Aurelia treibt Konzept für emissionsfreie Fähre und Kreuzfahrtschiff für die Bahamas voran
Wichtige Erkenntnisse
- •Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen Aurelia entwickelt ein Konzept für eine emissionsfreie Fähre und ein Kreuzfahrtschiff, um sauberere Verbindungen zwischen den Inseln der Bahamas zu schaffen.
- •Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Aktualisierung hat das Unternehmen den Plan Silas Cooper, dem Honorarkonsul der Bahamas in den Niederlanden, in seinem Büro in Amsterdam vorgestellt.
- •Aurelia und Sustainable Capital Group werden bei den nächsten Schritten des Projekts zusammenarbeiten; ein Zeitplan, Schiffspezifikationen, eine Antriebswahl oder ein künftiger Betreiber wurden jedoch nicht genannt.
- •Neben der Passagierbeförderung soll das Schiff als Testplattform für grüne maritime Technologien unter realen Betriebsbedingungen dienen.
- •Die Bahamas bestehen aus rund 700 Inseln und Cays, die stark vom Seetransport abhängen; kurze, feste Fährverbindungen gelten als frühes Praxistestfeld für Technologien für Schiffe ohne Emissionen.

Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen Aurelia entwickelt ein Konzept für eine emissionsfreie Fähre und ein Kreuzfahrtschiff, das sauberere Verbindungen zwischen den Inseln der Bahamas ermöglichen soll.
Das Unternehmen habe das Projekt mit Silas Cooper, dem Honorarkonsul der Bahamas in den Niederlanden, in seinem Büro in Amsterdam besprochen, teilte die Firma am Donnerstag in einer per E-Mail versandten Aktualisierung mit.
Neben der Beförderung von Passagieren soll das Schiff als Plattform dienen, um grüne maritime Technologien unter realen Betriebsbedingungen zu testen. Aurelia und Sustainable Capital Group werden nun gemeinsam an den nächsten Schritten des Projekts arbeiten. In der Aktualisierung wurden kein Zeitplan, keine Schiffspezifikationen, keine Entscheidung über den Antrieb und kein potenzieller Betreiber für das Konzept genannt.
„Wir sind stolz und dankbar für das Vertrauen, das Konsul Cooper und das Außenministerium der Bahamas uns entgegengebracht haben“, sagte Raffaele Frontera, Eigentümer und CEO von Aurelia.
„Dieser Besuch spiegelt das gemeinsame Engagement wider, echte, einsatzfähige grüne Technologie in den Inselverkehr zu bringen — nicht als Konzept auf Papier, sondern als Schiffe, die unter realen Bedingungen operieren.“
„Wir freuen uns darauf, diese Partnerschaft in den kommenden Monaten gemeinsam mit Sustainable Capital Group aufzubauen“, sagte Frontera.
Die Bahamas, eine atlantische Inselgruppe aus rund 700 Inseln und Cays, sind für Reisen und Handel zwischen den einzelnen Inseln stark auf Seeverbindungen angewiesen, wodurch Fährverbindungen einen zentralen Bestandteil des nationalen Binnenverkehrsnetzes darstellen. Konzepte für Schiffe ohne Emissionen — in der Regel auf batterieelektrischem Antrieb, Wasserstoff oder anderen alternativen Kraftstoffen basierend — stoßen in der gesamten Schifffahrtsbranche auf zunehmendes Interesse, da die Betreiber ihre Emissionen senken wollen; ein Wandel, der durch die überarbeitete Treibhausgasstrategie der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) verstärkt wird, die bis etwa 2050 Netto-Null-Emissionen der internationalen Schifffahrt zum Ziel hat.
Kurze, feste Fährverbindungen wie Strecken zwischen Inseln gelten weithin als frühes Praxistestfeld für diese Technologien, da die Schiffe planbare Fahrpläne zwischen bekannten Häfen bedienen, in denen Lade- oder Betankungsinfrastruktur installiert werden kann. Batterieelektrische Fähren sind in anderen Märkten bereits im kommerziellen Einsatz, darunter in Norwegen, wo die vollelektrische Autofähre Ampere 2015 den Betrieb aufnahm.
Quelle: Ship & Bunker