Bitcoin erobert die 80.000-Dollar-Marke zurück: ETF-Zuflüsse und ausgeweitete Treasury-Rückkäufe beflügeln den Kurs
Wichtige Erkenntnisse
- •Bitcoin notierte erstmals seit Mitte Mai wieder über 80.000 US-Dollar und verzeichnete im Sieben-Tage-Vergleich ein Plus von rund 25,8 Prozent.
- •US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 1,92 Milliarden US-Dollar – ein Zeichen für erneute Nachfrage aus institutionellen Kanälen und von Vermögensberatern.
- •Das US-Finanzministerium kündigte an, die Höchstgröße seiner liquiditätsunterstützenden Rückkäufe am langen Ende von 2 auf 4 Milliarden US-Dollar pro Operation zu erhöhen.
- •Präsident Donald Trump forderte den Kongress auf, die Gesetzgebung zur Marktstruktur für Kryptowährungen zu verabschieden, die die Klassifizierung digitaler Vermögenswerte und deren Aufsicht klären soll.
- •Bernstein-Analysten bezeichneten die Maßnahme des Finanzministeriums als starken Katalysator für die Kursbewegung von Bitcoin und wiesen darauf hin, dass der Markt nun die ETF-Zuflüsse und den Fortschritt der Gesetzgebung beobachtet.

Bitcoin kletterte am Dienstag erstmals seit Mitte Mai wieder über 80.000 US-Dollar und setzte damit seinen stärksten Wochenanstieg seit mehr als zwei Jahren fort.
Bitcoin (BTC) stieg zeitweise bis auf 81.160,06 US-Dollar und lag damit im Sieben-Tage-Vergleich rund 25,8 Prozent im Plus, wie Daten von CoinGecko zeigen.
Der Anstieg fiel mit einer erneuten Nachfrage über US-Spot-Bitcoin-ETFs (börsengehandelte Fonds) zusammen, die in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 1,92 Milliarden US-Dollar verzeichneten. Seit US-Aufsichtsbehörden die Produkte im Januar 2024 zugelassen haben, sind die ETFs zu einem Hauptkanal für den Zugang institutioneller Anleger und Vermögensberater zu Bitcoin geworden; ihre wöchentlichen Zuflüsse gelten als Barometer der Nachfrage des breiten Marktes.
„Die Stärke dieser Woche wurde von fundamentaler Spot-Nachfrage und Allokator-Flüssen über ETFs getragen und nicht von reiner Hebelwirkung. Rallyes auf dieser Basis sind in der Regel nachhaltiger als solche, die von überfüllten Futures-Positionen angetrieben werden“, sagte Fabian Dori, Chief Investment Officer bei der Sygnum Bank, gegenüber Cointelegraph.
Politische Entwicklungen sorgten für weiteren Rückenwind. Am Mittwoch kündigte das US-Finanzministerium an, die Höchstgröße seiner liquiditätsunterstützenden Rückkäufe am langen Ende mindestens zu verdoppeln – auf 4 Milliarden US-Dollar pro Operation, gegenüber der bisherigen Obergrenze von 2 Milliarden US-Dollar. Die Rückkäufe, die das Ministerium seit 2024 regelmäßig durchführt, dienen der Unterstützung der Handelsbedingungen bei älteren, vom Markt abgelösten Wertpapieren (off-the-run); die Ausweitung verstärkt zudem das Liquiditätsumfeld, das Bernstein hervorgehoben hatte. Präsident Donald Trump rief bei einer Veranstaltung im Weißen Haus den Kongress zudem auf, die Gesetzgebung zur Marktstruktur für Kryptowährungen zu verabschieden – ein Entwurf, der langjährige Fragen klären soll, wie digitale Vermögenswerte eingestuft werden und welche Behörden sie beaufsichtigen.
Bernstein-Analysten unter der Leitung von Gautam Chhugani bezeichneten die Entscheidung des Finanzministeriums als „starken Auslöser“ für den Anstieg von Bitcoin und wiesen darauf hin, dass die Kryptowährung historisch positiv auf eine Ausweitung der Liquidität reagiert hat. Der Fokus des Marktes verlagert sich nun auf die Frage, ob die wöchentlichen ETF-Zuflüsse anhalten und ob die Gesetzgebung zur Marktstruktur im Kongress vorankommt.