Celsius-Gründer Alex Mashinsky mit 35-Millionen-Dollar-Vergleich und dauerhaftem Ausschluss aus der Krypto-Branche konfrontiert
Wichtige Erkenntnisse
- •Die New Yorker Einigung schließt Mashinsky dauerhaft von jeder Beteiligung an der Kryptowährungs-, Wertpapier- und Rohstoffbranche aus – ein lebenslanger Ausschluss, der über seine 12-jährige Bundeshaftstrafe hinausgeht.
- •Mashinsky kann in New York bis zu 35 Millionen Dollar schulden, darunter eine Geldstrafe von 25 Millionen Dollar, wenn er es versäumt, 10 Millionen Dollar an mutmaßlich illegalen Erlösen an die Bundesregierung abzuführen, und weitere 10 Millionen Dollar, wenn er seine Haftstrafe nicht verbüßt.
- •Die New Yorker Behörden beschuldigten Mashinsky der unzulässigen Registrierung und der Irreführung von Anlegern, indem er Celsius als sicherer als traditionelle Banken und risikoarm darstellte, während Kundengelder angeblich in riskante Vorhaben mit Verlusten von Hunderten Millionen gesteckt wurden, die den Nutzern verschwiegen wurden.
- •Die Klage umfasste Hunderttausende Celsius-Nutzer, darunter mehr als 26.000 Anleger in New York.
- •Stand August 2026 wurden im Insolvenzverfahren mehr als 3,4 Milliarden Dollar an Gläubiger ausgeschüttet; Celsius-Führungskräfte und Gründer zahlten separat 16,5 Millionen Dollar an die Federal Trade Commission.

Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, hat eine Einigung angekündigt, die Alex Mashinsky, den Gründer und ehemaligen Chief Executive des zusammengebrochenen Krypto-Kreditgebers Celsius, mit einem dauerhaften branchenweiten Ausschluss belegt und ihm die Teilnahme an den Kryptowährungs-, Wertpapier- und Rohstoffmärkten untersagt. Die Vereinbarung beendet eine Zivilklage aus dem Jahr 2023 im Zusammenhang mit der Celsius-Insolvenz und kommt zu den bereits gegen Mashinsky verhängten Bundesstrafmaßnahmen mit möglichen Zahlungen von bis zu 35 Millionen US-Dollar hinzu.
Mashinsky sieht sich im New Yorker Vergleich mit bis zu 35 Millionen Dollar konfrontiert
Der Vergleich enthält zwei wesentliche finanzielle Bedingungen. Wenn Mashinsky es versäumt, weitere 10 Millionen Dollar an mutmaßlich unrechtmäßig erlangten Erlösen an die Bundesregierung abzuführen, muss er die in New York verhängte Geldstrafe von 25 Millionen Dollar zahlen. Er könnte zudem weitere 10 Millionen Dollar schulden, wenn er seine Haftstrafe nicht vollständig verbüßt.
Da beide Zahlungen bedingt sind, hängt der endgültige Betrag, den Mashinsky in New York schuldet, von zwei künftigen Ergebnissen ab: ob er die 10 Millionen Dollar an die Bundesbehörden abführt und ob er seine Strafe vollständig verbüßt.
Der separate Bundesfall ist derzeit ausgesetzt, nachdem Mashinsky zu 12 Jahren Haft verur wurde. Ihm wurde außerdem auferlegt, mehr als 48 Millionen Dollar an bundesstaatlichem Vermögenseinzug zu zahlen.
Lebenslange Sperre erstreckt sich auf Krypto- und Finanzmärkte
Im Rahmen der New Yorker Einigung ist Mashinsky dauerhaft von jeder Beteiligung an den Geschäften mit Kryptowährungen, Wertpapieren und Rohstoffen ausgeschlossen. Die Beschränkung fügt eine weitere Ebene der Konsequenzen hinzu, die aus dem Zusammenbruch von Celsius resultieren – einst eine der größten Kreditplattformen der Krypto-Branche.
Bei der Sperre handelt es sich um einen lebenslangen Ausschluss und nicht um eine zeitlich begrenzte Suspendierung, was bedeutet, dass sie weit über Mashinskys 12-jährige Haftstrafe hinaus bestehen bleibt.
Die New Yorker Behörden beschuldigten Mashinsky der unzulässigen Registrierung sowie der Irreführung von Anlegern über die finanzielle Lage des Unternehmens und dessen Umgang mit Kundengeldern.
Anlegern wurde gesagt, Celsius sei sicherer als Banken
Celsius zog Nutzer an, indem es Zinszahlungen auf ihre Kryptowährungseinlagen anbot. Mashinsky war das öffentliche Gesicht der Plattform und trat regelmäßig im Fernsehen und in sozialen Medien auf, um für Celsius zu werben.
Laut der Ankündigung sagte er New Yorker Ermittlern wiederholt, dass Celsius eine sicherere Anlageform als traditionelle Banken sei, und beschrieb den Anlageansatz des Unternehmens als risikoarm.
Die Behörden warfen darüber hinaus vor, dass Kundengelder in riskante Vorhaben gesteckt wurden, die Verluste von Hunderten Millionen Dollar verursachten, die den Anlegern verschwiegen wurden. Die Klage umfasste Hunderttausende Celsius-Nutzer, darunter mehr als 26.000 Anleger in New York. Die vollständige Ankündigung der Generalstaatsanwältin ist auf der offiziellen Website des NY AG verfügbar.
Gläubiger haben mehr als 3,4 Milliarden Dollar erhalten
Celsius froste die Kundenauszahlungen im Jahr 2022 ein, als das Unternehmen in die Insolvenz ging, sodass Nutzer nicht mehr auf ihre Gelder auf der Plattform zugreifen konnten. Stand August 2026 im Insolvenzverfahren insgesamt mehr als 3,4 Milliarden Dollar an Gläubiger ausgeschüttet. Separat mussten Celsius-Führungskräfte und Gründer 16,5 Millionen Dollar an die Federal Trade Commission zahlen. Diese Rückforderungen erfolgten über Insolvenz- und Regulierungskanäle und nicht über die New Yorker Einigung, deren Zahlungen in Form einer Geldstrafe und der Abführung an staatliche Behörden erfolgen.
Die New Yorker Einigung beendet eine umfassende Durchsetzungsmaßnahme nach dem Zusammenbruch des Kreditgebers und stellt zugleich sicher, dass Mashinsky von regulierten Kryptowährungs- und den klassischen Finanzmärkten ausgeschlossen bleibt.