NachrichtenKryptoBitcoin-Forscher wendet sich nach Zugriffsbeschränkung durch OpenAI an chinesische KI-Modelle

Bitcoin-Forscher wendet sich nach Zugriffsbeschränkung durch OpenAI an chinesische KI-Modelle

Autor: Cointelegraph·

Wichtige Erkenntnisse

  • OpenAI schränkte Rob Hamiltons Zugang zu seinen Trust-&-Cyber-Cybersicherheitsfunktionen innerhalb von 24 Stunden ein, nachdem er begonnen hatte, sie für Bitcoin-Sicherheitsforschung zu nutzen.
  • Hamilton wechselt zurück zu frei verfügbaren chinesischen Open-Source-KI-Modellen wie denen von Alibaba und DeepSeek, die keinen westlichen Zugangsbeschränkungen unterliegen.
  • Bitcoin Red Team hat im Rahmen seiner KI-gestützten Audits von Code-Repositorys mit Bitcoin-Bezug Tausende von Funden gemeldet; die Arbeit beschleunigte sich nach dem Coldcard-Hack, bei dem mehr als $100 million gestohlen wurden.
  • Krypto-Manager berichten, dass nur eine ausgewählte Minderheit Zugang zu leistungsstarken neuen KI-Modellen erhalten hat, obwohl Blockchain-Exploits weiterhin jährliche Verluste in Milliardenhöhe verursachen.
  • Der Fall verdeutlicht eine wachsende Spannung in der KI-Governance, bei der strengere Zugangskontrollen bei Frontier-Modellen unabhängige Sicherheitsforscher zu uneingeschränkten Alternativen drängen könnten.
Bitcoin-Forscher wendet sich nach Zugriffsbeschränkung durch OpenAI an chinesische KI-Modelle

Ein Bitcoin-Sicherheitsforscher sagt, er sei gezwungen worden, wieder offene chinesische KI-Modelle zu verwenden, nachdem OpenAI seinen Zugang eingeschränkt hatte. Dies unterstreicht eine wachsende Sorge, dass die leistungsfähigsten KI-Tools Verteidigern im Bereich Cybersicherheit nicht zur Verfügung gestellt werden.

In einem X-Post am Dienstag sagte AnchorWatch-CEO Rob Hamilton, er habe am Samstag damit begonnen, die Trust-&-Cyber-Funktionen von OpenAI in seine Arbeit für Bitcoin Red Team zu integrieren, nur um am folgenden Morgen festzustellen, dass sein Zugang eingeschränkt worden sei. OpenAI rollt spezialisierte Cybersicherheitsfunktionen schrittweise für ausgewählte Partner im Rahmen seines Trust-&-Cyber-Programms aus, das defensive Sicherheitsarbeit unterstützen soll; der Zugang bleibt jedoch an Genehmigungsprozesse gebunden, die das Unternehmen öffentlich nicht näher erläutert hat.

"It absolutely guts me as a patriotic American to have to do this, but I will be going back to using Chinese open source models to conduct my research to protect Bitcoin infrastructure," schrieb Hamilton.

Bitcoin Red Team ist eine Freiwilligengruppe, die KI-Tools mit menschlicher Überprüfung kombiniert, um Hunderte von Open-Source-Repositorys mit Bitcoin-Bezug auf Schwachstellen zu scannen. Die Arbeit der Gruppe beschleunigte sich in den Tagen nach dem Coldcard-Hardware-Wallet-Hack, bei dem mehr als $100 million in Bitcoin gestohlen wurden. Der Vorfall war einer der größten bekannten Einbrüche in Hardware-Wallets und verdeutlichte die Bedeutung kontinuierlicher Code-Prüfungen im Bitcoin-Ökosystem, in dem Schwachstellen in Verwahrungstools aufgrund des Fehlens einer Rückbuchungs- oder Rückabwicklungsfunktion der Blockchain zu irreversiblen Verlusten führen können.

Hamilton erklärte, dass ihn die Zugriffsbeschränkung nun daran hindere, die kritische Untersuchung fortzusetzen. "I am now prevented from being able to continue the investigation in a further effort to make sure their code changes are sufficient, as well as understand if there are other issues that have yet to be discovered," sagte er.

Er warnte, dass Zugangsbeschränkungen bei fortschrittlichen KI-Modellen legitime Sicherheitsforscher unverhältnismäßig stark treffen. "Black hats will not hit these issues. The white hats will. We've hit a local minima in policy," sagte Hamilton. "Intelligence is unrestricted for those who don't follow rules, and those who engage in harm reduction are left on the sidelines."

Der Vorfall spiegelt eine breitere Herausforderung im Kryptosektor wider. Im vergangenen Monat teilten Krypto-Manager Cointelegraph mit, dass viele der größten Akteure der Branche weiterhin darauf warten, Zugang zu leistungsstarken neuen KI-Modellen zu erhalten, um ihren Code gegen Angriffe zu stärken, und dass bislang nur eine ausgewählte Minderheit Zugang erhalten hat. Diese Lücke besteht fort, obwohl blockchainbezogene Exploits und Smart-Contract-Hacks laut Daten von Blockchain-Sicherheitsfirmen weiterhin jährlich Verluste in Milliardenhöhe verursachen.

In China entwickelte Open-Source-KI-Modelle, etwa von Unternehmen wie Alibaba und DeepSeek, sind bei Codeanalyse- und Sicherheitsforschungsaufgaben zunehmend konkurrenzfähig geworden. Diese Modelle sind frei zum Download und für den lokalen Einsatz verfügbar und unterliegen damit nicht den Zugangskontrollen oder Nutzungsrichtlinien proprietärer westlicher KI-Plattformen. Für Sicherheitsforscher unter Zeitdruck ist diese unkomplizierte Verfügbarkeit ein praktischer Vorteil, den geschlossene Modelle zunehmend nicht erreichen.

Bitcoin Red Team hatte durch seine laufenden Sicherheitsprüfungen von Bitcoin-bezogenen Codebasen zuvor Tausende von Funden gemeldet. Die Freiwilligengruppe nutzt KI-gestütztes Scannen in Kombination mit manueller Überprüfung, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren, bevor böswillige Akteure sie ausnutzen können.

Hamiltons Erfahrung zeigt eine neue Spannung in der KI-Governance: Während führende KI-Unternehmen strengere Zugangskontrollen für ihre leistungsstärksten Modelle einführen, könnten unabhängige Sicherheitsforscher zunehmend auf uneingeschränkte Alternativen zurückgreifen, um ihre defensive Arbeit fortzusetzen. Die Folgen dieser Entwicklung reichen über Kryptowährungen hinaus — jede Branche, die auf unabhängige Sicherheitsprüfungen durch Dritte angewiesen ist, könnte ähnliche Einschränkungen erleben, wenn Frontier-KI-Anbieter den Zugang zu ihren leistungsfähigsten Tools weiter begrenzen.