Analyst sieht kurzes Bitcoin-Kauffenster unter 60.000 $ – XRP und XLM könnten folgen
Wichtige Erkenntnisse
- •Analyst Levi Rietveld identifiziert ein wiederkehrendes Bitcoin-Zyklusmuster von ungefähr 35-monatigen Bullenmärkten, gefolgt von 12-monatigen Bärenmärkten, das mit Halving-Ereignissen verbunden ist.
- •Der aktuelle Bitcoin-Abschwung wird auf etwa 10 Monate geschätzt, was auf eine kürzere verbleibende Schwächephase hindeuten könnte, falls sich historische Muster wiederholen.
- •Größere Altcoins einschließlich XRP und XLM haben historisch eine starke positive Korrelation mit Bitcoin während Risk-off-Episoden aufgewiesen, wobei die Stärke je nach Token und im Zeitverlauf variiert.
- •Das Marktverhalten von XRP war weniger einheitlich als das von Bitcoin, erschwert durch die laufende SEC-Klage gegen Ripple aus dem Dezember 2020.
- •Die Zulassung von US-Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 schuf einen neuen Kanal für institutionelle Kapitalflüsse, der in früheren Halving-Zyklen nicht existierte und die Nachfragedynamik verändern könnte.

Analyst Levi Rietveld argumentiert, dass die wiederkehrenden Marktzyklusmuster von Bitcoin eine weitere begrenzte Gelegenheit schaffen könnten, den Vermögenswert unter 60.000 $ zu erwerben, wobei erwartet wird, dass XRP und XLM der allgemeinen Marktrichtung folgen.
Die zentrale These lautet, dass die Bullen- und Bärenphasen von Bitcoin ein ungewöhnlich ähnliches Timing rund um Halving-Zyklen aufgewiesen haben, obwohl Rietveld einräumt, dass kein bestimmtes Ergebnis garantiert ist. Das jüngste Bitcoin-Halving fand im April 2024 statt, und frühere Halvings in den Jahren 2016 und 2020 wurden von ausgedehnten Hausse-Phasen vor letztlichen Korrekturen gefolgt – ein Rhythmus, den Rietveld als seinen primären analytischen Anker nutzt.
Rietveld sagt, er habe "ganze vier Jahre" gewartet, um den historischen Vergleich zu teilen, und beschreibt ihn als Daten, die sein Verständnis des Kryptowährungsmarktverhaltens grundlegend verändert haben. Sein Fokus liegt nicht auf der Festlegung eines spezifischen Preisziels für XRP, sondern auf der Möglichkeit, dass ein weiterer von Bitcoin geführter Abschwung schließlich auch große Altcoins – einschließlich XRP und XLM – im Gleichschritt nach unten ziehen würde.
Ein 35-Monate-Bullenmarkt, danach ein 12-Monate-Bärenmarkt?
Die Analyse konzentriert sich auf eine Infografik, die frühere Bitcoin-Zyklen vergleicht. Nach Rietvelds Lesart des Charts durchlebte Bitcoin Hausse-Phasen von acht Monaten, 24 Monaten und dann rund 35 Monaten, gefolgt von Baisse-Phasen von jeweils fünf, 14 und 12 Monaten.
Rietveld betont das wiederholte Muster einer 35-monatigen Expansion, gefolgt von einem 12-monatigen Rückgang, und legt nahe, dass der Markt erneut in eine vergleichbare Phase eintreten könnte. Er beschreibt den aktuellen Abschwung als etwa 10 Monate alt und postuliert, dass – wenn der historische Rhythmus anhält – die verbleibende Schwächephase relativ kurz ausfallen könnte.
"Alles dreht sich um Bitcoin", stellt er fest und bemerkt, dass Bitcoin typischerweise sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtsrichtungen zuerst reagiert. Diese Perspektive stimmt mit einer weithin anerkannten Marktdynamik überein: Altcoins können in Risk-on-Phasen überdurchschnittlich performen, bleiben jedoch häufig verwundbar, wenn die Bitcoin-Stimmung defensiv wird. Empirische Korrelationsdaten stützen diese Beziehung – größere Altcoins haben historisch eine starke positive Korrelation mit Bitcoin während Risk-off-Episoden aufgewiesen, wobei die Stärke dieser Korrelation je nach Token und im Zeitverlauf variiert.
XRP's Geschichte erscheint weniger einheitlich
Im Gegensatz zu Bitcoin wird XRP als ein weniger konsistentes Bullen- und Bärenmuster aufweisend beschrieben. Die Analyse verweist auf einen verlängerten XRP-Bärenmarkt, der von Januar 2018 bis Dezember 2020 reichte, gefolgt von einem vergleichsweise kurzen Rally, der im Jahr 2021 endete.
Diese Unterscheidung ist bedeutsam, da Rietveld nicht behauptet, dass XRP das Timing von Bitcoin exakt widerspiegelt. Vielmehr argumentiert er, dass ein von Bitcoin geführter Bärenmarkt wahrscheinlich auf XRP und XLM drücken würde, falls einer eintritt, obwohl tokenspezifische Faktoren das Ausmaß und das Timing der jeweiligen Bewegungen verändern können. XRP insbesondere war idiosynkratischem Druck durch die laufende SEC-Klage gegen Ripple ausgesetzt, die im Dezember 2020 eingereicht wurde und eine rechtliche und regulatorische Unsicherheit schuf, die sich von den allgemeineren Marktzyklen unterscheidet.
Der Präsentator warnt wiederholt, dass "beim Investieren nichts garantiert ist", und weist gleichzeitig darauf hin, dass er bereit ist zu handeln, falls Bitcoin erneut unter 60.000 $ gehandelt wird. Seine Argumentation stützt sich auf historische Zyklusvergleiche und nicht auf ein offengelegtes makroökonomisches Modell, eine Liquiditätsanalyse oder einen tokenspezifischen Katalysator.
Was es für Krypto-Investoren bedeutet
Frühere Zyklusdauern können nützlichen Kontext liefern, stellen aber keinen zuverlässigen Zeitplan dar. Veränderungen bei der institutionellen Beteiligung, der Regulierung, den Zinssätzen und der Marktstruktur könnten den nächsten Zyklus wesentlich anders gestalten als das in der Analyse präsentierte Diagramm. Bemerkenswerterweise führte die Zulassung von US-Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 einen strukturellen Kanal für institutionelle Kapitalflüsse ein, der in früheren Zyklen nicht existierte, was die Nachfragedynamik rund um Halving-Ereignisse verändern könnte. Die Überwachung von On-Chain-Metriken, ETF-Zufluss- und Abflussdaten sowie regulatorischen Entwicklungen im Zusammenhang mit Token wie XRP kann zusätzliche Signale über den historischen Mustervergleich hinaus liefern.