Bitcoin sendet Boden-Signale, während die "Digital Gold"-Erzählung zurückkehrt
Wichtige Erkenntnisse
- •CryptoQuant-Analysten identifizierten frühe Anzeichen für einen potenziellen Makro-Boden, da die aNUPL der Langzeithalter ins Negative drehte und unter den Durchschnitt des breiteren Marktes fiel, ein Muster, das bei früheren Zyklusböden in 2018 und 2022 zu beobachten war.
- •Bitcoin wurde in der Nähe von 63.362 USD gehandelt, was etwa 50 % unter seinem im Oktober erreichten Rekordhoch von 126.080 USD liegt.
- •Analysten warnten, dass die aktuellen Verlustwerte der Langzeithalter nicht die extremen negativen Niveaus vergangener Zyklen erreicht haben, was die Möglichkeit weiterer Kapitulationen offenlässt, bevor sich ein echter Boden bildet.
- •Die 90-Tage-Korrelation von Bitcoin mit Gold verschob sich von etwa -0,9 Anfang 2026 auf ungefähr +0,7, was eine erneute Positionierung von Bitcoin als knapper, nicht-souveräner Wertspeicher widerspiegelt.
- •Die Zulassung von US-Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 hat die Zusammensetzung der Anlegerbasis von Bitcoin verändert, was beeinflussen könnte, wie sich der Bodenbildungsprozess dieses Zyklus im Vergleich zu früheren entfaltet.

Bitcoin sendet dieser Woche zwei bemerkenswerte Signale an den Markt: On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass die Kryptowährung möglicherweise einen Makro-Boden bildet, während ihr Preisverhalten zunehmend die Rolle von Gold als sicherer Hafen widerspiegelt.
Diese Beobachtungen stammen aus zwei Berichten der Blockchain-Datenfirma CryptoQuant, deren Analysten identifizierten, was sie als frühe Phasen eines Bodenbildungsprozesses für die größte und älteste Kryptowährung beschrieben.
Bitcoin wurde kürzlich bei 63.362 USD gehandelt und blieb über einen Zeitraum von 24 Stunden weitgehend unverändert. In der vergangenen Woche verlor die Kryptowährung knapp 2 %. Seit dem Erreichen eines Rekordhochs von 126.080 USD im Oktober hat sie rund 50 % ihres Wertes verloren.
JUST IN: Bitcoin is now trading in its "Cost of Production" zone, typically the sign of a bear market bottom. HODL pic.twitter.com/rXi1kzxSXj — Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) August 12, 2026
"An jedem großen Zyklusboden saßen Langzeithalter auf tieferen nicht realisierten Verlusten als der breitere Markt, was bedeutet, dass die Kohorte, die normalerweise mit der stärksten Überzeugung und der geringsten Sensibilität gegenüber Volatilität in Verbindung gebracht wird, einen größeren nicht realisierten Stress trägt als der Markt als Ganzes", schrieb CryptoQuant-Analyst MorenoDV. "Die aktuelle Struktur passt zu diesem Muster."
Das Signal leitet sich aus den Daten des angepassten Net Unrealized Profit/Loss (aNUPL) für Langzeithalter (LTH) ab – Anleger, die typischerweise als die widerstandsfähigste Kohorte auf dem Markt gelten. Die LTH-aNUPL ist nun ins Negative gerutscht und liegt unter dem Durchschnitt des breiteren Marktes, was darauf hindeutet, dass selbst Langzeithalter größere nicht realisierte Verluste tragen als der Gesamtmarkt. Historisch gesehen ist dieses genaue Muster an jedem großen Zyklusboden aufgetreten, einschließlich des Tiefspunkts 2018 nahe 3.150 USD und des Tals 2022 um 15.500 USD, denen beide längere Erholungsphasen vorausgingen.
Dieses Setup stimmt damit überein, dass Bitcoin etwa 50 % unter seinem Zyklushoch gehandelt wird, was die Ansicht verstärkt, dass der aktuelle Rückgang mehr als eine gewöhnliche Korrektur darstellt.
Allerdings warnen Analysten davor, einen endgültigen Boden zu erklären. In früheren Zyklen fiel die LTH-aNUPL in viel tiefere und länger anhaltende negative Werte, bevor ein echtes Tief erreicht war – ein Verlustniveau, das einige Analysten als "Depressionsgebiet" bezeichnen. Die aktuellen Werte haben dieses Extreme noch nicht erreicht.
Der CryptoQuant-Bericht stellte fest, dass Bitcoin möglicherweise noch einen weiteren Kapitulationsschub benötigt, um die Verluste der Langzeithalter auf historische Extreme zu treiben. Alternativ könnten eine stärkere institutionelle Nachfrage und eine strukturell widerstandsfähigere Halterbasis es dem Markt ermöglichen, mit vergleichsweise geringeren Schäden als in vergangenen Zyklen den Boden zu finden. Die Zulassung von US-Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Fonds (ETFs) im Januar 2024 hat den institutionellen Zugang zu dem Vermögenswert deutlich erweitert, und das Vorhandensein dieser Fahrzeuge hat die Zusammensetzung der Anlegerbasis von Bitcoin im Vergleich zu früheren Zyklen verändert.
Separat hat sich die 90-Tage-Korrelation von Bitcoin mit Gold von fast -0,9 Anfang 2026 auf etwa +0,7 verlagert, so Daten, die von CryptoQuant-CEO Ki Young Ju hervorgehoben wurden, der die Bewegung als Rückkehr auf "Niveaus der digitalen Gold-Ära" beschrieb. Gold selbst hat im gleichen Zeitraum eine anhaltende Nachfrage gezogen, wobei die Zentralbanken das Metall in einem nahezu rekordbrechenden Tempo weiter ansammeln.
Die Verschiebung legt nahe, dass Anleger Bitcoin erneut als einen knappen, nicht-souveränen Vermögenswert einpreisen, der als Absicherung gegen Währungsabwertung, fiskalischen Stress und geopolitische Unsicherheit dienen kann – Eigenschaften, die lange mit Gold in Verbindung gebracht wurden.
Dennoch bleibt das Verhalten von Bitcoin gespalten. Ein Monatsvergleich (Month-to-Date) zeigt, dass es manchmal im Gleichschritt mit dem Nasdaq handelt und sich wie ein liquiditätssensitiver Risikowert verhält, während es zu anderen Zeiten die Bewegungen von Gold als Spiel auf Knappheit verfolgt. Seine Volatilität bleibt jedoch weiterhin deutlich höher als die von Gold.
Analysten mahnen auch zur Vorsicht bei der Interpretation der Korrelationsverschiebung. Eine positive Korrelation ist nicht von Natur aus bullisch, da die beiden Vermögenswerte genauso leicht zusammen fallen wie zusammen steigen können.
Dieser Artikel erschien zuerst auf Bitcoin Magazine und wurde von Mathew Di Salvo geschrieben.