Binance reicht Klage über 473 Millionen Dollar gegen RedotPay wegen angeblicher Abwerbung von Binance-Card-Nutzern ein
Wichtige Erkenntnisse
- •Nest Trading, DistributedTechnologies und Chaintecs Consulting Singapore, verbundene Unternehmen von Binance, reichten die Klage in Hongkong gegen die RedotPay-Gründer Gao Zhangpeng, Chan Wa Choi und Yao Chao ein.
- •Die Unternehmen werfen RedotPay vor, mehr als 470.000 Binance-Card-Nutzer über Binance Pay außerhalb der vereinbarten kommerziellen Bedingungen abgeworben zu haben.
- •Binance verlangt 472,8 Millionen Dollar Schadensersatz auf Basis eines geschätzten Lifetime Customer Value von 925 Dollar pro Nutzer.
- •Chaintecs hat zudem ein verwandtes Verfahren in Singapur eingeleitet, wo für Freitag eine Anhörung angesetzt ist.
- •RedotPay bestreitet die Vorwürfe, will die Ansprüche vor Gericht anfechten und sagt, dass der Streit den Tagesbetrieb nicht beeinträchtigen wird.

Binance hat einen umfangreichen Rechtsstreit gegen das Krypto-Zahlungsunternehmen RedotPay eingeleitet und wirft dem Unternehmen vor, gegen eine kommerzielle Vereinbarung verstoßen und Hunderttausende Nutzer abgeworben zu haben. Die verbundenen Unternehmen der Börse fordern 472,8 Millionen Dollar Schadensersatz und argumentieren, dass die angebliche Kundenmigration den langfristigen Wert des Binance-Card-Geschäfts erheblich verringert habe. RedotPay bestreitet sämtliche Vorwürfe und erklärt, dass die Klage den Betrieb oder die Expansionspläne nicht stören werde.
Binance wirft Vertragsbruch vor
Laut Bloomberg haben die Binance-Tochtergesellschaften Nest Trading, DistributedTechnologies und Chaintecs Consulting Singapore die Klage in Hongkong gegen die RedotPay-Gründer Gao Zhangpeng, Chan Wa Choi und Yao Chao eingereicht.
Die Unternehmen behaupten, RedotPay habe mehr als 470.000 Binance-Card-Nutzer über Binance Pay außerhalb der vereinbarten kommerziellen Bedingungen abgeworben. Binance berechnete den Schadensersatz auf Grundlage eines geschätzten Lifetime Customer Value von 925 Dollar pro Nutzer. Zusätzlich zu dem Verfahren in Hongkong hat Chaintecs auch in Singapur ein damit verbundenes Verfahren eingeleitet; dort ist für Freitag eine Anhörung angesetzt. Der Streit lenkt die Aufmerksamkeit darauf, wie Partnerschaften im Bereich Krypto-Zahlungen strukturiert und durchgesetzt werden, insbesondere wenn Nutzerzugang und kartenbezogene Dienste Teil der kommerziellen Vereinbarung sind.
RedotPay verteidigt Geschäftsstrategie
RedotPay wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass das Unternehmen die Ansprüche vor Gericht anfechten werde. Zudem teilte das Unternehmen mit, dass die Gerichtsverfahren den Tagesbetrieb nicht beeinträchtigen würden.
RedotPay erklärte außerdem, weltweit inzwischen mehr als acht Millionen Nutzer zu haben, und meldete einen annualisierten Umsatz von 180 Millionen Dollar sowie ein annualisiertes Zahlungsvolumen von rund 14 Milliarden Dollar. Das Unternehmen sagte zudem, dass es weiterhin eine mögliche Börsennotierung in den USA prüfe. Die Verfahren in Hongkong und Singapur bilden nun einen rechtlichen Hintergrund für ein Unternehmen, das weiter wächst und einen breiteren Marktzugang anstrebt.