Aster startet AOS-2-Rahmenwerk für Perpetual-Märkte
Wichtige Erkenntnisse
- •Asters AOS-2-Rahmenwerk erweitert berechtigungsfreie Listing-Protokolle von Spot-Märkten auf Perpetual-Futures und ersetzt die traditionelle zentrale Prüfung durch Staking-Verpflichtung und Validator-Governance.
- •Projekte, die unter AOS-2 ein Listing anstreben, müssen 1 Million ASTER-Token für mindestens vier Jahre ohne vorzeitige Einlösung sperren.
- •Es wird erwartet, dass Derivate bis 2026 über 70 % des Krypto-Handelsvolumens auf sowohl zentralen als auch dezentralen Plattformen ausmachen.
- •Aster behält unter dem neuen Rahmenwerk die Kontrolle über Hebelwirkung, Margin, Funding Rates und Liquidierungsparameter, um systemische Risiken zu begrenzen.
- •AOS-3 befindet sich in der Entwicklung und soll zusätzliche Derivatinstrumente wie Optionen einführen.

Aster hat seine berechtigungsfreie Handelsinfrastruktur mit dem Start von Aster Open Standards Phase 2 (AOS-2) erweitert und sein offenes Listing-Protokoll auf Perpetual-Futures-Märkte ausgeweitet.
Die Bestätigung der Börse zufolge ist AOS-2 nun in Betrieb. Im Rahmen dieses Systems müssen genehmigte und konforme Projekte 1 Million ASTER-Token mit einer Mindest-Staking-Laufzeit von vier Jahren sperren, während der eine vorzeitige Einlösung nicht zulässig ist. Diese Sperre bindet den Listing-Zugang eines Projekts an ein langfristiges finanzielles Engagement und errichtet eine hohe Eintrittsbarriere, die das Modell von rein offenen Vorschlägen abhebt.
Von offenen Spot-Listings zu berechtigungsfreien Perpetuals
AOS-2 baut auf der Grundlage von AOS-1 auf, das Spot-Listings für Projekte geöffnet hat, die eine veröffentlichte Reihe von Kriterien erfüllen. Die neue Phase überträgt dasselbe berechtigungsfreie Prinzip auf Perpetual-Märkte, bei denen das Listing bisher auf privaten Verhandlungen und zentraler Prüfung beruhte. Für Projekte könnte diese Veränderung den Weg zur Derivate-Liquidität deutlich abkürzen, der typischerweise Börsenpartnerschaften oder Over-the-Counter-Vereinbarungen erforderte.
Aster zufolge wird erwartet, dass Derivate im Jahr 2026 das größte Segment des Krypto-Handelsvolumens bilden und über 70 % der Aktivitäten auf sowohl zentralen als auch dezentralen Plattformen ausmachen.
Aster kündigte den Start über X an:
AOS-2 enters into force. The Aster Open Standards began with AOS-1, which opened spot listings to projects meeting a published set of criteria. AOS-2 now extends the same principle to perpetual markets, where listing has traditionally depended on private negotiation. Under… pic.twitter.com/sFtII7bcMl — Aster 🥷 (@Aster_DEX) August 11, 2026
Indem Aster zentrale Listing-Ausschüsse durch Staking-Verpflichtung und Validator-Governance ersetzt, folgt die Börse einem branchenweiten Trend hin zu Community-kuratierten Märkten – eine Entwicklung, die von Uniswap, dYdX und Hyperliquid eingeleitet wurde.
Risikokontrollmechanismen
Die Sperre von 1 Million ASTER-Token mit einer vierjährigen Mindestlaufzeit dient als starker Anti-Spam-Filter und stellt die langfristige Ausrichtung zwischen Bewerbern und dem breiteren Ökosystem sicher.
Während das Modell die Listing-Macht zumindest teilweise On-Chain verlagert, wirft es auch Fragen hinsichtlich möglicher Plutokratie, der Wahlbeteiligung sowie des Risikomanagements bei volatilen Vermögenswerten auf. Aster behält sich das Recht vor, Hebelwirkung, Margin, Funding Rates und Liquidierungsparameter zu kontrollieren, um systemische Risiken zu begrenzen. Diese zentralen Schutzmechanismen spiegeln eine Spannung wider, die bei berechtigungsfreien DEX-Designs häufig auftritt: die Erweiterung des Zugangs zur Markterschaffung bei gleichzeitiger Wahrung von Schutzmaßnahmen gegen Manipulation und Kaskaden-Liquidierungen.
Listing-Roadmap und nächste Schritte
Das AOS-Rahmenwerk soll als vollständig öffentliche Governance-Initiative fungieren. AOS-3 befindet sich derzeit in der Entwicklung und weist auf zusätzliche Instrumente wie Optionen oder andere Derivateprodukte hin.
Zu den wichtigsten Meilensteinen, die es zu beobachten gilt, gehören die Validator-Beteiligungsquoten der ersten AOS-2-Kandidaten sowie die Frage der T+1-Abwicklung unter Stressszenarien.
Quelle: Bombay Chamber