NachrichtenAktienASX heute: XJO schwankt nach gedämpftem US-CPI; Commonwealth Bank gibt nach Ergebnissen nach

ASX heute: XJO schwankt nach gedämpftem US-CPI; Commonwealth Bank gibt nach Ergebnissen nach

Autor: The Market Online Australia·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der ASX200 fiel am Donnerstag um etwa 0,6% auf 9.155 Punkte und lag damit im Wochenvergleich rund 0,8% niedriger, obwohl er über den vergangenen Monat noch 3,5% zugelegt hat.
  • Die US-Inflation wurde über Nacht mit 3,4% veröffentlicht, was die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der Federal Reserve dämpfte, aber weiterhin über dem Ziel von 2% lag.
  • Die Aktien der Commonwealth Bank of Australia gaben intraday um etwa 3% nach, nachdem das Unternehmen einen Gewinn von 11 Milliarden Dollar gemeldet hatte; dies deutet auf Gewinnmitnahmen hin.
  • ASX Ltd sprang nach stärkeren Gewinnen um mehr als 10% nach oben, obwohl neue rechtliche Schritte im Zusammenhang mit Verzögerungen beim CHESS-Modernisierungsprojekt anhängig sind.
  • Der Februar gehört zu den wichtigsten Berichtssaisonphasen für ASX-Unternehmen, weshalb Ergebnisse aus Banken, Bergbau und Gesundheitswesen den Markt besonders stark bewegen dürften.
ASX heute: XJO schwankt nach gedämpftem US-CPI; Commonwealth Bank gibt nach Ergebnissen nach

Der australische Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag ohne klare Richtung, obwohl die US-Inflationsdaten über Nacht bei 3,4% lagen und damit die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der Federal Reserve verringerten. Der Wert liegt jedoch weiterhin über dem 2%-Inflationsziel der Fed, sodass der künftige geldpolitische Kurs ungewiss bleibt.

Zur Mitte des Nachmittags lag der ASX200 (XJO) bei 9.155 Punkten und damit rund 0,6% im Minus. Im Wochenvergleich hat der Index etwa 0,8% verloren, liegt über die vergangenen vier Wochen jedoch weiterhin 3,5% im Plus.

Die Commonwealth Bank of Australia (CBA), gemessen an der Marktkapitalisierung der größte Kreditgeber des Landes, fiel am Donnerstag intraday um rund 3%, nachdem sie am Vortag ihre Geschäftszahlen veröffentlicht hatte, die einen Gewinn von 11 Milliarden Dollar enthielten. Der Kursrückgang entsprach einem typischen Gewinnmitnahmeverhalten, wie es häufig auftritt, wenn starke Ergebnisse bereits in den zuvor gestiegenen Kursen eingepreist sind und die Berichtssaison näher rückt.

Die Goldpreise verharrten auf einem Zehn-Wochen-Hoch und bewegten sich knapp über 4.400 US-Dollar je Unze. Der schwächere US-Inflationswert warf jedoch Fragen auf, ob dieses Niveau gehalten werden kann, da das Vertrauen in den US-Dollar zunehmen könnte. Gold wird üblicherweise invers zum Dollar gehandelt, und jede Veränderung der Erwartungen an Zinssenkungen kann die Nachfrage nach dem Metall rasch beeinflussen.

Brent-Rohöl gab auf 87 US-Dollar je Barrel nach, blieb jedoch deutlich über den Entlastungsniveaus der Vorwoche, als eine Einigung zwischen den USA und dem Iran wahrscheinlicher erschien. Die geopolitischen Risikoaufschläge an den Energiemärkten haben sich mit wechselnden diplomatischen Signalen verändert.

Mit Blick auf die kommenden Tage dürften Ergebnisse der australischen Berichtssaison zusammen mit den Bewegungen an der Wall Street über Nacht die wichtigsten Treiber für den lokalen Markt sein. Der Februar gehört zu den berichtsintensivsten Phasen für an der ASX notierte Unternehmen, weshalb Ergebnisse aus den Bereichen Banken, Bergbau und Gesundheitswesen besonders stark auf die Indexrichtung wirken. Bis Mitte nächster Woche sind vom Australian Bureau of Statistics (ABS) keine größeren Datenveröffentlichungen vorgesehen.

Unter den auffälligen Unternehmensbewegungen sprang ASX Ltd am Donnerstag nach höheren Gewinnen um mehr als 10% nach oben, obwohl das Unternehmen erneut mit rechtlichen Schritten im Zusammenhang mit der langjährigen und problematischen CHESS-Überholungsinitiative konfrontiert ist. Das CHESS-System bildet das Rückgrat der australischen Infrastruktur für die Abwicklung und Verwahrung von Wertpapiergeschäften, und wiederholte Verzögerungen beim Ersatz haben über mehrere Jahre hinweg regulatorische Aufmerksamkeit ausgelöst.

Treasury Wine Estates legte trotz eines erheblichen Verlusts um mehr als 5% zu. Austal Ltd schien wie Commonwealth Bank nach einem positiven Ergebnis früher in der Woche ebenfalls unter Gewinnmitnahmen zu leiden.