NachrichtenKryptoApple sieht sich Klage wegen mutmaßlichem Bitcoin-Diebstahl in Höhe von 1,8 Millionen US-Dollar über gefälschte Wallet-App gegenüber

Apple sieht sich Klage wegen mutmaßlichem Bitcoin-Diebstahl in Höhe von 1,8 Millionen US-Dollar über gefälschte Wallet-App gegenüber

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Drei Anleger sagen, sie hätten zusammen rund 1,8 Millionen US-Dollar in Bitcoin verloren, nachdem sie eine gefälschte Wallet-App aus dem App Store installiert hatten.
  • Laut der Klage habe sich die App als Sparrow Wallet ausgegeben, das offiziell nur für Windows, macOS und Linux verfügbar ist.
  • Die Kläger behaupten, sie hätten Recovery-Phrasen in die betrügerische App eingegeben, wodurch Betrüger ihre Bitcoin übertragen konnten.
  • Die Klage wirft Apple vor, die Imitations-App trotz Warnungen nicht ausreichend überwacht oder entfernt zu haben.
  • Apple hat sich öffentlich nicht zu den Vorwürfen geäußert; diese sind vor Gericht noch nicht bewiesen.
Apple sieht sich Klage wegen mutmaßlichem Bitcoin-Diebstahl in Höhe von 1,8 Millionen US-Dollar über gefälschte Wallet-App gegenüber

Apple sieht sich einer neuen bundesstaatlichen Klage gegenüber, nachdem drei Kryptowährungsanleger behaupteten, sie hätten durch das Herunterladen einer betrügerischen Wallet-Anwendung aus dem App Store zusammen 1,8 Millionen US-Dollar in Bitcoin verloren. Im Mittelpunkt des Falls steht eine gefälschte Version von Sparrow Wallet, die sich laut Klage als legitime Software ausgegeben und Nutzer dazu gebracht habe, sensible Wiederherstellungsdaten preiszugeben, wodurch Angreifer ihre digitalen Vermögenswerte stehlen konnten.

In der bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Klage heißt es, Apple habe Apps, die über den App Store vertrieben werden, nicht ausreichend geprüft und überwacht, obwohl der Konzern den Marktplatz als sicheren und vertrauenswürdigen Ort für Nutzer bewirbt. Die Kläger sagen, sie hätten sich beim Herunterladen der Anwendung auf diese Zusicherungen verlassen und sie für authentisch gehalten.

Klage richtet sich gegen die Sicherheit des App Store

Laut der Klage gab sich die gefälschte Anwendung als Sparrow Wallet aus, eine bekannte Bitcoin-Wallet, die offiziell nur für Windows, macOS und Linux verfügbar ist. Für die Software wurde nie eine iPhone-Version angeboten.

Die Kläger behaupten, sie hätten ihre Wallet-Recovery-Phrasen in die betrügerische App eingegeben, woraufhin Angreifer Bitcoin in von Betrügern kontrollierte Wallets übertragen konnten. In der Klage heißt es, dass die drei Opfer zusammen rund 1,8 Millionen US-Dollar verloren, wobei die einzelnen Verluste von etwa 120.000 US-Dollar bis zu mehr als 800.000 US-Dollar reichten.

Die Klage behauptet außerdem, Apple habe nach Berichten über gefälschte Versionen von Sparrow Wallet nicht wirksam reagiert. Sie führt aus, dass ähnliche Imitations-Apps trotz Warnungen von Nutzern und vom Entwickler der legitimen Software weiterhin im App Store verfügbar gewesen seien.

Weiterreichende Fragen für Apple

Die rechtliche Auseinandersetzung könnte die Prüfung von Apples App-Store-Verfahren erneut verschärfen, insbesondere bei Kryptowährungsanwendungen, die digitale Vermögenswerte verwalten. Kritiker argumentieren seit Langem, dass Apples strenge Kontrolle über den Softwarevertrieb die Erwartung schafft, dass über den App Store verfügbare Apps einer substanziellen Sicherheitsprüfung unterzogen wurden, vor allem wenn sie Nutzer auffordern, Recovery-Phrasen oder andere Zugangsdaten einzugeben, mit denen Gelder direkt kontrolliert werden können.

Der Fall folgt zudem auf frühere Vorfälle mit betrügerischen Kryptowährungs-Apps, die Apple’s Prüfsystem angeblich umgangen haben. Während die Nutzung digitaler Vermögenswerte weiter zunimmt, stehen Plattformbetreiber unter wachsendem Druck, Prüfverfahren für Finanzanwendungen zu verschärfen und Imitationssoftware rasch zu entfernen, bevor Nutzer Verluste erleiden. Für Nutzer unterstreicht der Streit die Bedeutung, zu prüfen, ob eine Wallet-App vom jeweiligen Entwickler offiziell angeboten wird und ob der App-Store-Eintrag mit den dokumentierten Plattformen der Software übereinstimmt.

Apple hat sich zu den konkreten Vorwürfen der Klage bislang nicht öffentlich geäußert, und die Vorwürfe sind im laufenden Gerichtsverfahren noch nicht bewiesen.