NachrichtenKryptoBank of England wählt Polygon Labs, NOBO Finance und Dun & Bradstreet für Phase 2 des Digital Pound Lab aus

Bank of England wählt Polygon Labs, NOBO Finance und Dun & Bradstreet für Phase 2 des Digital Pound Lab aus

Autor: Cryptopolitan·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Bank of England hat Polygon Labs, NOBO Finance und Dun & Bradstreet ausgewählt, um die nächste Phase ihrer Digital Pound Lab-Experimente zu leiten.
  • Das Konsortium wird zwei Projekte entwickeln: ein übertragbares SME Bankable Profile zur Straffung der Kreditgeberverifizierung und ein System für vorzeitige Rechnungszahlungen unter Verwendung elektronischer Frachtpapiere als Sicherheit.
  • Das Lab umfasst keine echten Kunden und kein echtes Geld, und die Teilnahme signalisiert keine Entscheidung zur Ausgabe eines digitalen Pfunds.
  • Die weltweite Lücke in der Handelsfinanzierung wird auf ungefähr 1,7 Billionen US-Dollar geschätzt, wobei KMU überproportional häufig bei der Finanzierung abgelehnt werden.
  • Die Ergebnisse aus Phase 2 werden die Bewertung des digitalen Pfunds durch die Bank of England und HM Treasury informieren, die für später im Jahr 2026 geplant ist.
Bank of England wählt Polygon Labs, NOBO Finance und Dun & Bradstreet für Phase 2 des Digital Pound Lab aus

Die Bank of England hat Polygon Labs, das britische Fintech-Unternehmen NOBO Finance und den Geschäftsdatenanbieter Dun & Bradstreet ausgewählt, um die nächste Runde ihres Digital Pound Lab durchzuführen. Das Konsortium wird testen, wie ein digitaler Zentralbankpfund alongside privaten Stablecoins verschiedene Komponenten einer einzigen grenzüberschreitenden Handelstransaktion abwickeln könnte.

Das Problem der Handelsfinanzierung

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die im Import und Export tätig sind, bleibt die Handelsfinanzierung langsam und teuer. Die Verifizierung ist über mehrere Parteien zersplittert, und die Abwicklung kann Tage dauern. Während große Unternehmen diese Verzögerungen durch Treasury-Operationen auffangen können, stehen kleinere Firmen häufig vor einem Liquiditätsengpass zwischen dem Versand von Waren und dem Erhalt der Zahlung. Die Asiatische Entwicklungsbank hat die weltweite Lücke in der Handelsfinanzierung auf ungefähr 1,7 Billionen US-Dollar geschätzt, wobei KMU überproportional häufig bei der Finanzierungsbeantragung abgelehnt werden. Die Bank of England untersucht, ob verschiedene Formen digitalen Geldes, die zusammenwirken, diesen Engpass beheben können.

Zwei verbundene Projekte

Das Konsortium entwickelt zwei miteinander verbundene Projekte innerhalb des experimentellen Programms der Zentralbank. Das erste, SME Bankable Profile genannt, erstellt ein übertragbaares Profil, das kleine Unternehmen zwischen verschiedenen Kreditgebern nutzen können, wodurch die Notwendigkeit entfällt, bei jeder Finanzierungsanfrage dieselben Unterlagen erneut einzureichen. Dieses Profil wird aus drei Datenquellen erstellt: Wallet-Transaktionssignalen, Open-Finance-Daten und den Geschäftsunterlagen von Dun & Bradstreet. Dun & Bradstreet liefert die Risikodaten, während Polygon Labs die Smart Contracts bereitstellt.

Das zweite Projekt testet, ob Unternehmen vorzeitige Rechnungszahlungen erhalten können, indem sie elektronische Frachtpapiere als Sicherheit verwenden. Polygon übernimmt den Stablecoin-Abwicklungsanteil über seinen Open Money Stack, der die Umwandlung von Fiat-Währungen in Stablecoins, Wallets und die Abwicklung verwaltet.

Noch nicht in Betrieb

Die Bank of England hat betont, dass das Lab keine echten Kunden und kein echtes Geld umfasst. Eine Teilnahme an den Tests signalisiert keine Entscheidung zur Ausgabe eines digitalen Pfunds. Die Bank of England und HM Treasury haben sich noch nicht zum Aufbau eines digitalen Pfunds verpflichtet und prüfen noch, ob einer benötigt wird.

NOBO Finance ist nach seinem Erfolg in Phase 1 mit bedingten B2B-Treuhandzahlungen in Phase 2 aufgerückt. Die neue Phase integriert die Geschäftsdaten von Dun & Bradstreet und die Blockchain-Infrastruktur von Polygon, um Sicherheit und Effizienz zu verbessern.

Polygons wachsender Fußabdruck

Das Netzwerk von Polygon verarbeitete im zweiten Quartal 2026 743 Millionen Transaktionen — ein Anstieg um 160 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der weitgehend durch Stablecoin-Überweisungen angetrieben wurde. Das Netzwerk hat bisher mehr als 2,6 Billionen US-Dollar an Stablecoin-Transaktionen abgewickelt und zählt Revolut und Stripe zu seinen Nutzern.

Nächste Schritte

Die Ergebnisse aus Phase 2 werden die Bewertung des digitalen Pfunds durch die Bank of England und HM Treasury vor ihren nächsten Schritten im weiteren Verlauf von 2026 informieren. Die Ergebnisse werden außerdem in eine breitere globale Diskussion einfließen: Die Europäische Zentralbank befindet sich in der Vorbereitungsphase für einen potenziellen digitalen Euro, und andere Zentralbanken, darunter die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, haben grenzüberschreitende CBDC-Interoperabilitätsexperimente durch Projekte wie Agora koordiniert, die ähnlich die Abwicklung mehrerer Währungen über einheitliche Hauptbücher untersuchen.