Bitcoin steht unter Druck: Vier Faktoren, die BTC nächste Woche weiter belasten könnten
Wichtige Erkenntnisse
- •Bitcoin fiel nach dem Scheitern am Widerstand bei $65,000 und nach der Entscheidung des FOMC, die Zinsen unverändert zu lassen, um etwa $3,000 auf ein Zwei-Wochen-Tief von $62,400.
- •Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettoabflüsse von $61.53 million; allein am Freitag wurden mehr als $265 million abgezogen und damit die Zuflüsse des Vortags in Höhe von $233 million ausgeglichen.
- •Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, einschließlich berichteter iranischer Angriffe auf unter US-Begleitung fahrende Öltanker und geplanter US-Militärschläge gegen iranische Energieanlagen, belasten riskantere Anlagen wie Bitcoin zusätzlich.
- •Analyst Ali Martinez meldete auf dem Drei-Tages-Chart ein TD-Sequential-Verkaufssignal und verwies darauf, dass der August historisch mit BTC-Rücksetzern verbunden ist.
- •Analyst Michaël van de Poppe stellte der pessimistischen Einschätzung entgegen, dass Bitcoin mit dem Nasdaq und dem KOSPI korreliert, die um rund 18 % gestiegen sind, was auf eine mögliche Rallye hindeuten könnte, wie sie BTC zuvor bereits auf $83,000 geführt hat.

Bitcoin steht unter Druck: Vier Faktoren, die BTC nächste Woche weiter belasten könnten
Bitcoin unternahm in der vergangenen Woche mehrere erfolglose Versuche, über $65,000 auszubrechen, und eine Kombination aus makroökonomischen und internen Marktsignalen deutet nun auf die Möglichkeit weiterer Rückgänge hin.
1. Kurskorrekturmuster nach dem FOMC
Am Mittwoch entschied das Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Auch wenn dieses Ergebnis im Vergleich zu einer möglichen Zinserhöhung als etwas weniger restriktiv galt, zeigen historische Daten, dass auf jüngste FOMC-Sitzungen unabhängig von der geldpolitischen Entscheidung regelmäßig Rücksetzer beim Bitcoin-Preis folgten. Die Zinspolitik der Fed beeinflusst direkt die Liquiditätsbedingungen und die Risikobereitschaft der Anleger, und Bitcoin spiegelt zunehmend die Risk-on-/Risk-off-Dynamik traditioneller Märkte als Reaktion auf geldpolitische Signale wider. Dieses Muster zeigte sich erneut, als BTC in den vergangenen Tagen um etwa $3,000 nachgab. Bis Freitag fiel Bitcoin auf ein Zwei-Wochen-Tief von $62,400.
2. Eskalation im Nahen Osten
Die geopolitischen Spannungen haben sich in den vergangenen 24 Stunden verschärft und belasten riskantere Anlagen wie Bitcoin zusätzlich. Iran soll Öltanker im Straße von Hormus unter US-Begleitung angegriffen haben. Laut Wall Street Journal hat Präsident Trump einen neuen Militärschlag gegen Iran angeordnet, um eine Kapitulation zu erzwingen. CBS News berichtete zudem, dass die Vereinigten Staaten iranische Energieanlagen ins Visier nehmen wollen, wobei diese deutliche Eskalation am Wochenende beginnen soll. In Phasen akuter geopolitischer Unsicherheit schichten Anleger historisch in sichere Häfen wie Gold und US-Staatsanleihen um; Bitcoin wird trotz gelegentlicher Einordnung als „digitales Gold“ in solchen Episoden häufig im Gleichschritt mit Aktien und anderen risikobehafteten Anlagen gehandelt.
3. Abflüsse aus Bitcoin-ETFs
Spot-Bitcoin-Exchange-Traded Funds beendeten ihre positive Entwicklung in der vergangenen Woche nach drei aufeinanderfolgenden Wochen mit Nettozuflüssen von insgesamt mehr als $200 million. Seit ihrer SEC-Zulassung im Januar 2024 sind diese ETFs zu einem zentralen institutionellen Zugangskanal für Bitcoin-Engagement geworden, weshalb ihre wöchentlichen Mittelbewegungen als viel beachteter Indikator für die institutionelle Positionierung gelten. In der jüngsten Woche wurden Nettoabflüsse von $61.53 million verzeichnet. Der Wendepunkt kam am Freitag, als Anleger mehr als $265 million abzogen und damit die am Donnerstag verzeichneten Nettozuflüsse von $233 million vollständig zunichtemachten.
4. Technisches Verkaufssignal
Der Analyst Ali Martinez wies darauf hin, dass der TD Sequential-Indikator — ein technisches Instrument zur Identifizierung möglicher Trendwenden — auf dem Drei-Tages-Chart von Bitcoin ein starkes Verkaufssignal ausgelöst hat. Martinez erklärte, dass dieses Signal zu Beginn des Augusts auftritt, einem Monat, der historisch mit BTC-Rücksetzern in Verbindung gebracht wird. „History doesn’t have to repeat, but it’s a setup worth watching“, fügte er hinzu.
Ein Gegenargument: Die bullische Sicht
Nicht alle Analysten teilen den pessimistischen Ausblick. Michaël van de Poppe hob Bitcoins historische Korrelation mit dem Nasdaq und dem südkoreanischen KOSPI-Index hervor, die beide zum Ende der Handelswoche deutliche Zugewinne verzeichneten. Der KOSPI sprang um rund 18 %.
„The last time this happened, Bitcoin rallied to $83,000“, sagte van de Poppe und stellte damit eine gegenteilige Einschätzung zu Martinez’ Warnung in den Raum.
An enormous bounce on the Nasdaq and therefore a massive weekly candle, just as $KOSPI has bounced upwards. I repeat, the last time this happened, #Bitcoin rallied to $83,000. I would expect to see a strong start of August coming week for #Bitcoin as a response to the current… — Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) July 31, 2026