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Afrikas Krypto-Wachstum beschleunigt sich durch mobile Zahlungen und Stablecoins

Autor: CryptoNewsNet·

Wichtige Erkenntnisse

  • Subsahara-Afrika verzeichnete zwischen Juli 2024 und Juni 2025 über 205 Milliarden US-Dollar an On-Chain-Kryptowert – ein Jahresplus von 52 % und weltweit das drittschnellste Wachstum unter den Kryptomärkten.
  • Mehr als 8 % des gesamten in Subsahara-Afrika übertragenen Kryptowerts entfielen auf Transaktionen unter 10.000 US-Dollar, was den globalen Durchschnitt von rund 6 % übertraf und darauf hindeutet, dass alltägliche Nutzung durch Einzelpersonen die Adoption stärker vorantreibt als institutioneller Handel.
  • Etwa 40 % der Erwachsenen in Subsahara-Afrika verfügen mittlerweile über ein Mobile-Geld-Konto, gegenüber 27 % im Jahr 2021 – eine Grundlage für den Übergang zu blockchainbasierten Finanzinstrumenten.
  • Fast 80 % der befragten Personen in Nigeria und Südafrika gaben an, Stablecoins zu besitzen, und über 75 % äußerten die Absicht, im kommenden Jahr weitere zu erwerben.
  • Südafrika, Nigeria, Kenia und Mauritius haben organisierte regulatorische Rahmenbedingungen für die Krypto-Aufsicht verabschiedet, die Verbraucher schützen und gleichzeitig die Innovation im Bereich der Finanztechnologie ermöglichen.
Afrikas Krypto-Wachstum beschleunigt sich durch mobile Zahlungen und Stablecoins

Afrika entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Wachstumsmärkte für Kryptowährungen weltweit – angetrieben weniger durch spekulativen Handel als durch praktische Anwendungsfälle auf dem gesamten Kontinent. Die rasche Verbreitung mobiler Zahlungen, eine große Zahl an Menschen ohne Bankkonto, teure grenzüberschreitende Überweisungen und instabile lokale Währungen haben digitale Assets, insbesondere Stablecoins, für viele Nutzer zunehmend nützlich gemacht. Die Weltbank schätzt, dass etwa die Hälfte der Erwachsenen in Subsahara-Afrika weiterhin ohne Bankkonto ist – ein Grund, warum Alternativen zum traditionellen Bankwesen so schnell an Bedeutung gewonnen haben.

Laut Chainalysis verzeichnete Subsahara-Afrika zwischen Juli 2024 und Juni 2025 mehr als 205 Milliarden US-Dollar an On-Chain-Wert – ein Jahresplus von 52 %. Dieses Wachstum machte die Region in diesem Zeitraum zum weltweit drittschnellst wachsenden Kryptomarkt.

Das Adoptionsmuster unterscheidet sich auch von dem vieler entwickelter Märkte. In Subsahara-Afrika scheint die Krypto-Aktivität stärker von einzelnen Nutzern und alltäglichen Transaktionen getrieben zu sein. Im selben Zeitraum entfielen mehr als 8 % des gesamten übertragenen Wertes auf Transaktionen unter 10.000 US-Dollar, verglichen mit etwa 6 % weltweit. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Kryptowährungen nicht nur für institutionellen Handel, sondern auch für regelmäßige finanzielle Bedürfnisse genutzt werden.

Mobile Zahlungen als Grundlage

Einer der großen Vorteile Afrikas im digitalen Finanzwesen ist sein etabliertes Ökosystem für mobile Zahlungen. In den Vorjahren entfiel auf den Kontinent etwa 70 % des weltweiten Marktes für Mobile-Geld-Transaktionen, der auf rund 1 Billion US-Dollar geschätzt wurde. Dienste wie Kenias M-Pesa, der 2007 gestartet wurde, trugen dazu bei, telefonbasierte Geldtransfers Jahre vor der Verbreitung von Krypto-Wallets zu normalisieren – und schufen Gewohnheiten und Vertrauen, die sich nun auf blockchainbasierte Instrumente ausdehnen.

Market Data Forecast schätzte separat, dass Afrikas Mobile-Geld-Branche im Jahr 2025 etwa 951 Millionen US-Dollar wert war, und prognostizierte ein Wachstum auf 1,126 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. In Subsahara-Afrika verfügen mittlerweile etwa 40 % der Erwachsenen über ein Mobile-Geld-Konto, gegenüber 27 % im Jahr 2021.

Für viele Menschen ist Mobile-Geld bereits der wichtigste Weg, um finanzielle Aktivitäten abzuwickeln. Diese Vertrautheit kann den Übergang zu blockchainbasierten Zahlungen natürlicher erscheinen lassen als in Märkten, in denen das traditionelle Bankwesen weiterhin die dominierende Finanzinfrastruktur darstellt.

Stablecoins finden breite Verwendung

Stablecoins sind zu einem besonders wichtigen Bestandteil der Krypto-Aktivität in Afrika geworden. Viele Nutzer verlassen sich auf dollarbesicherte Stablecoins, um ihre Ersparnisse vor Inflation zu schützen oder Geld kostengünstiger über Grenzen hinweg zu senden. Dies ist in einer Region von besonderer Bedeutung, in der die Weltbank durchgehend festgestellt hat, dass die durchschnittlichen Überweisungsgebühren zu den höchsten der Welt gehören und häufig 7 % des Überweisungsbetrags übersteigen.

Länder darunter Nigeria, Kenia, Ghana und Südafrika verzeichnen eine zunehmende Nutzung von USDT und USDC. Diese Stablecoins können schnellere und günstigere Transfers als herkömmliche Banken bieten und gleichzeitig helfen, die Exposure gegenüber Schwankungen lokaler Währungen zu reduzieren. Der nigerianische Naira insbesondere in den vergangenen Jahren eine starke Abwertung erfahren, was die Nachfrage nach dollarbesicherten digitalen Assets als Wertspeicher verstärkt hat.

Eine Studie aus dem früheren Jahresverlauf ergab, dass fast 80 % der befragten Personen in Nigeria und Südafrika bereits Stablecoins besaßen, während mehr als 75 % angaben, im kommenden Jahr weitere erwerben zu wollen.

Auch regulatorische Rahmenbedingungen entwickeln sich in Teilen des Kontinents weiter. Südafrika, Nigeria, Kenia und Mauritius haben organisiertere Ansätze zur Krypto-Aufsicht verabschiedet, mit Regelungen, die Verbraucher schützen und gleichzeitig die Innovation im Bereich der Finanztechnologie fortsetzen lassen. Wie die übrigen afrikanischen Volkswirtschaften ohne klare Rahmenbedingungen reagieren, wird voraussichtlich darüber entscheiden, ob sich die Adoption weiter ausdehnt oder sich auf die Länder konzentriert, die bereits Schritte zur Formalisierung der Aufsicht unternommen haben.