AFX Trade meldet $24 Millionen Abfluss auf Arbitrum, bietet Angreifer 30 % Bounty
Wichtige Erkenntnisse
- •AFX Trade meldet, dass annähernd $24 Millionen aus der auf Arbitrum basierenden Perpetual-Futures-Börse abgeflossen sind, wobei der Betrag nicht durch unabhängige Onchain-Analyse verifiziert wurde.
- •Das Protokoll hat dem Angreifer eine 30-%-Bounty angeboten, die dem Exploiter ermöglichen würde, mehrere Millionen Dollar zu behalten, im Austausch gegen die Rückführung der verbleibenden Mittel.
- •Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde keine bestätigte technische Ursache veröffentlicht, die erklärt, wie die Mittel abgeflossen sind.
- •Der Bounty-Ansatz ähnelt der Strategie von Euler Finance im Jahr 2023, als dieses Protokoll nach einem ähnlichen Angebot den Großteil eines ungefähr $200 Millionen umfassenden Abflusses zurückgewann.
- •DeFi-Protokolle verloren im Jahr 2024 insgesamt über $1 Milliarden durch Exploits, was die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen des Sektors verdeutlicht.

AFX Trade, eine auf Arbitrum aufgebaute Perpetual-Futures-Börse, meldet, dass annähernd $24 Millionen aus ihrem Protokoll abgeflossen sind, und hat dem Angreifer öffentlich eine 30-%-Bounty für die Rückführung der verbleibenden Mittel angeboten.
Details des Abflusses
AFX Trade führt den Verlust auf einen Exploit zurück, der die auf Arbitrum basierende dezentrale Perpetual-Börse (Perp DEX) zum Ziel hatte — eine Plattform, auf der Nutzer direkt Onchain mit gehebelten Derivaten handeln. Der $24-Millionen-Betrag wurde von AFX Trade selbst veröffentlicht. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat das Protokoll keine bestätigte technische Ursache dafür veröffentlicht, wie die Mittel abgeflossen sind, und die Angabe wurde nicht durch unabhängige Onchain-Analyse verifiziert.
Perpetual-DEXs wie AFX Trade agieren in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld von Onchain-Handelsplattformen, die mit zentralisierten Orderbüchern konkurrieren — ein Markt, zu dem auch Plattformen wie Hyperliquid, GMX und dYdX gehören. Wenn eine auf Smart Contracts basierende Plattform einen Verlust dieser Größenordnung meldet, unterstreicht der Wettbewerbsdruck die Bedeutung einer raschen Reaktion auf Vorfälle. DeFi-Protokolle allein im Jahr 2024 über $1 Milliarden durch Exploits verloren, was Sicherheitsvorfälle zu einem wiederkehrenden und genau beobachteten Merkmal des Sektors macht.
Das 30-%-Bounty-Angebot
AFX Trade bietet dem Angreifer 30 % des abgeflossenen Betrags im Austausch gegen die Rückführung des Restbetrags an. Bezogen auf die gemeldete Summe würde diese Struktur dem Exploiter ermöglichen, mehrere Millionen Dollar zu behalten, während er den Rest an das Protokoll zurückführt.
Derartige Vorschläge werden üblicherweise als ausgehandelte, White-Hat-artige Rückgewinnungsversuche charakterisiert, die einem Angreifer eine rechtsnahe Ausstiegsoption bieten, anstatt ihn zu zwingen, den Gesamtbetrag zu waschen. Dieser Ansatz hat im DeFi-Bereich Präzedenzfälle: Im Jahr 2023 erzielte Euler Finance die Rückführung des Großteils eines ungefähr $200 Millionen umfassenden Abflusses, nachdem ein ähnliches Angebot unterbreitet worden war — allerdings variierten die Ergebnisse bei einzelnen Vorfällen und sind nie garantiert. AFX Trade hat nicht mitgeteilt, ob der Angreifer das Angebot angenommen oder darauf reagiert hat. Die Strategie spiegelt eine auf Rückgewinnung ausgerichtete Haltung wider, bei der die Rückführung der Nutzermittel Vorrang vor der sofortigen Verfolgung des Verantwortlichen hat.
Wie es weitergeht
Die zentrale kurzfristige Frage ist, ob Mittel zurückgewonnen werden — entweder durch die Bounty-Vereinbarung oder durch Onchain-Verfolgung der gestohlenen Vermögenswerte im Arbitrum-Netzwerk. Blockchain-Analyseunternehmen wie TRM Labs und Chainalysis unterstützen routinemäßig bei der Verfolgung illeghaler Geldströme über mehrere Chains hinweg, und Börsen sperren regelmäßig Einzahlungen, die als mit Exploits in Verbindung stehend markiert wurden, obwohl Cross-Chain-Bewegungen die Rückgewinnung erschweren können.
Nutzer und Beobachter werden auf offizielle Vorfall-Updates achten, die Plattformoperationen, individuelle Expositionsdetails und etwaige Post-Incident-Sicherheitsanalysen von AFX Trade abdecken. Arbitrum bleibt eines der größten DeFi-Ökosysteme nach Aktivität, wie sein Onchain-gesperrter Gesamtwert (TVL) zeigt, weshalb die Reaktion auf Exploits im Netzwerk genau verfolgt wird.
Der Vorfall trägt zudem zu einer breiteren regulatorischen Debatte über Onchain-Finanzprodukte bei. Die US-SEC-Kommissarin Hester Peirce deutete kürzlich an, dass Krypto-Tresore und Onchain-Kredite unter Wertpapiergesetze fallen könnten — eine Debatte, die durch Vorfälle dieser Art tendenziell intensiviert wird, wenn Aufsichtsbehörden die Nutzerschutzrisiken im DeFi-Bereich abwägen.
Vorläufig bleibt die Situation ein sich entwickelnder Vorfall, der ausschließlich auf der eigenen Darstellung von AFX Trade und nicht auf verifizierten Daten Dritter beruht.