NachrichtenKryptoBitcoin-Short-Verkäufer von Liquidationen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar getroffen, während der Kurs Richtung 70.000 US-Dollar steigt

Bitcoin-Short-Verkäufer von Liquidationen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar getroffen, während der Kurs Richtung 70.000 US-Dollar steigt

Autor: Bitcoin Magazine·

Wichtige Erkenntnisse

  • Laut Coinglass-Daten wurden binnen 24 Stunden Bitcoin-Short-Positionen im Wert von mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar zwangsweise liquidiert, wobei 1,5 Milliarden US-Dollar der Schließungen auf ein Zeitfenster von vier Stunden entfielen.
  • Bitcoin notierte kurzzeitig bis zu 69.000 US-Dollar und zuletzt 68.253 US-Dollar, ein Anstieg von mehr als 5 Prozent innerhalb von 24 Stunden – nach rund 30 Tagen weitgehend seitwärts gerichteten Handels und Rekordtiefen bei der Volatilität.
  • US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, die Rückkäufe von Staatsschulden zur Dämpfung der Renditen nahe 20-Jahres-Hochs mehr als zu verdoppeln – ein Schritt, der „risk-on“-Anlagen wie Bitcoin und Gold stützte.
  • Die SEC kündigte am Dienstag einen Entwurf für einen Regelungsrahmen für Angebote von Krypto-Assets an und ging damit voran, obwohl die Abstimmung über das Clarity Act, das die Aufsicht über digitale Werte zwischen SEC und CFTC aufteilen würde, verschoben wurde.
  • Präsident Trump wollte sich am Mittwoch mit Führungskräften aus der Krypto- und Prognosemarktbranche treffen, was zu Erwartungen günstiger regulatorischer Entwicklungen beitrug.
Bitcoin-Short-Verkäufer von Liquidationen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar getroffen, während der Kurs Richtung 70.000 US-Dollar steigt

Bitcoin-Short-Verkäufer wurden am Mittwoch von einer Welle Zwangsliquidationen erfasst, als der Kurs der führenden Kryptowährung auf die Marke von 70.000 US-Dollar zusprang.

Liquidationen erfolgen, wenn eine Börse eine gehebelte Position zwangsweise schließt, weil deren Sicherheitsleistung die sich anhäufenden Verluste nicht mehr deckt – bei Händlern, die auf fallende Bitcoin-Kurse setzen, wird diese Schwelle überschritten, wenn der Preis zu stark zu ihren Ungunsten steigt. Wie aus Coinglass-Daten hervorgeht, wurden binnen der vergangenen 24 Stunden Positionen im Wert von mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar von Händlern geschlossen, die gegen die größte Kryptowährung wetteten. Der weitaus größte Teil dieser Liquidationen – 1,5 Milliarden US-Dollar – entfiel auf ein Zeitfenster von vier Stunden.

Bitcoin notierte am Mittwochmorgen kurzzeitig bis zu 69.000 US-Dollar, bevor er wieder nachgab. Zuletzt wurde er mit 68.253 US-Dollar gehandelt, ein Plus von mehr als 5 Prozent über einen Zeitraum von 24 Stunden.

Der Anstieg beendete eine längere Phase der Ruhe: Bitcoin hatte in den vergangenen 30 Tagen weitgehend seitwärts notiert, und Analysten hatten darauf hingewiesen, dass die Volatilität der Kryptowährung auf einem Rekordtief lag. Episoden wie diese sind ein wiederkehrendes Merkmal der stark gehebelten Krypto-Derivatemärkte: Da die Schließung einer Short-Position Käufe erfordert, kann eine Häufung erzwungener Schließungen eine Aufwärtsbewegung verstärken – eine Dynamik, die Händler als Liquidationskaskade bezeichnen.

Bitcoin hat – ebenso wie andere „risk-on“-Anlagen – von der Nachricht profitiert, dass das US-Finanzministerium plante, das Volumen seiner Rückkäufe von Staatsschulden mehr als zu verdoppeln. Die Ankündigung von Finanzminister Scott Bessent zielte darauf ab, die Renditen zu zähmen, die auf ein seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehenes Niveau gestiegen waren. Niedrigere langfristige Renditen senken die Opportunitätskosten des Haltens nicht verzinslicher Anlagen wie Bitcoin und Gold und stützen generell die Risikofreude am Markt.

Auch Erwartungen kryptofreundlicher regulatorischer Nachrichten könnten eine Rolle gespielt haben. Präsident Trump wollte am Mittwoch ein Treffen mit Führungskräften aus der Krypto- und Prognosemarktbranche abhalten. Obwohl die Abstimmung über das lang erwartete Clarity Act – einen Gesetzentwurf, der die Aufsicht über digitale Werte zwischen der SEC und der Commodity Futures Trading Commission aufteilen würde – verschoben wurde, sind die Aufseher bemüht, mit Regelungen voranzugehen, die die Branche seit langem fordert. Am Dienstag kündigte die Securities and Exchange Commission einen Entwurf für einen Regelungsrahmen für Angebote von Krypto-Assets an und schritt damit trotz des Stockens der wegweisenden Gesetzgebung voran. Für eine Branche, die seit langem über regulatorische Unsicherheit klagt, halten die kommenden Wochen eine Reihe absehbarer Wegmarken bereit: die letztendliche Abstimmung über das Clarity Act, das Schicksal des SEC-Vorschlags und die politischen Signale, die aus dem Treffen am Mittwoch hervorgehen.

Dieser Artikel erschien erstmals auf Bitcoin Magazine und wurde von Mathew Di Salvo verfasst.