NachrichtenKryptoAlgorand startet AC2-Protokoll, um KI-Agenten von den Schlüsseln der Nutzer fernzuhalten

Algorand startet AC2-Protokoll, um KI-Agenten von den Schlüsseln der Nutzer fernzuhalten

Autor: DailyCoin·

Wichtige Erkenntnisse

  • AC2 wurde am 25. August als Open-Source-Protokoll für Freigabeabläufe von Agenten gestartet.
  • Das Protokoll ermöglicht es Nutzern, KI-Agenten-Aktionen zu autorisieren, ohne private Schlüssel oder API-Zugangsdaten offenzulegen.
  • AC2 kombiniert DIDComm v2.0, WebAuthn/FIDO2 und WebRTC DataChannels für sichere Anfragen und den Transport.
  • Laut Algorand kann AC2 ohne zentrales Relay oder Blockchain funktionieren und dennoch On-Chain-Anwendungsfälle wie x402-Zahlungen unterstützen.
  • Die Foundation hat die Spezifikation, das GitHub-Repository, Wallet-Kopplungstools und ein Referenz-Plugin für Agent-Frameworks veröffentlicht.
Algorand startet AC2-Protokoll, um KI-Agenten von den Schlüsseln der Nutzer fernzuhalten

Die Algorand Foundation hat AC2 gestartet, ein offenes Protokoll, das KI-Agenten ermöglichen soll, sensible Aktionen anzufordern, ohne die privaten Schlüssel oder API-Zugangsdaten eines Nutzers zu besitzen. Das Projekt, offiziell Agentic Communication and Control Protocol genannt, ging am 25. August live und ist als Open-Source-Spezifikation und Referenzimplementierung verfügbar.

Die Argumentation von Algorand ist einfach. Wenn man einem KI-Agenten seine Zugangsdaten gibt, ist das so, als würde man einem Handwerker einen Nachschlüssel für das eigene Haus aushändigen: praktisch, bis er an einem Ort landet, an dem er nicht sein sollte. AC2 soll eher wie eine Türklingel funktionieren. Der Agent bittet um Zugriff, der Nutzer genehmigt auf seinem eigenen Gerät, und der Schlüssel verlässt nie die Kontrolle des Eigentümers.

Warum das Protokoll existiert

Da KI-Agenten damit beginnen, Zahlungen zu senden, Code zu signieren, APIs zu autorisieren und digitale Abläufe zu verwalten, bieten viele bestehende chatbasierte Freigabeabläufe nur wenig kryptografischen Nachweis der Absicht. Zugangsdaten werden häufig innerhalb der Laufzeitumgebung des Agenten gespeichert, was ein Diebstahlrisiko schafft, falls diese Umgebung kompromittiert wird.

LATEST: 🤖 The Algorand Foundation launched AC2, an open protocol letting users approve individual AI agent signing requests, like payments or code commits, without exposing their private keys. pic.twitter.com/8KcdkG23xJ — CoinMarketCap (@CoinMarketCap) August 25, 2026

LATEST: 🤖 The Algorand Foundation launched AC2, an open protocol letting users approve individual AI agent signing requests, like payments or code commits, without exposing their private keys. pic.twitter.com/8KcdkG23xJ

AC2 wurde entwickelt, um diese Lücken zu schließen. Wenn ein Agent eine Signaturaktion ausführen muss, sendet er eine Anfrage an den Nutzer über eine direkte, Ende-zu-Ende verschlüsselte Verbindung. Der Nutzer prüft die Aktion in einer Wallet oder App und genehmigt sie mit einer hardwaregebundenen FIDO2-Passkey-Signatur. Der Agent erhält einen autorisierten Nachweis der Absicht, nicht die Zugangsdaten selbst.

Wie AC2 funktioniert

Das Protokoll kombiniert drei offene Standards: DIDComm v2.0 für die Nachrichtenformatierung, WebAuthn/FIDO2 für phishing-resistente Authentifizierung und WebRTC DataChannels für Peer-to-Peer-Transport nach dem ersten Handshake.

Einem KI-Agenten die Zugangsdaten zu geben ist wie einem Handwerker einen Nachschlüssel für das Haus auszuhändigen. Praktisch, bis er an einem Ort landet, an dem er nicht sein sollte. AC2, das Agentic Communication and Control Protocol, funktioniert eher wie eine Türklingel. Der Agent fragt, man lässt ihn herein, und niemand hält… pic.twitter.com/ikTC3gqw4F — Algorand (@Algorand) August 25, 2026

Einem KI-Agenten die Zugangsdaten zu geben ist wie einem Handwerker einen Nachschlüssel für das Haus auszuhändigen. Praktisch, bis er an einem Ort landet, an dem er nicht sein sollte. AC2, das Agentic Communication and Control Protocol, funktioniert eher wie eine Türklingel. Der Agent fragt, man lässt ihn herein, und niemand hält… pic.twitter.com/ikTC3gqw4F

AC2 benötigt kein zentrales Message-Relay und keine Blockchain, um zu funktionieren, obwohl es On-Chain-Anwendungsfälle wie x402-Zahlungen unterstützen kann. Algorand sagte, dass sich eine einfache Implementierung per Plugin hinzufügen lasse, statt den gesamten Stack neu zu schreiben. Das könnte das Protokoll leichter testbar in bestehenden Agenten-Tools machen, in denen Entwickler oft engere Freigaben wünschen, ohne ihren gesamten Workflow neu aufzubauen. Mögliche Einsatzbereiche sind das Genehmigen von Zahlungen, das Signieren von Git-Commits, das Autorisieren von API-Zugriffen und die Festlegung begrenzter Delegationen, damit Agenten nur innerhalb signierter Grenzen handeln können.

Was als Nächstes kommt

Die Spezifikation und das GitHub-Repository sind nun live, ebenso wie Tools für die Wallet-Kopplung und ein Referenz-Plugin für Agent-Frameworks. Führungskräfte der Foundation haben AC2 als Versuch dargestellt, Agenten genug Befugnisse zu geben, um nützlich zu sein, ohne ihnen die Befugnis zu geben, gegen die Interessen eines Nutzers zu handeln.

Für Entwickler, die Tools für agentenbasierte Handels- und Automatisierungsanwendungen bauen, bietet die Einführung eine neue Option für Human-in-the-Loop-Steuerung, die auf die Trennung von Zugangsdaten und überprüfbare Absicht setzt. Der praktische Nutzen wird davon abhängen, ob Agentenplattformen und Wallet-Apps den zusätzlichen Freigabeschritt unterstützen können, ohne bestehende Automatisierungsabläufe zu stören.

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