NachrichtenAktienAT&T (T) Aktie steigt nach Ericsson-Abkommen zur 600-MHz-Netzwerkerweiterung

AT&T (T) Aktie steigt nach Ericsson-Abkommen zur 600-MHz-Netzwerkerweiterung

Autor: Coincentral·

Wichtige Erkenntnisse

  • AT&T beauftragte Ericsson mit der Lieferung von Dual-Band-Funkgeräten zur Bereitstellung des von EchoStar erworbenen 600-MHz-Spektrums, um die drahtlose Abdeckung und Kapazität landesweit zu verbessern.
  • Der Spektumserwerb schließt teilweise die Lücke zu T-Mobile, das seit der Auktion der FCC im Jahr 2017 den größten Anteil an 600-MHz-Frequenzen hält.
  • AT&T's laufendes Netzwerkmodernisierungsprogramm hat die 60 %-Marke überschritten und in einigen Märkten die Durchschnittsgeschwindigkeiten verdoppelt, während abgebrochene und blockierte Anrufe um 10 % sanken.
  • Ericssons Funkgeräte werden die 8RX-Uplink-Technologie in AT&T's niedriges Frequenzband einführen und die Verbindungen von Geräten zu Sendemasten für Uploads, Anrufe und Echtzeit-Aktivitäten verbessern.
  • Das neue Abkommen erweitert eine mehrjährige Open-RAN-Partnerschaft zwischen AT&T und Ericsson, die Ende 2023 begann und eine größere Lieferantenflexibilität bei Netzwerkausrüstung unterstützt.
AT&T (T) Aktie steigt nach Ericsson-Abkommen zur 600-MHz-Netzwerkerweiterung

Die AT&T (T) Aktie stieg um 2,11 % auf 23,55 $ im späten Morgenhandel nach der Bekanntgabe eines bedeutenden Netzwerkabkommens mit Ericsson. Die Vereinbarung unterstützt AT&T bei der Bereitstellung des neu erworbenen 600-MHz-Spektrums in seinem landesweiten drahtlosen Netz. Die Erweiterung zielt darauf ab, Abdeckung, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit von Anrufen und Netzwerkkapazität in städtischen und ländlichen Märkten zu verbessern.

Ericsson-Abkommen treibt 600-MHz-Bereitstellung voran

AT&T hat Ericsson mit der Lieferung von Dual-Band-Funkgeräten für die geplante 600-MHz-Einführung beauftragt. Die Ausrüstung ermöglicht dem Anbieter eine effizientere Nutzung des niedrigen Frequenzbandes an bestehenden Standorten, während die Bereitstellung die Signalreichweite verlängert und den Indoor-Empfang in schwer abdeckbaren Gebieten verbessert.

Das 600-MHz-Spektrum wurde von AT&T übernommen, um seine Bestände an niedrigen Frequenzbändern zu stärken. Niedrige Frequenzen reichen weiter als höhere Bänder und durchdringen Wände und andere Strukturen besser. Dadurch kann das Spektrum eine stärkere Versorgung in Wohnungen, Büros, entlang von Straßen und an abgelegenen Standorten bieten. Der Konkurrent T-Mobile war seit der Broadcast-Incentive-Auktion der FCC im Jahr 2017 der größte Inhaber von 600-MHz-Spektrum und nutzt dieses umfassend für seinen landesweiten 5G-Ausbau. Die EchoStar-Übernahme durch AT&T verringert diesen Vorsprung und verschafft dem Anbieter zusätzliche Kapazität im niedrigen Frequenzbereich, um bei der Abdeckungsbreite zu konkurrieren.

Ericssons Funkgeräte werden zudem die 8RX-Uplink-Technologie in AT&T's niedriges Frequenzband einführen. Das System verbessert die Verbindungen von Kundengeräten zurück zu nahegelegenen Sendemasten, sodass AT&T eine bessere Netzreaktion bei Uploads, Anrufen und Echtzeit-Mobilaktivitäten erwartet.

Modernisierung liefert schnellere und zuverlässigere Dienste

AT&T hat mehr als 60 % seines umfassenderen drahtlosen Netzwerkmodernisierungsprogramms abgeschlossen. Die aufgerüstete Ericsson-Infrastruktur hat bereits messbare Verbesserungen in ausgewählten Servicegebieten erbracht, wobei sich die Durchschnittsgeschwindigkeiten in einigen Märkten nach der Installation neuerer Funkausrüstung verdoppelt haben.

Auch die Anrufqualität hat sich verbessert, da abgebrochene und blockierte Anrufe um 10 % zurückgingen. Langsame Datenereignisse sanken in Gebieten mit modernisierter Infrastruktur um bis zu 70 %, was den Kunden in Spitzenzeiten und bei anspruchsvoller mobiler Nutzung einen stabileren Service bietet.

AT&T hat außerdem die Ausrüstung standardisiert, die oben auf vielen Mobilfunkmasten installiert ist. Diese Maßnahme kann die Uplink-Interferenz an aufgerüsteten Standorten um bis zu 80 % reduzieren, wodurch das Netzwerk mehr Datenverkehr bewältigen und gleichzeitig stärkere, konsistentere Verbindungen aufrechterhalten kann.

Open-RAN-Strategie unterstützt künftiges Netzwerkwachstum

Das neue Abkommen baut auf der früheren Open-RAN-Zusammenarbeit zwischen AT&T und Ericsson auf, die Ende 2023 als mehrjährige Verpflichtung angekündigt wurde. Open RAN gibt Betreibern größere Flexibilität bei der Auswahl und Verwaltung von Netzwerkausrüstung, und AT&T plant, diesen Ansatz beim Kapazitätsausbau und bei der Vereinfachung künftiger Upgrades zu nutzen. Die Partnerschaft ist Teil eines branchenweiten Trends hin zur Lieferantendiversifizierung und interoperablen Netzwerkarchitekturen, die die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduzieren.

Das Modernisierungsprogramm positioniert AT&T zudem für die steigende Nachfrage nach fortschrittlichen digitalen Diensten, da Kunden mobile Netzwerke zunehmend für Content-Erstellung, Cloud-Zugriff und Live-Kommunikation nutzen. Der Anbieter benötigt daher mehr Kapazität, geringere Interferenzen und schnellere Netzreaktionen in weiteren Regionen.

AT&T hat die erwarteten Ausgaben in seinen Finanzausblick und die Kapitalallokationsplanung für das zweite Quartal 2026 einbezogen. Das Unternehmen wird den Zeitplan für die Bereitstellung und die kommerzielle Verfügbarkeit zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Bis dahin bietet das Ericsson-Abkommen einen klaren Weg für die nächste Phase der Netzwerkerweiterung von AT&T.