NachrichtenKryptoGlassnode: Erschöpfung der Bitcoin-Verkäufer zeichnet sich ab, doch Bodensignal des Bärenmarktes noch nicht bestätigt

Glassnode: Erschöpfung der Bitcoin-Verkäufer zeichnet sich ab, doch Bodensignal des Bärenmarktes noch nicht bestätigt

Autor: Coinfomania·

Wichtige Erkenntnisse

  • Glassnodes Seller Exhaustion Constant zeigt nachlassenden Verkaufsdruck, hat jedoch nicht die Kapitulationszonen erreicht, die bei den Bärenmarkttiefs von 2018 und 2022 verzeichnet wurden.
  • Die Seller Exhaustion Constant kombiniert Gewinn- und Verlustrealisierungsdaten mit der gesamten Netzwerkaktivität, um zu messen, wie bereit Halter sind, mit Verlust zu verkaufen.
  • Der aktuelle Wert bleibt über den historischen Bodenschwellenwerten, was darauf hindeutet, dass eine endgültige Ausverkaufsphase noch nicht eingetreten ist.
  • Analysten warnen davor, sich auf einen einzelnen On-Chain-Indikator zu verlassen, und stellen fest, dass Bodenbildungsprozesse typischerweise eine Übereinstimmung mehrerer Kennzahlen erfordern, wie etwa realisierte Verluste, das Verhalten langfristiger Halter und Miner-Kapitulationssignale.
  • Marktteilnehmer verlagern ihren Fokus auf die Orderbuch-Dynamik und die Entwicklung der Verkäufererschöpfung, um einzuschätzen, ob Bitcoin sich einer Trendwende nähert oder weiterem Abwärtsdruck ausgesetzt ist.
Glassnode: Erschöpfung der Bitcoin-Verkäufer zeichnet sich ab, doch Bodensignal des Bärenmarktes noch nicht bestätigt

Glassnodes neueste On-Chain-Analyse zeigt, dass Bitcoin-Verkäufer Anzeichen einer Erschöpfung aufweisen, obwohl die Kennzahl noch nicht das Niveau erreicht hat, das bei den Tiefs früherer Bärenmärkte beobachtet wurde.

Gemäß Glassnodes Seller Exhaustion Constant lässt der Verkaufsdruck zwar nach, bleibt aber über den Schwellenwerten, die in der Vergangenheit eine Marktkapitulation signalisiert haben. Das Unternehmen stellte fest, dass der Indikator noch kein Bodensignal bestätigt hat – ein Datenpunkt, den Marktteilnehmer genau beobachten, um Hinweise auf die kurzfristige Richtung von Bitcoin zu erhalten.

Glassnode teilte seine Ergebnisse auf X (Twitter).

Seller Exhaustion Constant reicht nicht an historische Bodenniveaus heran

Der breitere Kryptowährungsmarkt zeigt derzeit gemischte Signale. Während Bitcoin frühe Anzeichen von Verkäufererschöpfung aufweist, ist Glassnodes Seller Exhaustion Constant nicht auf das Niveau gesunken, das bei früheren Bärenmarkttiefs verzeichnet wurde. Diese Unterscheidung ist für Trader wichtig, die einschätzen, ob die aktuellen Bedingungen eine potenzielle Kaufgelegenheit darstellen oder ob es zu weiterem Abwärtsdruck kommen könnte.

Die Seller Exhaustion Constant wurde entwickelt, um den Grad zu messen, zu dem Halter bereit sind, mit Verlust zu verkaufen, indem sie Gewinn- und Verlustrealisierungsdaten mit der gesamten Netzwerkaktivität kombiniert. Bei früheren großen Zyklustiefs, wie den Tiefs von 2018 und 2022, fielen ähnliche On-Chain-Kennzahlen in tiefe Kapitulationszonen, bevor anhaltende Erholungen einsetzten. Der aktuelle Wert bleibt über diesen Zonen, was darauf hindeutet, dass die Ausverkaufsphase, die normalerweise mit einem endgültigen Boden einhergeht, noch nicht vollständig eingetreten ist.

Glassnode, ein weithin anerkanntes On-Chain-Analyseunternehmen, das auf Kryptowährungsdaten – insbesondere für Bitcoin – spezialisiert ist, liefert Marktteilnehmern quantitative Einblicke in die Angebots- und Nachfragedynamik. Die Seller Exhaustion Constant ist eine von mehreren Kennzahlen, die das Unternehmen verwendet, um das Gleichgewicht zwischen Verkäufern, die bereit sind, Verluste zu realisieren, und Käufern, die zu reduzierten Preisen einsteigen, zu bewerten. On-Chain-Analysten warnen generell davor, sich auf einen einzelnen Indikator zu verlassen, da Bodenbildungsprozesse oft eine Übereinstimmung mehrerer Kennzahlen erfordern – einschließlich realisierter Verluste, dem Verhalten langfristiger Halter und Miner-Kapitulationssignalen –, bevor eine zuverlässige Trendwende identifiziert werden kann.

Orderbuch-Dynamik und Handelsvolumen im Fokus

Da aktuelle Handelsvolumendaten nicht verfügbar sind, hat sich die Aufmerksamkeit auf die Orderbuch-Dynamik und die Entwicklung der Verkäufererschöpfung verlagert. Marktteilnehmer beobachten diese Indikatoren, um einzuschätzen, ob eine Trendwende eintreten könnte oder ob der Abwärtsdruck anhalten wird.

Ein Nachlassen der Verkaufsaktivität könnte ein günstigeres Umfeld für Käufer schaffen, insbesondere wenn sich die in früheren Marktzyklen beobachteten Muster in den kommenden Wochen wiederholen.

Was Trader als Nächstes beobachten

Zu den wichtigsten zu beobachtenden Indikatoren gehört, ob der Verkaufsdruck weiter nachlässt, was eine Veränderung der Marktstimmung signalisieren könnte. Die Orderbuch-Dynamik wird ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein, da sie Aufschluss darüber geben könnte, ob Käufer beginnen, wieder in den Markt einzusteigen. Nennenswerte Veränderungen im Handelsvolumen oder im Verkäuferverhalten könnten richtungsweisende Hinweise für die Preisbewegung von Bitcoin in naher Zukunft liefern.

Quelle: Coinfomania