NachrichtenKryptoBitcoin rückt näher an Gold, während die Nasdaq-Korrelation nachlässt, sagt Grayscale

Bitcoin rückt näher an Gold, während die Nasdaq-Korrelation nachlässt, sagt Grayscale

Autor: CoinoMedia·

Wichtige Erkenntnisse

  • Bitcoins 90-Tage-Korrelation mit dem Nasdaq ist laut Grayscale-Researchchef Zach Pandl von mehr als 60% auf rund 33% gefallen.
  • Bitcoins Korrelation mit Gold ist von nahezu null zu Jahresbeginn auf über 50% gestiegen.
  • Pandl führt die Verschiebung auf den erneuten Fokus auf Bitcoins Knappheit, geldpolitische Unabhängigkeit und Rolle als Wertspeicher zurück.
  • Eine stärkere Gold-Korrelation könnte darauf hindeuten, dass Anleger Bitcoin zunehmend als Absicherung gegen Inflation, Haushaltsdefizite und Währungsentwertung sehen und nicht nur als wachstumsstarkes Risiko-Asset.
  • Wenn sich der Trend fortsetzt, könnte dies Bitcoins langfristige Position als digitaler Wertspeicher stärken.
Bitcoin rückt näher an Gold, während die Nasdaq-Korrelation nachlässt, sagt Grayscale

Bitcoin zeigt eine deutliche Verschiebung in seiner Beziehung zu traditionellen Vermögenswerten. Nach Angaben von Zach Pandl, Head of Research bei Grayscale, einem der größten Digital-Asset-Manager, ist Bitcoins 90-Tage-Korrelation mit dem Nasdaq von mehr als 60% auf etwa 33% gefallen, während seine Korrelation mit Gold von nahezu null zu Jahresbeginn auf über 50% gestiegen ist.

Korrelation misst, wie eng sich die Preise zweier Vermögenswerte gemeinsam bewegen: Werte nahe null deuten auf wenig Zusammenhang hin, Werte in Richtung 100% auf eine eng abgestimmte Kursentwicklung. Die veränderten Werte deuten darauf hin, dass Bitcoin, die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung, weniger an Technologiewerte gekoppelt ist und sich zunehmend wie ein monetärer Vermögenswert verhält.

Narrativ des Wertspeichers gewinnt an Stärke

Pandl sagte, die Verschiebung spiegele einen erneuten Fokus auf Bitcoins Knappheit, seine geldpolitische Unabhängigkeit und seine Rolle als Wertspeicher wider.

Diese Einordnung ist wichtig, weil Bitcoin in Phasen, in denen sich Anleger auf Aktien und die allgemeine Liquiditätslage konzentrieren, häufig wie ein Risiko-Asset gehandelt wurde. Eine stärkere Bindung an Gold lenkt den Blick stärker auf das begrenzte Angebot des Vermögenswerts und seine Relevanz in Gesprächen über Inflationsrisiken, Haushaltsdefizite und Währungsentwertung und zeigt zugleich, wie Bitcoin im selben makroökonomischen Kontext wie andere knappe Vermögenswerte betrachtet werden kann.

Da Anleger zunehmend besorgt über Haushaltsdefizite, Inflationsrisiken und Währungsentwertung sind, könnten knappe Vermögenswerte wie Gold und Bitcoin mehr Aufmerksamkeit erhalten. Eine stärkere Korrelation mit Gold könnte darauf hindeuten, dass Anleger Bitcoin zunehmend als Absicherung und nicht nur als wachstumsstarkes Risiko-Asset betrachten.

Der Trend markiert eine bemerkenswerte Veränderung im Marktverhalten von Bitcoin, wie Cointelegraph in einem X-Post am 28. August 2026 festhielt:

UPDATE: Bitcoin's correlation with Nasdaq has dropped from over 60% to roughly 33% while its correlation with gold has climbed above 50%. This signals a shift toward its role as a scarce store of value, per Grayscale Head of Research Zach Pandl. pic.twitter.com/8DnrUMvAwL

— Cointelegraph (@Cointelegraph) August 28, 2026

Ein anderes Marktregime könnte entstehen

Die neuesten Daten zur Korrelation von Bitcoin mit Gold deuten darauf hin, dass makroökonomische Themen eine größere Rolle für die Stimmung der Anleger spielen.

Für Marktteilnehmer geht es nicht nur um die Bewegung eines einzelnen Korrelationswerts, sondern um das breitere Signal, dass sich Bitcoins Beziehung zu anderen großen Vermögenswerten mit veränderten Bedingungen verschieben kann. Daher lohnt es sich, das 90-Tage-Fenster zusammen mit neuen Daten zur institutionellen Adoption, Inflationserwartungen und Aktienmarktentwicklung zu beobachten.

Wenn sich Bitcoin weiter vom Nasdaq abkoppelt und sich gleichzeitig stärker an Gold orientiert, könnte dies seine langfristige Position als digitaler Wertspeicher stärken. Anleger werden beobachten, ob sich der Trend fortsetzt, während sich die institutionelle Adoption und die makroökonomische Unsicherheit weiterentwickeln.