die erst erfasst werden, wenn unter Wasser stehende Halter tatsächlich verkaufen und ihre Verluste realisieren. Höhere Werte beim unverrealisierten Verlust zeigen, dass ein größerer Anteil der Investoren mit ihren Positionen unter Wasser steht, was historisch mit erhöhtem Marktstress und einer größeren Wahrscheinlichkeit erzwungener Verkäufe korreliert.

Unter Wasser befindliche Supply bleibt erhöht

Trotz der jüngsten Verbesserung warnen Analysten davor, dass die unter Wasser befindliche Supply weiterhin auf erhöhtem Niveau verbleibt. Ein erheblicher Teil der Bitcoin-Halter sitzt weiterhin auf Positionen, die weniger wert sind als der ursprünglich gezahlte Preis, auch wenn der aggregierte Stress von früheren Höchstwerten zurückgegangen ist.

Gemäß einer von CryptoQuant-Mitwirkendem @_Crypto_glass veröffentlichten Marktanalyse:

"Underwater supply remains elevated, but the latest reading is below the deep-stress band. This is not capitulation-level stress on this metric yet."

BTC: Percent Unrealised Loss Returns Below the 40% Deep-Stress Band

"Underwater supply remains elevated, but the latest reading is below the deep-stress band. This is not capitulation-level stress on this metric yet." – By @_Crypto_glass pic.twitter.com/ofNeF9kG8m

— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) August 3, 2026

Historisch gesehen waren tiefere Kapitulationsphasen – Perioden, die durch Panikverkäufe und schnelle Preisrückgänge gekennzeichnet sind – von stärkeren Ausschlägen bei unverrealisierten Verlusten begleitet. In früheren Bitcoin-Bärenzyklen haben anhaltende Überschreitungen über das 40-%-Band oft ausgedehnte Rückgänge eingeleitet, da unter Wasser stehende Halter schließlich kapitulierten. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass Bitcoin diese extremen Bedingungen noch nicht erreicht hat, was darauf hindeutet, dass der Markt ein Nachlassen des Stresses durchläuft und kein vollumfängliches Kapitulationsereignis darstellt.

Breiterer Kontext für On-Chain-Indikatoren

Der prozentuale unverrealisierte Verlust ist eine von mehreren On-Chain-Kennzahlen, die Analysten zur Bewertung der Gesundheit des Bitcoin-Marktes heranziehen. Das 40-%-Tiefstressband hat in vergangenen Zyklen als Referenzpunkt gedient, um Perioden zu identifizieren, in denen ein erheblicher Anteil der Supply unter Wasser gehalten wurde. Wenn die Kennzahl unter dieses Niveau fällt, spiegelt dies typischerweise eine Verringerung des Anteils an Verlustpositionen wider, signalisiert jedoch nicht zwingend eine unmittelbare Preiserholung.

Was dies für Bitcoin bedeutet

Die neueste Messung legt nahe, dass die Investorenstimmung weiterhin vorsichtig bleibt, der Markt jedoch Anzeichen von Widerstandsfähigkeit zeigt. Ein Rückgang unter das Tiefstressband könnte die Wahrscheinlichkeit weit verbreiteter Panikverkäufe verringern, da sich weniger Halter in stark unter Wasser stehenden Positionen befinden. Dies allein garantiert jedoch keinen kurzfristigen Preisaufschwung.

Es wird erwartet, dass Marktteilnehmer unverrealisierte Verluste weiterhin in Verbindung mit anderen On-Chain-Indikatoren beobachten – darunter Zu- und Abflüsse bei Krypto-Börsen, das Verhalten langfristiger Halter und institutionelle Nachfragemuster –, um zu beurteilen, ob Bitcoin ein belastbareres Fundament für seine nächste bedeutende Marktbewegung aufbaut.