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Schweizer Kantonalbank BancaStato startet regulierten Krypto-Handel mit Sygnum

Autor: NFTENEX·

Wichtige Erkenntnisse

  • BancaStato-Kunden können nun Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Solana über ihre bestehende E-Banking-Oberfläche handeln, wobei die digitalen Vermögenswerte in der institutionellen Verwahrung von Sygnum außerhalb der Bilanz (off-balance-sheet) gehalten werden.
  • BancaStato ist die erste Bank, die in der SaaS-Umgebung von Avaloq operiert und den Kryptowährungshandel über eine direkte API-Verbindung ermöglicht. Dies schafft ein potenziell replizierbares Integrationsmodell für andere Schweizer Banken, die die Plattform von Avaloq nutzen.
  • Die B2B-Banking-Plattform von Sygnum bedient nun mehr als 25 Banken und Finanzinstitute, die regulierte Handelsfunktionen für digitale Vermögenswerte suchen.
  • Sygnum Europe erhielt am 30. Juni 2026 von der Finanzmarktaufsicht Liechtensteins eine Lizenz als Krypto-Vermögensdienstleister (Crypto-Asset Service Provider) nach MiCAR, was eine harmonisierte regulatorische Abdeckung im gesamten europäischen Block bietet.
  • Der Start signalisiert einen breiteren Wandel des regulierten Kryptowährungszugangs von spezialisierten Anbietern digitaler Vermögenswerte hin zu Schweizer Kantonalbanken im Mainstream, die Staatsgarantien ihrer jeweiligen Kantone tragen.
Schweizer Kantonalbank BancaStato startet regulierten Krypto-Handel mit Sygnum

Die Schweizer Kantonalbank BancaStato hat über eine Partnerschaft mit der Digital Asset Bank Sygnum den regulierten Kryptowährungshandel gestartet, der es Kunden ermöglicht, digitale Vermögenswerte direkt über die bestehenden Web- und Mobile-Banking-Anwendungen der Bank zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Dieser Schritt ist bemerkenswert, da Schweizer Kantonalbanken Staatsgarantien ihrer jeweiligen Kantone tragen, wodurch der regulierte Handel mit digitalen Vermögenswerten in eine der konservativsten und öffentlich abgesicherten Bankstufen der Schweiz gelangt.

Details zur Partnerschaft

Am 23. Juli 2026 gab Sygnum bekannt, dass BancaStato seiner Business-to-Business-Banking-Plattform beigetreten ist, indem die API von Sygnum mit dem Avaloq-Kernbankensystem und den digitalen Bankkanälen verbunden wurde, wie die offizielle Ankündigung besagt.

BancaStato, eine im Tessin ansässige Kantonalbank, arbeitete mit der Schweizer Digital Asset Bank Sygnum und dem Kernbanken-Anbieter Avaloq zusammen, um den Dienst anzubieten. Das 2017 gegründete Sygnum gehörte zu den ersten Unternehmen, die von der FINMA eine Schweizer Bank- und Effektenhändlerlizenz für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten erhielten. Kunden können nun beim Start vier digitale Vermögenswerte handeln – Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Solana – und zwar über dieselbe E-Banking-Oberfläche, die sie bereits für ihre alltäglichen Bankgeschäfte nutzen.

Digitale Vermögenswerte der Kunden werden in der institutionellen Verwahrung von Sygnum gehalten und außerhalb der Bilanz (off-balance-sheet) geführt, bestätigte die Bank.

Sygnum bezeichnete BancaStato als die erste Bank, die in der SaaS-Umgebung von Avaloq operiert und es Kunden ermöglicht, Kryptowährungen über eine direkte API-Verbindung aus bestehenden E-Banking-Kanälen zu kaufen, zu halten und zu verkaufen, wie das Schweizer Bankenportal finews berichtete. Da die Kernbankenplattform von Avaloq einen erheblichen Teil der Schweizer Privat- und Kantonalbanken stützt, könnte das direkte API-Modell als replizierbare Vorlage für andere bei Avaloq gehostete Institute dienen.

Wachsender bankverteilter Krypto-Handel

Der Start leitet den Zugang zu Kryptowährungen über eine traditionelle, regulierte Bank anstatt über eine eigenständige Krypto-Börse, was bedeutet, dass Kunden digitale Vermögenswerte über dieselbe Oberfläche handeln, die sie auch für Sparen und Zahlungen nutzen. Sygnum erklärte, dass BancaStato nun zu den mehr als 25 Banken und Finanzinstituten gehört, die bereits auf ihrer B2B-Plattform vertreten sind.

Sygnum positioniert den Roll-out als regulierte Bank-zu-Bank-Infrastruktur. Das Unternehmen wies darauf hin, dass Sygnum Europe am 30. Juni 2026 von der Finanzmarktaufsicht Liechtensteins eine Lizenz als Crypto-Asset Service Provider (Krypto-Vermögensdienstleister) nach MiCAR erhalten hat, wie aus der Krypto-Marktberichterstattung über den Start hervorgeht. Die MiCAR, der umfassende Regulierungsrahmen der Europäischen Union für Krypto-Vermögenswerte, der Ende 2024 vollständig in Kraft trat, bietet harmonisierte Vorschriften für Krypto-Vermögensdienstleister im gesamten Block.

Marktkontext

Der Start erfolgte vor dem Hintergrund eines vorsichtigen Marktes. Bitcoin wurde mit 65.584 USD gehandelt, was einem Rückgang von 0,52 % in den vergangenen 24 Stunden entsprach, bei einer Marktkapitalisierung von knapp 1,32 Billionen USD. Bitcoin machte damals etwa 56,6 % der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung von rund 2,32 Billionen USD aus.

Der Fear and Greed Index (Angst und Gier Index) stand bei 31 und damit im Bereich "Angst", was darauf hindeutet, dass die Nachricht in einer Phase der Marktvorsicht und nicht der Euphorie eintraf.

Wie es weitergeht

Zu den offenen Fragen gehört, ob BancaStato das Angebot über die anfänglichen vier Vermögenswerte hinaus erweitern wird, wie die Zugangsbedingungen und Gebühren strukturiert sein werden und ob andere bei Avaloq gehostete Banken denselben direkten API-Integrationsweg einschlagen werden.

Für die Schweiz bringt diese Entwicklung eine weitere Kantonalbank in eine Landschaft des digitalen Bankwesens, die sich weiterhin von experimentellen Pilotprojekten zu standardisierten Diensten entwickelt. Die Schweiz verabschiedete im Jahr 2021 ihr Blockchain-Gesetz, das einen Rechtsrahmen für tokenisierte Wertpapiere schuf, und beherbergt die SIX Digital Exchange sowie das in Zug ansässige "Crypto Valley"-Cluster. Der Eintritt von BancaStato legt nahe, dass sich der regulierte Krypto-Zugang von spezialisierten Anbietern in Richtung des Mainstream-Sektors der Kantonalbanken bewegt.